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Landkreis Günzburg

10.05.2015

Ein Besuch für mehr Gesundheit

Der Landkreis ist in das Förderprogramm "Gesundheitsregion plus aufgenommen worden. Den Förderbescheid überreichte die bayerische Gesundheitsministerin Melanie Huml. DasFoto zeigt (von links) Julia Zahren, die künftige Leiterin der Geschäftsstelle "Gesundheitsregion plus", den Landtagsabgeordneten Dr. Hans Reichhart, die stellvertretende Landrätin Monika Wiesmüller-Schwab, den Landtagsabgeordneten Alfred Sauter, Ministerin Melanie Huml und Landrat Hubert Hafner.
Bild: Greta Kaiser

Die medizinische Versorgung und die Prävention sollen in der Region ausgebaut werden. Das kostet viel Geld. Deshalb kam Ministerin Melanie Huml jetzt nach Günzburg.

Den Förderbescheid hat Landrat Hubert Hafner schon, das Geld kommt nach und nach in Raten: Der Landkreis ist in das bayernweite Programm „Gesundheitsregion plus“ aufgenommen worden. Die bayerische Gesundheitsministerin Melanie Huml kam jetzt ins Landratsamt, um die gute Nachricht persönlich zu überbringen. Hafner nutzte die Gelegenheit, um der Ministerin noch ein Anliegen mit auf den Weg zu geben.

Nach dem Eintrag ins Goldene Buch des Landkreises erläuterte die Ministerin kurz Sinn und Zweck des Förderprogramms „Gesundheitsregion plus“. Nicht zuletzt in den ländlichen Regionen sollen die medizinischen Versorgungsangebote und die gesundheitlichen Präventionsmöglichkeiten gestärkt, ausgebaut und besser vernetzt werden. Das gilt für die Krankenhäuser, für Ärzte und Pflegekräfte, die medizinische Betreuung Älterer oder chronisch Kranker sowie die Palliativmedizin und die Hospizversorgung. „Wir wollen die kommunale Ebene stärken, Sie vor Ort wissen am besten um Chancen und Probleme“, erklärte die Ministerin.

Das alles kostet Geld – nicht zuletzt die Einrichtung einer Geschäftsstelle, die im Kreis die künftige Arbeit der „Gesundheitsregion plus“ koordinieren und leiten soll. Leiterin der Geschäftsstelle ist Julia Zahren, die Landrat Hafner der Gesundheitsministerin jetzt vorstellte. „Wir stehen Gewehr bei Fuß, wir wollen so bald wie möglich beginnen“, versicherte Hafner.

Mit bis zu 50000 Euro pro Jahr und angelegt auf fünf Jahre werden die Gesundheitsregionen vom Freistaat finanziell unterstützt. Der Landkreis Günzburg wird nach Melanie Humls Worten in den kommenden fünf Jahren etwa 243500 Euro an Fördermitteln erhalten.

Da die Ministerin schon mal im Haus war, brachte der Landrat noch ein Anliegen vor. In seinen Kreis- und Stiftungsaltenheimen wolle der Landkreis die Pflegekräfte gut und womöglich noch besser bezahlen, betonte Hafner. Trotz aller Sparmaßnahmen tragen die Altenheime dem Landkreis nach den Worten des Landrats schon jetzt ein jährliches Defizit von etwa einer Million Euro ein. Größter Posten sind die Personalkosten.

Das Problem: Von den Krankenkassen werde dem Landkreis durchschnittlich ein Pflegesatz vergütet, der dem Gehalt eines oder einer 30-jährigen Ledigen entspreche. Ältere, verheiratete und damit teurere Pflegekräfte gingen überwiegend zu Lasten des Landkreises als Träger der Heime. Bei einer besseren Bezahlung des Pflegepersonals, „gegen die ich nichts haben“, wachse das Defizit weiter an.

Die Gesundheitsministerin erwiderte, Grundsatz bei den Pflegesatzverhandlungen mit den Kassen sei, dass ein höherer Tariflohn für das Pflegepersonal nicht zum Nachteil für die Träger der Altenheime werden dürfe. Melanie Huml: „Das ist ein erster wichtiger Schritt“. Durch eine bessere Entlohnung sollen die Pflegeberufe für Nachwuchskräfte attraktiver werden.

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