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26.10.2009

Ein Kunstweg für den Künstlerfürsten

Thannhausen Man gehe oft an diesen Schätzen vorbei, sagt Thannhausens Bürgermeister Georg Schwarz. Vielleicht bald nicht mehr. Thannhausen unternimmt große Anstrengungen, das umfangreiche Werk des Bildhauers Georg Brenninger in der Stadt mehr ins Bewusstsein der Menschen zu bringen. Die insgesamt elf Werke des bekannten Künstlers in der Stadt werden zu einem Kunstweg verbunden. In einer Broschüre werden vom Ehrenhain für die Gefallenen bis hin zum großen Taubenbrunnen alle Brenninger-Werke in der Stadt ausführlich beschrieben. Im alten Rathaus wurde die Broschüre jetzt in einer Feierstunde der Öffentlichkeit präsentiert. Weitere Broschüren sollen, so kündigte Bürgermeister Schwarz an, folgen. Der Tourismus in der Stadt solle auf diese Weise gefördert werden.

Kraftvoll und überschäumend

Unter den Gästen war auch Margarete Ammon, langjährige Frau des oft "Künstlerfürst" genannten Georg Brenninger und Thannhauser Ehrenbürgerin. Kraftvoll, überschäumend, heiter, aber auch spitzmäulig und den kultivierten Streit suchend: Margarete Ammon schilderte die faszinierende, schillernde Persönlichkeit Georg Brenninger auf plastische Weise. Brenninger hat Margarete Ammon sein künstlerisches Erbe vermacht.

Von diesem Erbe profitiert Thannhausen in hohem Maß. Elf Werke in der Stadt - aber oft nicht wahrgenommen, wie Bürgermeister Georg Schwarz und Dr. Heinrich Lindenmayr schilderten. Lindenmayr beschreibt in der jetzt vorgestellten neuen 30-seitigen Broschüre jedes der Brenninger-Werke in Thannhausen ausführlich. Die Bilder stammen vom Krumbacher Fotografen Georg Drexel, der wie Lindenmayr vielen durch die Mitarbeit am Landkreisbuch bekannt ist.

Ein Kunstweg für den Künstlerfürsten

Festredner des Abends im alten Rathaus war der ehemalige Chefredakteur des "Bayernkurier", Wilfried Scharnagl, der als ausgewiesener Brenninger-Kenner gilt. Er würdigte unter anderem die langjährige Freundschaft zwischen Brenninger und dem CSU-Ehrenvorsitzenden Dr. Theo Waigel. Brenninger sei die Verkörperung bayerischer Lebensfreude und barocker Lebenskunst gleichermaßen gewesen.

Die Thannhauser Werke Brenningers stellte Dr. Heinrich Lindenmayr im Detail vor. Bürgermeister Georg Schwarz kündigte an, dass der Platz, an dem der große Taubenbrunnen steht, in Georg-Brenninger-Platz umbenannt werden soll. Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung am Piano von Robert Sittny.

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