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28.06.2009

Ein Aufbruch in eine neue Welt

Ursberg (pac) - Das Ringeisen-Gymnasium der St. Josefskongregation Ursberg verabschiedete 82 Abiturientinnen und Abiturienten und entließ sie "in eine neue Welt", viele gut gerüstet mit beachtlichen Abiturschnitten: 21 erreichten eine Eins vor dem Komma.

Eine besondere Bedeutung kam dem Gottesdienst zu, der von der 13. Jahrgangsstufe feierlich gestaltet und von Benefiziat Ralf Gührer zelebriert wurde. Das Motto lautete "Aufbruch", das Überraschungen, neue Erfahrungen, aber auch Abschied beinhaltet. Darauf bezogen sich die Lesung (Gen 12, 1-9): "Der Herr sprach zu Abraham: Zieh weg aus deinem Land, ..." und das Evangelium (Mt 4, 13-17): "Jesus verließ Nazareth, um in Kafarnaum zu wohnen, ..." Und schließlich kommt das Wort " Abitur" vom lateinischen "abire" = "weggehen". Daran spannte Ralf Gührer den ersten Bogen seiner Predigt. Das Abitur und das Wegziehen, so der Pfarrer, seien nun einmal mit Arbeit, Mut und Willen verbunden - und eben auch mit Abschied. Hier setzte er den zweiten Akzent seiner Ansprache und erinnerte eindringlich an die Endlichkeit aller Dinge und auch des Lebens: "Es gibt viele Abschiede im Leben. Wer das weiß, für den ist der Augenblick die wichtigste Zeit und er wird kostbar." Mit einer Einzelsegnung wurden die Abiturienten am Ende des Gottesdienstes von Ralf Gührer entlassen.

Den Reichtum erkennen

Die Feier im Ringeisensaal wurde musikalisch gestaltet vom Chor, dem Vokalensemble und von Solistinnen (Klavierbegleitung: Stefanie Joas, Leitung: Matthias Jannetti). Die Elternbeiratsvorsitzende, Brigitte Grenzstein, nannte in ihrem Grußwort zahlreiche Gründe, dankbar zu sein, und rief den Abiturienten zu: "Erkennen Sie, wie reich Sie sind!" Sie machte deutlich, dass dieser Reichtum an Wissen, aber auch an menschlichen Beziehungen eingesetzt werden müsse, um Schwierigkeiten und Auseinandersetzungen zu bewältigen. Mit einer kurzen Geschichte, in der ein Eremit eine Maus verjagt, weil sie ihn beim Beten stört, verdeutlichte sie diesen Gedanken: Die Maus nämlich sagt zum Eremiten: "Wie willst du mit Gott eins werden, wenn du nicht einmal mit mir einig bist?" Ihr Dank galt allen Beteiligten für ihr engagiertes Wirken - der Schulleitung, dem Kollegium und der St. Josefskongregation. Die Kollegstufensprecher Sarah Spengler, Thomas Baur und Florian Graßl zeigten ihre Schulzeit anhand einer Beamer-Präsentation: Neben sämtlichen Klassenfotos gewährten sie auch einen Einblick in die zahlreichen Fahrten und frischten so manche Erinnerung auf. Sie bedankten sich bei ihren Eltern, den Lehrkräften, der Schulleitung, dem Sekretariat und den Hausmeistern für die vielfältige Unterstützung, die sie erfahren durften.

Ein Aufbruch in eine neue Welt

Philosoph und Physiker

Oberstudiendirektor Georg Gerhardt zitierte in seiner Ansprache den Philosophen und Physiker Carl Friedrich von Weizsäcker, der zwei Dinge im Leben für wichtig hielt: Wahrheit und Nächstenliebe. Gerhardt füllte diesen Gedanken mit Leben und Inhalt, indem er die Abiturienten aufforderte, kritisch zu sein (anderen und sich selbst gegenüber), ihrem Gewissen zu folgen, die Wahrheit zu suchen, Zivilcourage, Toleranz und Solidarität mit ihren Mitmenschen zu üben und immer das persönliche Gespräch zu pflegen.

Zum Schluss sprach er allen Beteiligten für die ausgezeichnete Zusammenarbeit seinen Dank aus, insbesondere Schwester M. Gunda Gruber, Generaloberin der St. Josefskongregation, Schwester M. Katharina Wildenauer als Generalvikarin und Schwester M. Canisia Maurer als Generalökonomin für das unermüdliche Engagement und die sichere finanzielle und ideelle Unterstützung der Schule. Bei der Vergabe der Zeugnisse wurden Daniel Beck, Janina Gerstner, Ruth Jeckle, Katharina Kopper und Patrick Mayr für ihre sehr guten Ergebnisse (Abiturschnitt 1,5 oder besser) mit Buchpreisen bedacht.

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