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Krumbach

27.02.2018

Ein lebendiges Forum für die Kunst

Bild: Dr. Heinrich Lindenmayr

Sieben heimische Künstler stellen zur Eröffnung der Galerie am Wasserschloss bei Karl-Heinz Schoblocher aus. Wer alles dabei ist.

Der Name klingt gut und vielversprechend: Galerie am Wasserschloss. Das Schöne soll zusammenkommen, außen und innen. In der Tat, die neu entstehende Galerie an der Karl-Mantel-Straße dürfte von ihrem prominenten Umfeld profitieren. Umgekehrt möchte ihr Betreiber Karlheinz Schoblocher durch attraktive Ausstellungen zur Aufwertung der zentralen Achse in Krumbachs Stadtteil Hürben beitragen. Die Galerie besteht aus einem großen Raum, lediglich durch zwei schlanke Säulen gegliedert. Der Besucher findet viel Platz vor den Exponaten und kann den Abstand zum Kunstobjekt beliebig wählen. Er bekommt einen Gesamteindruck und kann mit Quer- und Diagonalblicken seine Beobachtungen abgleichen.

Zur Eröffnung der Galerie möchte Karlheinz Schoblocher möglichst viel von dem versammeln, was in der lokalen Kunstszene einen Namen hat. Sieben Künstler, sechs Maler und ein Bildhauer, sollen einen Vorgeschmack von dem geben, wofür die Galerie künftig stehen möchte. Offenheit für ganz verschiedene Stilrichtungen und Qualität, das sind zwei der wesentlichen Kriterien, auf die Karlheinz Schoblocher im Gespräch zum Konzept seiner Galerie immer wieder zurückkommt. Galerist Sigurd Rakel, beim Pressegespräch auch anwesend, zeigt sich begeistert davon, bei der Eröffnungsausstellung jeweils nach sechs bis zehn Schritten in eine ganz andere Welt einzutauchen.

Unterkühltes neben duftigen Farbkompositionen

Gemäß dem von Otto Dix entliehenen Motto der Ausstellung „Der Maler ist das Auge der Welt“ prallen hier sieben Welten zusammen und formieren sich doch zu einem harmonischen Ganzen. Sigurd Rakel pointierte im Gespräch die einzelnen Positionen. Da stehe die Landschaftsmalerei von Lois Rinner, nordisch unterkühlt anmutend wie bei Emil Nolde, neben den femininen und duftigen Farbkompositionen von Silvia Maier. Karlheinz Schoblochers Ansichten von Krumbach und der Umgebung, farblich expressiv und dynamisch aufgeladen, teilen sich die Wand mit Bildern von Dr. Brigitte Schlonski, von denen Rakel erklärt, sie führten in meditative Bereiche und Spiegelungen des Selbst. Rakels eigene Bilder, Hommage an den menschlichen Körper und Versuch, Natürlichkeit und Ästhetik der Formen des menschlichen Körpers eins werden zu lassen, hängen neben Collagen von Marianne Riß, die an die Kunst des Dada erinnern. In den Ecken des Raums stehen Skulpturen von Kurt Armbruster, glatte, elegante und formvollendete Gebilde, bei denen ein großer Schwung für einen Augenblick zu Ruhe gekommen zu sein scheint.

Eine lebendige und dynamische Galerie schwebt Karlheinz Schoblocher vor. Hier soll nicht nur Kunst gezeigt werden, sondern der Zugang zur Kunst eröffnet werden. Das könne über Workshops zur Malerei geschehen, über Begegnungen mit Kunst und Künstlern quer durch alle Generationen. Er werde gern Schulklassen durch seine Ausstellungen begleiten, insgesamt sei es sein Anliegen, Schwellenängste abzubauen. Der Weg zur Kunst müsse frei und für alle möglich sein. Vorstellbar sei in diesem Raum auch das Miteinander von bildender Kunst, Musik und Literatur.(hli)

Info: Eröffnet wird die „Galerie am Wasserschloss“, Karl-Mantel-Straße 24/26, mit einer Vernissage am Sonntag, 4. März, um 11.30 Uhr. Es sprechen Bürgermeister Hubert Fischer und Sigurd Rakel. Die Galerie ist künftig freitags offen (15 bis 17 Uhr), samstags (10 bis 13 Uhr) und sonntags (15 bis 17 Uhr).

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