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Mindelzell

15.07.2018

Ein besonderes Blasmusikerlebnis unter dem Sternenzelt

Bei ihrer „Blasmusik unterm Sternenzelt“ überraschte die schwäbische Spitzenblaskapelle Blech & Co. auch heuer im Amphitheater mit neuen und beliebten Kompositionen.
Bild: Claudia Bader

Wie Blech & Co. beim Auftritt in Mindelzell das Publikum begeistern.

Unvergessliche Polkas von Ernst Mosch, spritzige Märsche und schwungvolle Walzer sowie anspruchsvolle Instrumental- und Gesangssoli, gespickt mit romantischen Musical-Melodien und coolen Liebeslied wie Ed Sheerans „Perfect.“ Die schwäbische Spitzenblaskapelle Blech & Co. weiß, wie sie ein Publikum aller Altersstufen begeistern kann. So war es das Spannende, welche Stücke die Musikanten um ihren Dirigenten Toni Müller bei ihrem schon traditionellen Freiluftkonzert im Amphitheater präsentiert.

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Die „Blasmusik unterm Sternenzelt“ wurde auch heuer zum vollen Erfolg. An zwei Abenden durften sich die Zuhörer im voll besetzten Theaterrund überraschen und begeistern lassen. Gastgeber Engelbert Schmid freute sich, auch diesmal „den richtigen Wetterbericht“ gewählt zu haben. Denn unter freiem Himmel wird jede Musik zum besonderen Erlebnis, wie der zum Auftakt präsentierte Konzertmarsch „Das Kreuz des Südens“. Und schon bekam das Publikum zwei Neukompositionen zu hören, die Blech & Co. für den Grand Prix der Blasmusik ins Programm genommen hat: den Walzer „Engelsgedanken“ und die Polka „Grandprix Zauber“. Bewundernswert, wie rasch und sicher die 20 Vollblutmusiker von einer Stilrichtung in die nächste wechseln kann und dabei technische Souveränität erkennen ließ. Mehr als zwei Stunden lang ließ Blech & Co. einen musikalischen Stern nach dem anderen aufleuchten, nur jeweils unterbrochen von humorvollen Ansagen von Georg Ried. Der bekannte Blasmusik-Experte des Bayerischen Rundfunks hatte für sein Publikum nicht nur Informationen über die einzelnen Stücke, sondern auch kleine Gedichte und deftige Witze parat, die zum Schmunzeln anregten. Auch solistisch hat das Spitzenblasorchester einiges zu bieten. Während im „Rumänischen Tanz“ die meist als Begleiter im Hintergrund stehende Tuba in einer beachtlichen Ausdrucksfülle zu hören war, ließ der „Song for you“ erkennen, wie vielseitig eine Posaune sein kann, wenn sie einerseits so gefühlvoll, andererseits aber auch farbig und mitreißend gespielt wird. In „Trumpet Blues and Cantabile“ glänzten vier Trompeten mit blitzsauberer Intonation. Nicht nur in der anspruchsvollen Bravour-Polka „Egerländer Spielereien“ gelang es Toni Müller scheinbar spielerisch, seine Musikanten zu Höchstleistungen zu motivieren, jeden Titel zum besonderen musikalischen Schmankerl zu machen.

Zu Blech & Co. gehört aber auch Gesang. Kathrin Müller und Wolfgang Allstätter sind in vielen Stilrichtungen zu Hause – ob im Duo „Nessaja“ aus dem Musical „Tabaluga“ oder dem „Mondschein an der Eger“ sowie unvergänglichen Melodien von Ernst Mosch oder auch solistisch im ergreifenden Song „Let it be“ aus dem Disney-Musical „Die Eiskönigin oder einem Udo-Jürgens-Medley. Die Bravour-Polka „So ein schöner Tag“ beschrieb die Stimmung des Publikums, das sich natürlich erst nach Zugaben auf den Heimweg bewegen ließ.

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