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28.03.2009

Durchwachsene Tourismusbilanz

Krumbach "Durchwachsen": So würden möglicherweise viele die Krumbacher Tourismusbilanz für das Jahr 2008 bezeichnen. Die Zahl der Übernachtungen und der Ankünfte in Krumbach lag unter der Zahl des Jahres 2007, eine Steigerung gab es aber bei der durchschnittlichen Aufenthaltsdauer. Bürgermeister Hubert Fischer und die Tourismusbeauftragte Dr. Bibiana Walder sehen die Stadt in Sachen Tourismus aber weiterhin auf dem richtigen Weg: Es sei richtig, auf das Thema Gesundheit zu setzen. Für heuer sei die Eröffnung eines Kneipp-Kräutergartens geplant, möglicherweise werde bis zum Herbst ein neues Logo präsentiert, der Internetauftritt soll verbessert werden. Die Zahl der Übernachtungen lag 2008 bei 62 135 (2007: bei 64 658). Grund für den Rückgang sei wohl nicht zuletzt die Nutzung des Legoland-Feriendorfs durch viele Touristen, meinten Fischer und Walder. Eine Rolle habe auch die Tatsache gespielt, dass das Wetter während der Osterferien 2008 schlecht gewesen sei. Fischer und Walder sagen aber auch: Wenn die Zahl der Übernachtungen auf 100 000 gesteigert werden solle, müsste die Bettenkapazität erhöht werden. Fischer betonte, dass er sich freuen würde, wenn sich hier die heimischen Hoteliers einbringen würden.

Kneipp und Gesundheit: Wie wird das Thema von den heimischen Hoteliers angenommen? Fischer und Walder ziehen insgesamt eine positive Bilanz. Zuletzt sei ein Konzept mit Wellness-Pauschalen auf den Weg gebracht worden. Übernachtung in einem Krumbacher Hotel, Gesundheitsanwendungen im Krumbad: Das sei das Konzept dieser Pauschalen. Es sei gelungen, sechs von acht Hoteliers dafür zu gewinnen, erläuterte Dr. Bibiana Walder im Gespräch mit unserer Zeitung. Das Krumbad bleibe in Sachen Tourismus die wichtigste Trumpfkarte. Entgegen dem allgemeinen Trend in Krumbach gab es hier bei den Übernachtungen auch eine Steigerung. 30 174 waren es 2008, 2007 lag die Zahl bei 29 071. Auch bei den Ankünften gab es ein Plus: 2232 (2008) gegenüber 2175 (2007). Dies zeige, so Fischer und Walder, dass es im Bereich des Gesundheitstourismus noch viele Möglichkeiten gebe.

In der Zeit vom 20. bis 28. Juni soll dieses Thema mit vielen Aktionen der Öffentlichkeit nahe gebracht werden. Geschäfte, Vereine, Ärzte und Apotheken wollen sich an diesen Aktionstagen beteiligen. Fertig sein soll bis dahin auch der neue Kneipp-Kräutergarten zwischen dem Ostfriedhof und der Kammel. Er ergänzt den Krumbacher Kneipp-Rundweg.

Damit sich die Stadt nach außen einheitlich präsentieren kann, wird derzeit von der Augsburger Contrast Marketing ein neues Logo entwickelt. Bürgermeister Fischer räumt ein, dass diese Aufgabe nicht ganz leicht sei. Für Wellness würden die Farben Grün und Blau stehen. Im Krumbacher Stadtwappen würden aber Rot und Weiß dominieren. "Und diese Farben sind bei den Krumbachern tief verankert". Wie bringt man all dies unter einen Hut? Fischer hofft, dass eventuell bis zum Herbst eine Lösung gefunden wird und das neue Logo präsentiert werden kann.

Durchwachsene Tourismusbilanz

Verbessert werden soll der Internetauftritt der Stadt. Für den IT-Bereich werde, so Fischer, eine neue Kraft eingestellt. Die Entscheidung soll am Montagabend in der nicht öffentlichen Sitzung des Krumbacher Stadtrates fallen. Eine von vielen Aufgaben der neuen Kraft werde die Verbesserung der Internetseite sein. Manches könne laut Fischer rasch geschehen, wie etwa die Beschreibung der Ortsteile oder die Erweiterung des Veranstaltungsplans. Ein wichtiges Ziel sei der elektronische Behördengang (E-Government). Wichtige Formulare könnten dann im Internet heruntergeladen werden. Aber das sei eine schwierige Aufgabe, werde Zeit brauchen und müsse gut vorbereitet werden, betont Fischer. Daher sei es nicht damit getan, für die Krumbacher Internetseite einen pfiffigen Schüler zu engagieren, wie dies einige vorschlagen würden.

Info-Stelle neu gestalten

Langfristig vorgesehen ist nach Auskunft von Dr. Bibiana Walder auch eine Neugestaltung der Info-Anlaufstelle für Touristen in der Krumbacher Innenstadt, die derzeit im Alten Rathaus von Glogger & Rogg betreut wird. Man könne eventuell leer stehende Räumlichkeiten in der Innenstadt dafür nutzen, erläuterte Fischer. In die Arbeit einer Verwaltungskraft könne dann eventuell der Bereich Tourismus integriert werden.

Bei den jüngsten Bürgerversammlungen spielte das Thema Tourismus nur am Rande eine Rolle. Ist es bei den Menschen angekommen? Fischer meint, dass bei Bürgerversammlungen üblicherweise nicht Stadtentwicklungsfragen im Vordergrund stünden. Meist ginge es um das Thema Verkehr. Krumbach sieht er in Sachen Tourismus auf dem richtigen Weg. Das Thema Gesundheit werde im Vordergrund stehen. Kneipp-Kurort zu werden: Das sei eine "Vision, ein Fernziel". Krumbach wird dabei intensiv auf Qualität setzen.

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