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Konzert

14.04.2015

Ein Abend wie ein böhmisches Märchen

Aus einer breiten Palette aus der Musikliteratur bestand das Programm beim „Abend der Blasmusik“ in Attenhausen. Unser Bild zeigt die beiden Glückspilze, Ulrike Graile und Christoph Weber bei ihrem gleichnamigen Solovortrag.
Bild: Werner Glogger

Attenhauser Musikanten präsentieren Programm quer durch die Blasmusikliteratur

„Im Wesen der Musik liegt es, Freude zu bereiten.“ Dieses Aristoteleszitat ist bezeichnend für den Verlauf und das Programm beim „Abend der Blasmusik“ in Attenhausen.

Dirigent Thomas Mayer und seine 25 Musikanten haben mit einem Melodienreigen aus einer breiten Palette der Musikliteratur den Geschmack der Blasmusikfreunde voll getroffen. Jedenfalls waren die überaus zahlreichen Besucher im Saal des Bürgerhauses schon vom ersten Stück an begeistert und zollten auch den weiteren Darbietungen viel Beifall. Mit dem „Riviera-Marsch“ aus dem Repertoire der Egerländer Musikanten gelang der Kapelle ein fulminanter Auftakt, ist es doch ein Marsch „mit Signalwirkung“ und selten gespielt, wie Moderator Joshua Hörberg erläuterte.

In gewohnt gewitzter Form und mit Pointen gespickt führte er durch das Programm, willkommene Pausen für die Musiker. Die waren vonnöten, denn die „schönsten Melodien aus Werken von Verdi“ erforderten viel Konzentration und Ausdauer. Doch Walter Tuschla verstand es in seinem Arrangement, dass auch kleinere Kapellen sich in die Musik der Klassik und Oper wagen können. Ob aus „La traviata“, der Gefangenenchor aus „Nabucco“ oder aus Aida der „Triumphmarsch“ und weiteren, ließen diese Melodien zu einem Höhepunkt des Abends werden.

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Ganz neu im Programm befindet sich die „Bodensee-Polka“, mit einer Tenorhorn-Kadenz am Anfang, ein gefühlvolles Werk von Alexander Pfluger. Solistische Stücke bereichern das Programm und sind ein musikalisches Schmankerl, wie das „Traumland“ von Peter Schad bewies. Sabrina Graile, Karlheinz Herz, Andreas König und Johann Rothermel ließen diesen Slow Rock bravourös auf ihren Trompeten erklingen.

Passend zu den Ehrungen folgte die „Egerländer Jubiläumspolka“ und der Marsch „Furchtlos und treu“ vom Altmeister der Marschmusik, Julius Fucik, leitete den zweiten Programmteil ein.

Mit „Walzerträume“ von Peter Schad wird die Kapelle am Wertungsspiel in der Disziplin „böhmisch-mährisch“ teilnehmen. Vorab bewertete das Publikum den präzisen Vortrag mit der höchstmöglichen Punktzahl – mit lautstarkem Beifalls.

„Zwei Glückspilze“ verkörperten schließlich Ulrike Graile und Christoph Weber im gleichnamigen Solostück für Tenorhorn und Bariton. Der anspruchsvollen Polka „Das Echo der Berge“ folgte die eher gemütliche, gut spielbare und ins Gehör gehende Polka „Böhmisches Märchen“, treffend für den gelungenen „Abend der Blasmusik“. Der gleichen Meinung war das Publikum, das mit der Polka „Im Wäldchen“ und „Wir Musikanten“, dirigiert vom frischgebackenen Ehrendirigenten Ulrich Graile und von den Zuhörern mitgesungen, zwei Zugaben einforderte. (wgl)

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