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Ellzee

24.11.2019

Ein Ellzeer Künstler und seine besondere Botschaft

Wolfgang Klein zeigt stolz auf seine Christi Geburt-Darstellung, zu der neben Maria und Josef auch Hirten und die Heiligen Drei Könige gehören.
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Wolfgang Klein zeigt stolz auf seine Christi Geburt-Darstellung, zu der neben Maria und Josef auch Hirten und die Heiligen Drei Könige gehören.
Bild: Hans Bosch

Zahlreiche Werke des Terrakotta-Künstlers Wolfgang Klein sind im Landkreis zu sehen. Jetzt arbeitet er an einem Gedenkweg für Georg Simnacher.

Sein Lieblingsobjekt sind Schutzengel in beliebigen Farben und Größen, die von zehn Zentimeter bis zwei Meter reichen. Der Pädagoge und Keramikkünstler Wolfgang Klein hat einen Grund dafür: „Er hat mir in meinem Leben schon viel geholfen und ist in manch gefährlicher Situation oft an meiner Seite gewesen.“ Sein Schaffen bezieht neben kirchlichen Motiven auch lebensgroße Figuren wie Personengruppen, Möbelstücke, Leuchter und Schmuckplastiken für Gartenanlagen ein, jeweils naturbelassen oder farblich gefasst. In nächster Zeit präsentiert er einen kleinen Teil seiner Werke in einer Ausstellung in der Schalterhalle der Krumbacher Sparkasse.

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Seine künstlerische Ader zeigte sich bei Wolfgang Klein bereits in der Jugendzeit. Im Jahre 1952 in Scheppach geboren, absolvierte er das Pädagogikstudium für das Lehramt an Grund- und Hauptschulen. Seinem Hobby entsprechend bildete er sich gleichzeitig in Augsburg zum Experten für Kunsterziehung mit Schwerpunkt keramisches Gestalten aus. Die „Lehrmeister“ waren die Mindelheimer Museumsgründerin und Professorin Hilda Sandtner sowie deren Augsburger Kollege Leo Schmitt. Ab 1972 unterrichtete er 25 Jahre an der Grundschule Bibertal, bevor er für 20 Jahre nach Reisensburg wechselte und dort bis zu seinem Ruhestand blieb. Verstärkt der Kunst widmete er sich dann ab 1976 nach dem Kauf der alten Schule in Ellzee.

In der näheren Umgebung sind seine Terrakotta-Figuren an der Außenfassade und im Inneren der Pfarrkirchen Mindelzell und Balzhausen zu bewundern. Aber auch der erst vor wenigen Jahren errichtete Kreuzweg zwischen Balzhausen und der Blumenfeldkapelle kommt aus seiner Hand. Bei den einzelnen Stationen handelt es sich um Tonmedaillons, die von Stahlstelen in Edelrost getragen werden. Weitere Kreuzwege schuf er für die katholische Pfarrei in Rain/Lech sowie die Wallfahrtsstätte Marienfried bei Pfaffenhofen. Gemeinsam mit seinem Künstlerkollegen Theodor Krötzinger aus der Nachbargemeinde Kammeltal schuf Klein zudem das bekannte Bauernkriegsdenkmal westlich von Leipheim. Es erinnert an die Schlacht im April 1525, in deren Verlauf der rund 6000 Mann starke „Leipheimer Haufen“ eine fürchterliche Niederlage erlitt, der Tausende von Bauern aus der Umgebung zum Opfer fielen.

Wanzl-Firmengelände ausgestaltet

Es sind aber keineswegs nur kirchliche oder geschichtsträchtige Orte, an denen Klein sein Können zeigt. Stolz ist er ebenso, dass ihm die gesamte Außengestaltung des neuen Wanzl-Firmengeländes in Leipheim übertragen wurde. Dies gilt ebenso für das Werk Guntia 2000 in Form von 20 Stahlstelen mit einem herausragenden Ereignis aus jedem Jahrhundert der Günzburger Stadtgeschichte, die im Klinikbereich zu sehen sind. Vielfach beauftragt wurde der Künstler mit der Gestaltung von Brunnen und Schulhöfen, Krankenhäuser und Seniorenheimen zwischen Allgäu und Ries. Sehenswert ist ebenso der Park rund um sein eigenes Wohnhaus. Dieser präsentiert sich als nicht alltägliches Schmuckstück mit Hauskapelle, plätschernden Wässern und Brunnen sowie mannshohen Skulpturen aus einem der drei großformatigen Brennöfen in der eigenen Werkstatt. Gedanklich beschäftigt sich Klein derzeit mit einem Gedenkweg für den ehemaligen Landrat Dr. Georg Simnacher. Wie der aussehen soll? „Zwölf große Stelen mit je einer prägnanten Aussage Simnachers.“ Und was ist das Ziel des Künstlers? „Mit meinen Werken will ich einen Beitrag zur Verschönerung unserer Heimat leisten und gleichzeitig die Betrachter zum Denken anregen.“

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