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Krumbach

20.05.2017

Ein Krumbacher Haus im Zeichen der Hilfe und der Bildung

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Sie freuen sich über die Fertigstellung des neuen Bürgerhauses (von links): Heike Feßler, Andrea Gruber, Bürgermeister Hubert Fischer, Lisa Schmid, Birgit Baumann und Sonja Schantini.
Bild: Peter Bauer

Krumbachs neues Bürgerhaus wurde offiziell seiner Bestimmung übergeben. Welche Vorteile die neue Einrichtung den Menschen bringt.

Es ist der Ort, an dem sich einst der Hürbener Marktplatz befand. Nun hat dieser Platz für Krumbach wieder eine herausragende Bedeutung. Am Freitag wurde das neue Krumbacher Bürgerhaus offiziell seiner Bestimmung übergeben. Bürgermeister Hubert Fischer brachte in seiner Ansprache auf den Punkt, wofür die neue Einrichtung steht: Es gehe darum, Menschen, „die uns brauchen, zu helfen“. Im Bürgerhaus finden eine ganze Reihe von Einrichtungen Platz, bei denen die kleine und große Hilfe im Mittelpunkt steht. Dies reicht von der Fachstelle zur Vermeidung von Wohnungslosigkeit, der Beratungsstelle für Alleinerziehende bis hin zur Selbsthilfegruppe für Menschen mit Handycap und der Nachbarschaftshilfe. Neu eingerichtet ist ein Bürgertreff (bisher in der Karl-Mantel-Straße). Auch die Krumbacher Volkshochschule findet hier eine neue Bleibe. Überdies gibt es einen Veranstaltungsraum, der rund 60 Personen Platz bietet. Viele der verschiedenen Dienste und Institutionen waren bisher mehr oder weniger quer über das Stadtgebiet verstreut. Nun werden ihre Aktivitäten an einem Ort gebündelt, so finden die Bereiche Soziales und Bildung miteinander zusammen, Aktivitäten können besser als bisher aufeinander abgestimmt werden. Im Bürgerhaus wird professionelle mit freiwilliger Hilfe zusammengebracht.

Bisheriges Schwarzbäck-Haus grundlegend saniert

Für die Einrichtung des neuen Bürgerhauses wurde das bisherige Schwarzbäck-Haus grundlegend saniert. Die Planung ging von Kosten von etwa 1,2 Millionen Euro aus. Bürgermeister Hubert Fischer ging im Gespräch mit unserer Zeitung davon aus, dass dieser Betrag allenfalls geringfügig überschritten werde. Zudem gibt es einen Zuschuss in Höhe von rund 750000 Euro im Rahmen der Städtebauförderung. Bei der Einrichtung wurde darauf geachtet, dass die Räume für Kinder und Menschen mit Behinderung gleichermaßen optimal zugänglich sind. Der Bürgermeister dankte allen an diesem für Krumbach so wichtigen Projekt Beteiligten. Federführend bei der Koordination des Projekts war das Architekturbüro Jakob. Ulrike und Jochen Jakob übergaben dem Krumbacher Bürgermeister bei der Feierstunde am Freitag symbolisch einen großen Schlüssel.

Die Segnung des neuen Gebäudes erfolgte durch den katholischen Pfarrer Hermann Ehle und den evangelischen Pfarrer Eugen Ritter. Den Geist, der für das neue Bürgerhaus steht, verglich Ritter symbolisch mit Schokolade. In der Schokolade gebe es Stoffe, die ein Glücksgefühl auslösen. Auch Menschen, die sich für andere Menschen einsetzen, könnten selbst ein großes Glücksgefühl erleben. Pfarrer Ehle stellte in seinen Worten den Gedanken des „zusammen“ in den Mittelpunkt. Helfen und miteinander die Schwierigkeiten des Lebens meistern: Nicht zuletzt dafür stehe die neue Einrichtung.

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Johanna Herold, die Vorsitzende der Krumbacher Volkshochschule, sprach für alle künftigen Nutzer des neuen Krumbacher Bürgerhauses und stellte diese kurz dem Publikum vor. Große Hilfe bei menschlichen Schicksalen, aber auch kleine Hilfe im Alltag: Beides könne das Bürgerhaus leisten.

Die neue Einrichtung biete Raum für ehrenamtliches und hauptamtliches Engagement und führe beides zusammen. Mit Andrea Gruber (Teamleitung), Lisa Schmid und Sonja Schantini sind dort auch Mitarbeiterinnen der Krumbacher Stadtverwaltung untergebracht. Hinzu kommen Heike Feßler (Familienstützpunkt) und Birgit Baumann (Quartiersmanagerin und Jugendpflegerin). Auch Johanna Herold dankte der Regierung von Schwaben für die umfassende Förderung des Projekts. Bürgermeister Fischer habe die Idee gehabt, ein Bürgerhaus einzurichten. Es zeige sich nun, dass es richtig gewesen sei, den Weg der aufwendigen Sanierung zu gehen.

Tag der offenen Tür geplant

Das Bürgerhaus soll eine Anlaufstelle für alle Generationen sein. Unter anderem dies illustrierte der kurze Film, den Grafiker Marc Hettich zusammengestellt hatte und der bei der Feierstunde am Freitag vorgeführt wurde. Umrahmt wurde die Feierstunde von Musikerinnen und Musikern der Berufsfachschule für Musik. Der Bevölkerung soll demnächst Gelegenheit gegeben werden, sich ein umfassendes Bild von der neuen Einrichtung zu machen. Ein Tag der offenen Tür ist laut Stadtverwaltung für den 24. Juni geplant.

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