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03.06.2009

Eine Stätte für die Jugend- und Erwachsenenarbeit

Krumbach Noch hat die Kirchenstiftung St. Michael die aufwendige Renovierung der barocken Pfarrkirche finanziell nicht ganz geschultert. Trotzdem wurde schon im April mit der grundlegenden Sanierung des vor knapp 30 Jahren neu gebauten Pfarr- und Jugendheims "Haus St. Michael" begonnen. 470 000 Euro sind dafür veranschlagt. Dringend wurde die Maßnahme in erster Linie durch das Hochwasser im Juni 2002, das am Gebäude einen Schaden von 175 000 Euro verursachte.

Stadtpfarrer Josef Baur, sein "Finanzmann" in der Kirchenverwaltung, Ferdinand Guggenmos, und Architekt Konrad Kling sind guten Mutes, dass der Einweihungstermin im Herbst eingehalten wird. Dann werden die in ihrer ursprünglichen Form als neues Jugendheim konzipierte alte "Untere Mühle" und das als Pfarrheim genutzte ehemalige Bauhofgebäude in neuem Glanz erstrahlen. Was noch mehr wiegt: Das Haus St. Michael gewährleistet künftig durch die grundlegende Innenrenovierung mit neuzeitlicher Wärmedämmung, zusätzlichen Raumeinheiten in den Obergeschossen der Mühle, Berücksichtigung aller Brandschutzvorschriften und dem Anbau einer Fluchttreppe optimale Nutzungsmöglichkeiten. Erneuert werden zudem die gesamte Elektroinstallation, die Decken des Foyers und die Haustüren. Hinzu kommen der Austausch des teilweise blinden Isolierglases in den Fenstern durch eine neuzeitliche Wärmeschutzverglasung und im Außenbereich ein neuer Anstrich für Fassade und Fenster, zwei zusätzliche Dachgauben und die Sanierung der Flachdachbereiche. Der Saal wird darüber hinaus mit 260 neuen Stühlen und 40 Tischen, einer transportablen Bühne und moderner Lautsprecheranlage ausgestattet.

Für Stadtpfarrer Baur sind dies Voraussetzungen, um wie bisher das Haus St. Michael zu einem "Hort der Jugend und zu einem Treffpunkt für die Erwachsenen" zu machen und als solchen zu erhalten. Die Räume bieten sich gleichfalls an für "ernsthafte und offene Gespräche über Lebens- und Glaubensfragen, gute menschliche Begegnungen und vielfältige Feiern". Ferdinand Guggenmos ergänzt: "Nach der nunmehr fast 30-jährigen Nutzung sind umfassende und zeitlich unaufschiebbare Modernisierungs- und aktuelle Brandschutzmaßnahmen am ehemaligen Mühlengebäude und im Saal mit Foyer dringend erforderlich."

Gebäude "unverzichtbar"

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Beide betonen: "Die Gebäude sind unverzichtbar für die heutige und künftige Jugend-, Sozial- und Kulturarbeit in unserer Stadt." Um diesem Anspruch gerecht zu werden, steht das Haus auch künftig für kulturelle Vorträge, Veranstaltungen oder Vereine, aber auch für Seniorennachmittage, Gymnastikgruppen sowie gemeinschaftliche und gesellschaftliche Feiern wie Pfarrfeste, Hochzeiten, Faschingsbälle und Elternabende zur Verfügung. Für solche Veranstaltungen werden Saal oder Mühlenstüble auch vermietet. Dabei ist es den Verantwortlichen klar, dass eine solche Einrichtung nicht kostendeckend geführt werden kann. Der Stadtpfarrer: "Wir legen jährlich über 10 000 Euro für den laufenden Unterhalt dazu."

Mit Genugtuung registriert Baur die Bemerkung von Guggenmos, dass die derzeit laufenden Umbauten "ordentlich finanziert" sind. Beträge fest zugesagt haben die Stadt Krumbach (40 000 Euro) und der Bayerische Jugendring (30 000 Euro). In Aussicht gestellt hat die Bischöfliche Finanzkammer einen "hohen Zuschuss". Hinzu kommen umfangreiche Eigenmittel von der Kirchengemeinde St. Michael. Allerdings erhofft sich Guggenmos noch einiges an privaten Spenden, die unter dem Stichwort "Spende Haus St. Michael" auf das Konto 380018077 bei der Sparkasse eingezahlt werden können.

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