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Thannhausen

31.03.2019

Ein „Schmuckstück“ für die Stadt Thannhausen

Das Thannhauser historische Rathaus wird für einen Betrag in Höhe von rund 700000 Euro saniert. „Das wird ein besonderes Schmuckstück für die Stadt“, freut sich Bürgermeister Georg Schwarz.

Rathauschef Georg Schwarz stellt die wichtigsten Projekte und Entwicklungslinien vor. Für ihn ist es auch eine besondere persönliche Bilanz.

Einwohnerentwicklung, Ausweisung von Bauland, ein neues Gewerbegebiet, Hochwasserschutz. Die jüngste Thannhauser Bürgerversammlung war gewissermaßen eine „Tour“ durch alle wichtigen Themenbereiche der Thannhauser Stadtentwicklung. Und für Bürgermeister Georg Schwarz war sie auch eine ganz besondere persönliche Bilanz. Nach zwei Amtsperioden wird der 2020 nicht mehr kandidieren. Schwarz ist zuversichtlich, dass der Hochwasserschutz ab 2020 wirksam sein wird. Das sanierte historische Rathaus werde ein „Schmuckstück“ für Thannhausen.

Zahlreiche Thannhauser Bürger hatten sich in der Aula der Grundschule eingefunden, um sich von Bürgermeister Schwarz über die städtischen Angelegenheiten mit anschaulichen Grafiken und Fotos informieren zu lassen.

Zunächst ging es um den städtischen Haushalt. Schwarz: „Bei der Gewerbesteuer geht es natürlich immer auf und ab.“ Für 2019 rechnet man vorsichtig mit 2,5 Millionen Euro Gewerbesteuer. Die Einkommenssteuer wird bei 3,25 Millionen Euro erwartet. Schwarz konnte darauf verweisen, dass der Schuldenstand seit 2000 beständig nach unten ging. So liegt die Pro-Kopf-Verschuldung in Thannhausen bei 3,27 Euro. Die Rücklagen werden wohl 4,5 Millionen Euro umfassen.

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Thannhausens Einwohnerzahl ist gestiegen

Erfreulich ist die Bevölkerungsentwicklung: Entgegen der prognostizierten Abnahme ist sie auf zuletzt 6296 Einwohner kontinuierlich gestiegen. Mittlerweile gibt es fast so viele Geburten wie Sterbefälle.

Beim Rückblick auf 2018 ging Bürgermeister Schwarz auf das Baugebiet Beatussteig ein, wo 36 Einzelhäuser stehen oder noch im Bau sind. Eine neue Wasserleitung musste hier gelegt werden.

Geradezu ins Schwärmen gerät der Bürgermeister, wenn er über die Sanierung des historischen Rathauses (700000 Euro) spricht. „Das wird ein ganz besonderes Schmuckstück!“ Allerdings mussten die Fachleute den problematischen Einbau eines Fahrstuhls lösen.

Die Freiwillige Feuerwehr muss ihr Gebäude für 170000 Euro erweitern, darüber hinaus wird die Feuerwehrleiter für ungeplante 90000 Euro repariert.

Die Sanierung der Dreifachturnhalle läuft (Kostenbeteiligung 363000 Euro), sie sollte diesen Herbst fertig sein.

In der Bahnhofstraße wurde eine Ladestation eingerichtet, wo man sein Handy oder auch sein E-Bike aufladen kann (kostenlos).

Das alte Forsthaus wurde verkauft. Jetzt wird es renoviert und zu einem weiteren Schmuckstück der Stadt werden.

Beim Kreuz Ährenfeldstraße waren drei Kastanien nicht zu retten. Dieser Platz wird umgestaltet.

