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Landkreis Günzburg

21.06.2017

Ein Millionen-Plus in der Kasse

Der Landkreis Günzburg hat im vergangenen Jahr ein Plus von 7,4 Millionen Euro erzielt.
Bild: Katharina Dodel

Der Landkreis hat einen Überschuss von 7,4 Millionen Euro erzielt. Das Geld wird dringend gebraucht.

Ein beachtlicher Überschuss in der Kasse – das ist nicht nur der Traum eines jeden Kämmerers. Entsprechend kündigte Landrat Hubert Hafner im Kreisausschuss einen „guten Tagesordnungspunkt“ an. Kreiskämmerer Gernot Korz erhielt die Gelegenheit, von einem positiven Haushaltsjahr 2016 für den Landkreis Günzburg zu berichten. Unter dem Strich wurde im vergangenen Jahr ein Plus von knapp 7,4 Millionen Euro erzielt. Mit erfreulichen Folgen auch für das laufende Jahr.

Als der Haushalt für 2016 geplant wurde, war die Flüchtlingskrise das beherrschte Thema. Der Zustrom von Flüchtlingen und Asylbewerbern flaute im Laufe des vorigen Jahres ab – mehr als eine Million Euro hat der Landkreis dadurch allein an Personalkosten eingespart. Um eine halbe Million Euro gingen die Ausgaben für die Jugendhilfe nach unten, auch andere Sozialausgaben wie die Grundsicherung im Alter oder der Zuschussbedarf des Wahl-Linderschen Altenheims in Günzburg blieben unter den Erwartungen. Auf der anderen Seite nahm der Landkreis bei der Grunderwerbssteuer eine halbe Million mehr ein als gedacht, auch die Zuwendungen des Bundes für das Job-Center gingen nach oben. Alles in allem blieb 2016 ein Überschuss von knapp 7,4 Millionen Euro, gegenüber 2015 ein Plus von rund 5,2 Millionen. Das Fazit von Gernot Korz: „2016 war ein insgesamt positives Jahr.“

Das sich auch günstig auf das laufende Haushaltsjahr auswirkt. „Wir werden in diesem Jahr definitiv keine neuen Kredite benötigen“, erklärte der Kreiskämmerer. Dies auch deshalb, weil der geplante Neubau der Fachoberschule/Berufsoberschule (FOS/BOS) in Krumbach ins Stocken geraten ist. Eigentlich war für Montag dieser Woche der Spatenstich geplant. Doch er wurde verschoben. Zahlreiche Arbeiten für den Neubau waren vom Landkreis ausgeschrieben worden, die preislichen Angebote vieler Firmen lagen zum Teil um das Doppelte über den kalkulierten Ansätzen, wie der Landrat erklärte. Das ist die negative Kehrseite der guten Konjunktur im Baugewerbe.

Schul-Bauprojekte gehen ins Geld

Aufgeschoben ist aber nicht aufgehoben. Die Kosten für den Neubau der FOS/BOS werden den Landkreis in den kommenden Jahren wieder einholen. Hinzu kommen die Kosten für die Generalsanierungen der beiden staatlichen Gymnasien in Günzburg und Krumbach. Insgesamt sind dafür etwa 50 Millionen Euro veranschlagt. Zwar gibt es staatliche Zuschüsse, doch eine gewaltige Summe bleibt am Landkreis hängen.

Knapp 20 Millionen Euro hat der Landkreis nach dem guten Haushaltsjahr 2016 derzeit auf der hohen Kante. „Die werden wir auch brauchen“, dämpfte Kämmerer Korz allzu euphorische Erwartungen.

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