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Garten-Serie (8)

21.08.2020

Ein Breitenthaler Genussgarten mit Tausenden kleinen Helferlein

8 Bilder

Plus Andrea Bollenmiller aus Breitenthal ist Hobbygärtnerin, Imkerin, Baumwart und Gartenpflegerin. Spezielle Plätze zum Entspannen gibt es in ihrem Garten für jede Tageszeit.

In einem Kasten, etwas größer als eine Getränkekiste, gleich neben der Terrasse, wuselt es. Bienen fliegen aus und ein. Geht man über die Treppe zur Terrasse, kreuzt man ihre Flugbahn. Die Bienen fliegen einem um die Beine. „Das ist ein Jungvolk, die sind sehr brav“, erklärt Andrea Bollenmiller. Die Breitenthalerin ist nicht nur Hobbygärtnerin, sondern auch Imkerin. Und in ihrem eindrucksvollen Garten gibt es ganz spezielle, liebevoll gestaltete Orte für ruhige Momente.

Und die Bienen? Sie kümmern sich nur um ihre Arbeit. An Menschenbeinen scheinen sie nicht interessiert zu sein. Verteilt über den Garten der Familie Bollenmiller in Breitenthal gibt es neun Bienenkästen. Grob gerechnet kommt Andrea Bollenmiller auf rund 150000 Bienen, die in diesem Garten leben.

Sie ist von Beruf Krankenschwester

Andrea Bollenmiller ist von Beruf Krankenschwester. In ihrer Freizeit hat sie sich am Krumbacher Kreislehrgarten zum Baumwart und zur Gartenpflegerin weitergebildet. Ihre Kenntnisse hat sie in ihrem naturnahen und gepflegten Garten umgesetzt. Es fällt die Liebe zu Pflanzen und Tieren gleichermaßen auf. Von unterschiedlichen Gemüsearten (die Tomaten hängen wie Trauben an der Staude), vielen bienenfreundlichen Pflanzen bis zu einigen exotischen Pflanzen kann man hier alles entdecken. Am Bischofskraut tummeln sich auch Wildbienen. Ein Insektenhotel lädt sie zum Bleiben ein. Verschiedene Schmetterlinge suchen mit Vorliebe die Schmetterlingssträucher auf.


Im Bienenkasten gleich neben der Terrasse herrscht emsiges Treiben.
Bild: Monika Leopold-Miller

Doch nicht nur an die Insekten wird gedacht. Für unterschiedliche Vögel wie Stare, Meisen und Fledermäuse sind Nistkästen angebracht. Selbst ein Falke hat sich an einem Balken am Haus eingenistet, erzählt Andrea Bollenmiller.

Ihrem Hund ist es an diesem Tag zu heiß

Dem elfjährigen Mischlingshund Sammy ist es an diesem Tag zu heiß. Langsam trottet er beim Gang durch den Garten nebenher. Sein Frauchen stellt ihn in eine mit runden Kieseln und erfrischend kühlem Wasser gefüllte Wanne. „Das tut ihm gut“. Sammy weiß nicht so recht, er zieht sich lieber in ein schattiges Plätzchen zurück.


Ganz tief eintauchen in die Hibiskusblüte: Die vielen Bienen im Garten von Andrea Bollenmiller sind fleißig am Werk.
Bild: Monika Leopold-Miller

Plätze zum Ausruhen gibt es im Garten gleich mehrere. „Wir haben unsere bestimmten Plätze für morgens, mittags, nach dem Essen und für abends. Und der Wintergarten ist für alle Jahreszeiten da“, sagt Andrea Bollenmiller. Aber vor dem Ausruhen kommt in einem Garten die Arbeit. Doch die Gärtnerin sieht es sportlich. „Der Rasen wird mit einem Mäher ohne Antrieb gekürzt“, sagt sie. Gartenarbeit als sportliche Betätigung? Bei Bollenmillers mit Sicherheit, denn der Garten liegt an einem Hang.

In diesem Pavillon lässt es sich gut aushalten. Für verschiedene Tages- und Jahreszeiten gibt es im Garten immer das passende Plätzchen.
Bild: Monika Leopold-Miller

Hinunter geht es zu einem kleinen Teich, in dem es auch einen kleinen Wasserfall gibt. Seerosen breiten sich auf dem Wasser aus. Darunter wohnt ein besonderer Liebling der Familie. Es ist der Goldfisch Pauli. Pauli lässt sich an diesem heißen Tag nur kurz sehen. „Manchmal ist er so zutraulich, dass er sogar am Finger saugt. Oder er lässt sich am Wasserfall den Rücken massieren“. Pauli lebt schon viele Jahre im Teich. Vor Jahren hatte Ehemann Hermann Bollenmiller mehrere Goldfische geschenkt bekommen, die sich im Laufe der Zeit stark vermehrten und für den Teich zu viel wurden.

Ein Fisch tauchte dann doch noch auf

Deshalb wurden die Fische an andere Goldfischliebhaber abgegeben. „Wir gingen davon aus, dass der Teich leer ist. Doch eines Tages tauchte doch noch ein Fisch auf. „Wir nannten ihn Pauli. Er ernährt sich nur von dem, was er im Teich und am Teichrand findet. Am Efeu knabbert er gerne, gekauftes Fischfutter dagegen verschmäht er“, erzählt Andrea Bollenmiller. Menschen, Tiere und Pflanzen, in diesem Garten fühlen sich alle wohl.

Im Gartenteich blühen die anmutigen Seerosen.
Bild: Monika Leopold-Miller

Lesen Sie hier die vorherigen Teile unserer Garten-Serie:

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