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Krumbach

19.11.2019

Durch Krumbach bummeln und die Kunst genießen

Claudia Glogger, Sigurd Rakel und Anita Roth (sie organisieren die Kunstnacht) stellten das Programm für den kommenden Samstag vor.
Bild: Peter Bauer

Plus Die Krumbacher Kunstnacht hat sich zu einem gesellschaftlichen Höhepunkt entwickelt. Welche Akzente diesmal gesetzt werden.

Die Kunst sozusagen bummelnd genießen? Dafür steht die Krumbacher Kunstnacht, die sich über die Jahre hinweg in der Kammelstadt zu einem besonderen gesellschaftlichen Ereignis entwickelt hat. Am kommenden Samstag, 23. November, gibt es eine Neuauflage der Kunstnacht, die um 16.30 Uhr im historischen Rathaus bei Glogger & Partner offiziell eröffnet wird. Unter den ausstellenden Künstlern sind Akteure, die seit Langem die lokale Kunstszene prägen wie Maler Sigurd Rakel oder auch Fotografin Barbara Lindner. Es gibt Kunstaktionen mit einem besonderen Bezug zu Krumbach wie von Doris Graf, die Zeichenaktionen für die Stadtbevölkerung organisiert. Und die Kunstnacht wird für einige Künstler auch zur Krumbacher Ausstellungspremiere. Bei Glogger & Partner beispielsweise sind Arbeiten des Münchner Künstlers Falk von Schönfels zu sehen.

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„Jahr für Jahr sich immer wieder selbst erneuern“: Dafür stehe die Krumbacher Kunstnacht, hat Kunstnacht-Initiator und Mitorganisator Sigurd Rakel immer wieder betont. Seit rund einem halben Jahr laufen die Vorbereitungen für die Kunstnacht, bei der es heuer 15 Stationen gibt. Diese Größenordnung hat sich bei der Kunstnacht, die 2007 erstmals stattfand, insgesamt eingependelt.

Die Eröffnung im historischen Rathaus bei Glogger & Partner am Marktplatz ist mittlerweile zur festen Tradition geworden. Falk von Schönfels, der Künstler, der diesmal bei Glogger & Partner ausstellt, ist, wie Claudia Glogger im Gespräch mit unserer Redaktion erklärt, für das Handelsblatt tätig. Auf diese Weise kam auch der Kontakt zu Glogger & Partner zustande. Zu sehen sind im historischen Rathaus unter anderem Gemälde in Acryl. In seinen Bildern setzt sich von Schönfels kritisch und gleichermaßen auch humorvoll mit der oft überdrehten Alltagswelt der Gegenwart auseinander.

Durch Krumbach bummeln und die Kunst genießen

2007 fand die Krumbacher Kunstnacht erstmals statt, die Aktion war damals maßgeblich die Idee Sigurd Rakels. In den Anfangsjahren waren es nur wenige Veranstaltungen. Das hat sich in den vergangenen Jahren gründlich geändert. Über die Menge des Angebots ist wiederholt diskutiert worden. Aber in der Regel würden die Besucher gar nicht erst versuchen, im Eiltempo alle Veranstaltungen und Ausstellungen zu besuchen, haben die Mitorganisatorinnen Anita Roth (Leiterin des Mittelschwäbischen Heimatmuseums) und Claudia Glogger mehrfach erklärt. Vielmehr würden sich die Besucher ihre Favoriten gezielt aussuchen. Angesichts eines überspannten Kunstmarkts sei eine Veranstaltung wie die Krumbacher Kunstnacht ein wohltuender Kontrast, ergänzt Sigurd Rakel.

Weitere Informationen zum Thema Kunst in Krumbach finden Sie hier:

Alfred Hennings, Krumbach und "100 Jahre"

Die Kunst ist für ihn ein Lebenspfeiler

Sigurd Rakels neue Formen der Abstraktion

Kunstnacht: Das ist im Jahr 2019 einmal mehr das klare Bekenntnis zu regionaler Kunst. Dafür steht auch die Aktion der aus Krumbach stammenden und in Stuttgart lebenden Künstlerin Doris Graf. Sie organisiert Zeichen-Aktionen für die Stadtbevölkerung. Kinder, Jugendliche und Erwachsene aus verschiedenen Bevölkerungsschichten werden eingeladen, ihr „Bild von Krumbach“ zu zeichnen. Doris Graf ist mit ihrer Aktion im Bürgerhaus zu Gast.

Bernd Scheitter präsentiert nach einjähriger Pause wieder seine in Handarbeit gebauten Maschinen (Bierbrunnen). In der Tagesstätte für seelische Gesundheit zeigt Karl-Heinz van Vügt (auch ein guter „alter Bekannter“ der Kunstnacht) neue Malerei-Arbeiten, Alfons Marsell präsentiert Tonskulpturen, ferner gibt es die Aktion „Mit-Gefühl“.

Mehrere Akzente von Sigurd Rakel

Sigurd Rakel setzt in der Kunstnacht mehrere Akzente. Zum einen mit seiner eigenen, aktuellen Ausstellung „EigenARTig“. Zum anderen beim Literatur-Kunst-Musik-Projekt in der neuen Aula des Krumbacher Simpert-Kraemer-Gymnasiums, das auch in Sachen moderne Architektur einen besonderen Schwerpunkt setzt. Das Kunststudio Karussell präsentiert sich in der TSV-Turnhalle. Im Café „Nimm Platz“ stellt der schwerhörige Maler Edmund Schultze Bilder aus seiner Zeit in Afrika aus. Niklas Tauber zeigt seine „Gedichtbilder“ (Diem). In der Galerie am Wasserschloss ist „Tragbare Kunst“ von Anne Menzel zu sehen. Barbara Lindner wird auch bei dieser Kunstnacht im Bürgerhaus wieder eine Auswahl von Fotografien vorstellen. Diesmal zum Thema „Erlebnis Lissabon“. In der ehemaligen Knöpfle-Halle ist Malerei von Dominik Widmann („Static Motion Control“) zu sehen. „Kunst-Traum im Kunst-Raum“ lautet der Titel der Aktion von Eva Herold-Fißl und Sylvia Endres im Mittelschwäbischen Heimatmuseum.

Dort ist auch die aktuelle Ausstellung mit Bildern von Alfred Hennings (1919 bis 2014) für Besucher zugänglich. Im Hürbener Wasserschloss stellt Christine-Elisabeth Gerstenkorn unter dem Titel „Zwei Seiten – Gedanken in Wort und Bild“ ihre Welt aus „Farben und Illusionen“ vor. Auch Lutz-Volker Spies (Sigurd Rakel nennt ihn „Stadtphilosoph“) beteiligt sich wieder an der Kunstnacht („Metamorphosen Neon“) im ehemaligen Restaurant Scheppach. In der Kirche St. Michael gibt es ab 20 Uhr ein Kirchenkonzert mit dem Blechbläser-Ensemble „Classic-Sound“ und Michael Dolp (Orgel). Das Abschlusskonzert zur Kunst- und Kulturnacht beginnt um 22.30 Uhr. Es spielen an der neu renovierten Orgel Michael Dolp und Jochen Schwarzmann (Klarinette). Und dann nimmt sich „Wabato movement“ (Andreas Birkner) die Stadt „von außen vor“. Ungewöhnliche Fahnen und Videos an den Wegen zwischen den einzelnen Kunstnacht-Stationen spielen dabei eine wichtige Rolle, wie die Kunstnacht-Organisatoren erläutern.

Es ist sozusagen wieder eine „geballte Ladung Kunst“, die die Besucher der Kunstnacht am 23. November genießen können.

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