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Deisenhausen

06.10.2017

Ein kleiner Lebensretter wartet am Vereinsheim

Gemeinsam kamen sie für die Beschaffung eines Defibrillators auf (von links): Stefan Puchta, Martin Wenninger, Rainer Linder, Manfred Hofhansl, Hubert Ruf, Georg Kober sowie Zweiter Bürgermeister Franz Durm mit dem Defi. Hermann Mayer von medi-pro überbrachte das Gerät und gab die erste Einweisung.
Bild: Emil Neuhäusler

Dank des Engagements des Zweiten Bürgermeisters Franz Durm und der Spendenbereitschaft mehrerer Vereinsvorsitzender hat Deisenhausen jetzt einen Defibrillator.

Im Vereinsheim Bleichen wurde am Montagabend ein Defibrillator in Betrieb genommen. Über 30 Bürger kamen, um sich von Hermann Mayer, Mitarbeiter des Krumbacher Sanitätshauses medi-pro, das das Gerät geliefert hat und künftig dessen Funktionsfähigkeit überwacht, in den Gebrauch des Gerätes einweisen zu lassen. „Der Lebensretter“ ist, wie Mayer betont, von jedem Laien problemlos zu bedienen.

Aber die Vertrautheit mit ihm bringt im Ernstfall einen Zeitgewinn, der über Leben und Tod entscheiden kann. Denn der „Defi“ vermag mit Stromstößen das Herzkammerflimmern, das zum Herzstillstand und damit innerhalb weniger Minuten zum Tod führt, zu unterbrechen und dem Herz die Chance zu geben, wieder einen geordneten Herzschlag zu beginnen. Dabei spielt der Faktor Zeit eine entscheidende Rolle. Denn mit jeder Minute, rechnet Mayer vor, die vergeht, sinkt die Überlebenswahrscheinlichkeit um bis zu zehn Prozent. Und schon nach drei Minuten setzt ein Absterben der Gehirnzellen ein.

Initiiert wurde die Anschaffung des Defibrillators vom stellvertretenden Bürgermeister Franz Durm, der auch in seiner Tätigkeit als Kreisbrandmeister ein solches Gerät zu schätzen weiß. Als er im Frühjahr die Anschaffung des Defis im Gemeinderat vorschlug, wurde von Bürgermeister Norbert Weiß und dem Gemeinderat sofort die Übernahme der Unterhaltungskosten wie Wartung und regelmäßiger Tausch des Akkus zugesagt, den Kaufpreis in Höhe von 2500 Euro sollte Durm durch Spenden aufbringen. Wider Erwarten war das gar nicht schwierig. Nach dem Bericht in unserer Zeitung kam sofort vom Vorsitzenden des Gartenbauvereins Manfred Hofhansl die Zusage über eine Spende von 1000 Euro und nach wenigen Telefonaten mit anderen Vereinsvorständen waren bald auch die restlichen 1500 Euro zusammengebracht.

Es beteiligten sich Schützenverein, Musikverein, Sportverein, Pferdesportverein, Jagdgenossenschaft sowie die Feuerwehren aus Unter- und Oberbleichen. Die Montage des Stromanschlusses und des Schlüsselkastens war Durms Beitrag zum Gelingen des Projekts. Durm sprach abschließend die Hoffnung aus, dass das Gerät, strategisch günstig am Vereinsheim installiert, also zwischen den beiden Ortsteilen Unter- und Oberbleichen und an dem Ort, wo sich das Vereinsleben abspielt, nie zum Einsatz kommen möge. Aber wenn auch nur ein einziges Menschenleben mit dem Gerät gerettet werden kann, so Durm, hätten sich der Einsatz und die Spenden schon gelohnt.

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