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17.11.2008

Ein "Literaturschloss" in Edelstetten?

Edelstetten - Ein Museum der schwäbischen Literatur und Sprache im Edelstetter Schloss: Vor einigen Jahren hatte Dr. Georg Simnacher bereits diese Vision: "Es sollte mein letztes Projekt dieser Art als Bezirkstagspräsident sein."

Edelstetten - Ein Museum der schwäbischen Literatur und Sprache im Edelstetter Schloss: Vor einigen Jahren hatte Dr. Georg Simnacher bereits diese Vision. "Es sollte mein letztes Projekt dieser Art als Bezirkstagspräsident sein", denkt er im Gespräch mit unserer Zeitung zurück.

Doch nicht zuletzt wegen fehlender finanzieller Mittel sei das Projekt nicht verwirklicht worden. Zusammen mit Ursula Fürstin Esterházy greift Simnacher nun diese Vision wieder auf. Initialzündung soll die Gründung eines gemeinnützigen Vereins "Literaturschloss Edelstetten" sein. Der Verein könne dann, so Simnacher zunächst im Schloss verschiedene literarische Aktivitäten wie Lesungen oder Preisverleihungen organisieren. Langfristig könne die Gründung eins "öffentlich wirksamen" Museums angestrebt werden.

Barocke Klasse: Sie bekommt in Edelstetten ein beeindruckendes Gesicht. Das Ensemble mit Schloss und Kirche gilt als eines der bedeutendsten der Region und würde wohl auch jeder Großstadt zur Ehre gereichen. Doch wie kann diese Anlage stärker als bisher ins Bewusstsein der Menschen gerufen werden?

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Schon vor Jahren hatte Simnacher (damals war er noch Bezirkstagspräsident) die Idee, hier einen Schwerpunkt der schwäbischen Literatur zu bilden. Nun versucht er erneut, zusammen mit der Fürstin diese Idee zu verwirklichen. Beide hoffen, dass Edelstetten langfristig zum "Literaturschloss" wird.

"Dies wäre ein Signal für Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Literatur in Schwaben", schreiben beide in einem Brief, den sie in diesen Tagen zahlreich verschickt haben. Beide räumen aber ein, dass eine "öffentliche Trägerschaft dieser gesamtschwäbischen Kulturstätte von Rang derzeit nicht möglich ist."

"Bescheidener Anfang"

Daher denke man an einen "bescheidenen Anfang" und schlage die Gründung eines gemeinnützigen Vereins "Literaturschloss Edelstetten" vor. Dieser Verein solle "Initiator und Bahnbrecher" für das große Ziel werden.

Anfänglich würde man als "kleine Lösung" rund zehn Räume einschließlich des festlichen Chinesischen Saals von Fürst Esterházy anmieten. Für größere Veranstaltung könne eventuell auf den Kaisersaal im benachbarten Kloster Wettenhausen zurückgegriffen werden. Der Verein solle Anfang 2009 entstehen. Simnacher sagte, dass er optimistisch sei, dass genügend Interessenten zusammenkommen.

Von Neuburgs Bürgermeister Rainer Schlögl wird die Initiative für den Neuburger Ortsteil Edelstetten prinzipiell begrüßt. Das Projekt könne eine große Bereicherung für Neuburg und die Region sein.

Jetzt müsse man in Gesprächen im Detail abklären, wie sich Neuburg in das Projekt einbringen könne. Landrat Hubert Hafner ließ auf Anfrage durch sein Büro ausrichten, dass er sich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht zu diesem Projekt äußern möchte. Der Landkreis werde aber bei der Gründungsversammlung des Vereins präsent sein.

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