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Logbuch des Amadeus

10.12.2012

Ein Seetag und ein Treffen mit Edelrocker Udo

Amadeus und Udo
2 Bilder
Mauskatze Amadeus und Udo Lindenberg an Bord der MS Europa. Udo ist und bleibt Amadeus’ Edelrocker.
Bild: Sammlung Paul

Amadeus erlebt eine Show für die Schiffscrew auf Paletten und ein netter Plausch mit Udo Lindenberg über obszöne Malerei.

Ein nicht geplanter Seetag und dann eine Überraschung in Kapstadt. Viel ist inzwischen wieder bei Bauchredner Perry und Mauskatze Amadeus auf der MS Europa passiert. Einen ganzen Tag hatten Sie kein Internet, daher konnten sie nichts in ihre Heimat berichten. Dafür gibt es jetzt die ausführliche Geschichte.

Drei Meter hohe Wellen bereiten Schwierigkeiten

Freitag,  7. Dezember: Ein nicht geplanter Seetag! Heute Morgen 7 Uhr in der Bucht von Mosselbay unternehmen wir einen weiteren Versuch zu ankern. Diesmal hält der Anker. Der Wind hat nachgelassen. Um 8 Uhr steigen die ersten Passagiere in ein Tenderboot um. Da knallt dieses auch schon gegen die Plattform. Schreck, staunen, Luft anhalten … den Passagieren ist nichts passiert. Das Boot selbst hat eine Beule. Es ist der Schwell, der so große Schwierigkeiten bereitet. Schwell bedeutet lange Dünung (Wellen) und diese ist wieder etwa drei Meter hoch.

Das Umsteigen ins Boot gestaltet sich immer schwieriger. Um die Gesundheit der Passagiere nicht zu gefährden, bricht der Kapitän das Austendern ab. Somit liegen wir vor Mosselbay, bei einem wunderbaren Panaromablick auf die Bucht. Jedoch kann keiner mehr an Land. Nur die 130 Passagiere in dem ersten Boot haben dieses Glück. Wir machen das Beste daraus. Genießen die Sonne (23 Grad), den blauen Himmel und faulenzen am Pool. Das heißt Perry, Eve und ich proben und trainieren für heute Nacht.

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Eine Show im Allerheiligsten der Crew

Kapitän Damaschke hat uns gefragt, ob wir für die Crew eine Show machen könnten. Diese sei schon ganz neugierig auf mich und meine Puppenfreunde, da die Passagiere ihnen schon so viel davon erzählt hätten. Es ist 0.40 Uhr. Perry, Eve und ich machen uns auf den Weg in das „Allerheiligste“ der Crew: ihre Bar „Pisel“. Keine Sorge, die heißt nur so.

Es ist etwas richtig Außergewöhnliches, dass wir dort hinunter dürfen. Nicht-Besatzungsmitgliedern ist es absolut verboten, diesen Crew-Bereich zu betreten. Laute Musik und viel Zigarettenqualm ist das Erste, was wir wahrnehmen. Dann kündigt uns der Entertainmentmanager an. Unter großem Jubel bahnen wir uns den Weg auf die „Bühne“. Sie besteht aus vier Paletten, je zwei davon übereinandergelegt. Dicht an dicht - hier kann keiner umkippen - stehen die Stewardessen, Köche, Maschinisten bis hin zu einigen Offizieren beieinander. Auch der Kapitän ist in legerem Outfit mit dabei.

Der relativ kleine und niedrige Raum heizt sich auf, sowohl stimmungs- als auch temperaturmäßig. Nach 40 Minuten und einer Zugabe steigen wir schweißgebadet von den Paletten. Begeistertes Schulterklopfen und Einladungen zu Drinks folgen. Wir sind glücklich, die Mannschaft auch! Super nette Jungs und Mädchen, die oben bei den Passagieren einen großartigen Job machen und sich hier unten richtig wohlfühlen. Sehr, sehr spät, genauer gesagt früh, fallen wir ins Bett. Kapstadt erwartet uns.

Sechs Delphine tummeln sich im Hafenbecken

Samstag, 8. Dezember: Wauuu! Freunde, das ist ein Anblick. Wir liegen in der Bucht Table Bay und vor uns breitet sich Kapstadt aus. Im Hintergrund der Tafelberg mit einem kräftigen Wolkenband darüber. Das Fußballstadion und links davon das touristische Zentrum, die Waterfront, sind direkt vor unserer Nase. Eigentlich sollten wir schon längst im Hafen festgemacht haben. Ein Frachter blockiert aber den Weg. So bleibt Zeit, um bei diesem fantastischen Panorama im Freien auf Deck zu essen.

Meine „Dompteure“ – Pardon – Body Guards, Perry und Eve, lassen es sich auch schmecken. Anschließend bummeln wir durch die Waterfront: Geschäfte, fröhliche Menschen, Souvenirshops und jede Menge unglaublich hübscher Kneipen und Restaurants. Da jipiiieh! Im Hafenbecken tummeln sich sechs Delphine. Es scheint, als hätten sie die hellste Freude daran, den Spaziergängern zu zeigen, wie elegant man im Wasser herumtollen kann.

Eine Tasse Kaffee mit Udo Lindenberg

Um 16 Uhr an Bord zurück erwartet uns eine Überraschung. Elke, eine liebe Freundin, kommt herüber von der MS Deutschland, um uns zu besuchen. Im Schlepptau hat sie … tatsächlich: Udo. Ja, genau Udo Lindenberg. In Durban lagen unsere beiden Schiffe schon gleichzeitig an der Pier. Da haben wir die Deutschland besucht. Damals haben wir Udo nicht angetroffen. Dafür aber konnten wir seine Malereien bewundern, die er gerade an Bord ausstellt. Jetzt trinken wir gemeinsam Kaffee (Udo Tee), während er uns von seiner Vernissage auf der MS Deutschland berichtet.

Auch wenn er etwas älter geworden ist, Stimme und Aussehen sind einfach unverwechselbar. Schnoddrig, lässig erzählt er von seinen Erlebnissen. Auch will er von uns wissen, wie das Arbeiten hier an Bord der MS Europa ist und wie die Gäste drauf sind. Es macht tierisch Spaß, erklären wir, und mit den Passagieren verstehen wir uns bestens. Ja Freunde, einer seiner Songs passt wunderbar zu unserer Kreuzfahrt: „Hinterm Horizont geht’s weiter …“

Da will er von Eve wissen, ob sie seine Bilder als obszön empfunden hat wie einige seiner Gäste. Ich habe ihm aber gleich erklärt, dass ich dies überhaupt nicht so sehe. Die sind nämlich echt witzig, frech und originell, eben einfach Udo-Stil. Schaut sie bei Gelegenheit an. Es lohnt sich. Zum Abschied gibt es dann noch einen Händedruck und ein Foto. Udo, du bleibst mein Edelrocker!

Freunde, morgen erkunden wir nochmals Kapstadt und Umgebung. Dann geht es bereits wieder zurück: Kapstadt – Krumbach … Nach Hause zu Euch. Stück für Stück fangen wir schon mal an, einzelne Requisitenkoffer zu packen. Mal sehen, ob ich noch dazukomme, euch zu schreiben. Ansonsten freue ich mich bei der einen oder anderen Show euch wieder zusehen.

Wenn mein Tagebuch euch gefallen hat oder ihr noch Fragen habt, so Könnt ihr mir gerne mailen unter: mauskatze@bauchreden.com

Es grüßt Euch Eure Mauskatze Amadeus

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