Beim Hochwasserschutz ist man abhängig von Balzhausen und auch Kemnat. In diesem Jahr sind dafür 700000 Euro eingeplant. Bürgermeister Schwarz: „Der Grunderwerb dafür ist so gut wie in trockenen Tüchern. Durch den wirksamen Hochwasserschutz wird ab 2020 in Thannhausen nichts mehr passieren.“

Für die Wasserversorgung der Stadt wird der Hochbehälter saniert und eine Belüftungsanlage eingebaut. Probebohrungen für zwei, eventuell drei Brunnen wurden ausgeführt. Bei der Wasserversorgung will die Stadt unabhängig sein.

Ein neues Gewerbegebiet für Thannhausen

Ein „ordentlicher Brocken“ von 2, 2 Millionen Euro wird für das Gewerbegebiet „Am Herrgottsberg“ ausgegeben.

Als Kindertagesstätte wird das ehemalige Schullandheim der Stadt Augsburg umgebaut. „Eine Anlage für die Zukunft“, so der Bürgermeister.

Mehr Infos zur neuen Kindertagesstätte:

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18 Bilder
Eindrücke aus dem ehemaligen Schullandheim in Thannhausen
Bild: Christian Gall

Ein wichtiger Punkt für die Stadt sei der „Kreuzwirt“. Das neue Gebäude wachse relativ schnell. Schwarz sprach einen ausdrücklichen Dank für das Engagement und die Mitarbeit an die beteiligten Firmen und den Nachbarn Braun aus.

Schließlich ging Bürgermeister Schwarz auf das Freibad ein: „Die biologische Aufbereitung hat sich bewährt, die Wasserqualität ist sehr gut. Jeder sagt, was wir für ein tolles Schwimmbad haben.“

Es wurde darauf verwiesen, dass sehr viel über Abbruch oder Renovierung des alten Rathauses diskutiert wurde. In einer Abstimmung wurde ganz knapp gegen den Abbruch gestimmt. Schwarz: „So ist Demokratie.“ Der Bürger meinte, man solle mit Maßnahmen warten, bis der neue Stadtrat nächstes Jahr im Amt ist.

„Was tut die Stadt, um die Bienen zu retten?“ Schwarz: „Wir werden bis 3000 Quadratmeter Wiese anlegen mit Samen von Wiesenpflanzen wie früher. Der ist aber viel teurer als Blumenwiesensamen, aber nachhaltiger. Eine Blumenwiese wird am Landfahrerplatz angelegt. Bürger können sich auch direkt bei Landwirten zum Beispiel in Balzhausen beteiligen.“

Die Verkehrssituation an der Grundschule in der Röschstraße war ein weiteres Thema. Ein Vorschlag war, Parkplätze im Röschpark anzulegen. Schwarz lehnte das ab, ebenso die Einrichtung als Einbahnstraße. „Der sicherste Weg wäre die Sperrung der Straße. Weg vom Autodenken!“ Der Beschluss, die Straße als Spielstraße einzurichten, liegt vor.

Die Lärmbelästigung durch Partys auf dem Rewe-Parkplatz und Raser in der Bahnhofstraße wurden angesprochen. „Nennt mir die Kennzeichen!“, forderte Schwarz die Bürger auf. Die Verantwortlichen des Supermarktes seien aufgefordert, abends wenigstens eine Zufahrt mit einer Kette abzusperren. Ein Schandfleck sei das alte Gasthaus „Hirsch“, das einen verwahrlosten Eindruck mache. Da das Grundstück eingezäunt ist, habe die Stadt keine Eingriffsmöglichkeit.

Bürgermeister Schwarz: „Bis zum letzten Tag meiner Amtszeit werde ich meine ganze Kraft für die Stadt einsetzen. Nach zwei Perioden ist es für mich der richtige Zeitpunkt, aufzuhören.“ Er dankte allen, die sich für die Gemeinschaft einsetzen, der Bürgerschaft für die Unterstützung, einen Dank richtete er auch an die Bediensteten des Rathauses.

Die CSU sucht einen Nachfolger für Georg Schwarz. Weitere Infos gibt es hier:

Ein CSU-Bürgermeisterkandidat wird gesucht

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