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Krumbach

28.07.2018

Ein Kleinod der Stadt ist wieder herausgeputzt

Das alte „Feuerwehrgerätehaus Hürben“ in Krumbach ist grundlegend saniert worden und nimmt neue Aufgaben für den Feuerwehrdienst wahr. Bei der Übergabe von der Stadt an die Feuerwehr freuen sich: (im Bild von links) Bürgermeister Hubert Fischer, Zweiter Bürgermeister Gerhard Weiß, Tobias Handel vom Stadtbauamt Krumbach und von der Feuerwehr Krumbach Kommandant Mathias Vogel, Vorstand Christian Seitz und Walter Gleich von der FF-Oldtimergruppe. 

Das über 100 Jahre alte Hürbener Feuerwehrhaus wurde umfassend renoviert. Was es jetzt beherbergt.

Ursprünglich als Gerätehaus für die Feuerwehr Hürben erbaut ist das Gebäude in der Robert-Steiger-Straße 15 (nördlich an der Einfahrt zur Kapellengasse) längst zweckentfremdet als Lagerstätte verwendet worden. Der nagende „Zahn der Zeit“ hat zudem dem Gebäude in vergangenen Jahrzehnten immer mehr sichtbar zugesetzt. Bis der Stadtrat neuerdings die „grundlegende Sanierung des alten früheren Hürbener Feuerwehrgerätehauses auf die Prioritätenliste innerstädtischer Baumaßnahmen gesetzt hatte. Das Ergebnis heute: Nach monatelanger Bauhandwerkertätigkeit am und im Haus sind die Arbeiten abgeschlossen – das „Feuerwehrgerätehaus Hürben“ zeigt sich herausgeputzt und optimal bereit für eine neue Zweckbestimmung.

Ein Blick in die Baugeschichte

Die ursprüngliche Baugeschichte dabei ist – mit Blick auf die damaligen Verhältnisse, die Stadt Krumbach und das seinerzeit (noch) selbstständige Dorf Hürben betreffend, durchaus amüsant. Zur Erinnerung: Am 1. Oktober 1902 wird hierorts ein überaus bedeutsames Ereignis begangen: Die Stadt Krumbach (rund 2000 Einwohner) und die Gemeinde Hürben (rund 1300 Einwohner) werden, nach zähem Ringen und ursprünglichen Bedenken aus Hürbener Sicht, vereinigt. Gerade einmal knapp zwei Monate zuvor, im August beschließt der Gemeinderat von Hürben noch unter Bürgermeister Anton Nagenrauft, „in Hürben ein neues Feuerwehrgerätehaus zu bauen“. Auf einem Platz „an der Anstaltsgasse gelegen“ (später war das die Fabrikstraße, die heutige Robert-Steiger-Straße). Das Gebäude wird umgehend von dem Baumeister Viktorin Amann aus Hürben erbaut und erfüllte ab dem Jahr 1903 seinen Zweck im Dienste des lokalen Brandschutzes und der Sicherheit, für die Hürbener (und Krumbacher) Bürger. Wie gesagt, seit Jahrzehnten hat die Krumbacher Feuerwehr ihr Domizil im Feuerwehrgerätehaus an der Mühlstraße – und keine Bindung mehr ins benachbarte ehedem Hürbener Gerätehaus. Und genau das wird sich ändern: Wie Bürgermeister Hubert Fischer beim Lokaltermin an der Robert-Steiger-Straße hervorhob, können Ausbildungsutensilien, diverses Mobiliar und insbesondere Gerätschaften für die Feuerwehr-Jugendausbildung von der Mühlstraße jetzt in die neu gestalteten Räume verfrachtet und dort optimal gelagert und verwendet werden. „Dadurch kann im Feuerwehrhaus selbst für den aktiven Feuerwehrdienst dringend benötigter Raum frei und nutzbar gemacht werden“, freuten sich vor Ort Feuerwehr-Vorstand Christian Seitz und der erste Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Krumbach, Mathias Vogel. Auch Walter Gleich, ehemals jahrzehntelang Kommandant und Vorstand der Krumbacher Feuerwehr bedankte sich in seiner Eigenschaft als Feuerwehr-Oldtimer-Betreuer, dass der Oldtimer Mercedes Kru-205 (Baujahr 1953) jetzt auch ein eigenes Zuhause gefunden hat. Die Feuerwehr-Abteilungen „Jugend“ und „Oldtimer-Gruppe“ teilen sich damit die Freude über die Möglichkeiten der Nutzung des (wie neuen) „Feuerwehrgerätehauses Hürben“, das mit gelungener Fertigstellung (Kosten etwa 80 000 Euro) nach Einschätzung von Bürgermeister Hubert Fischer durchaus als ein „Kleinod in unserer Stadt“ bezeichnet werden dürfe. (k)

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