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Neuburg

22.03.2020

Eine Wohngemeinschaft, die Neuburgs Zentrum bereichert

Seit 2010 ist im ehemaligen Gasthaus „Zur Sonne“ mit einer Wohngemeinschaft des Dominikus-Ringeisen-Werks, dem Haus Elija, wieder Leben eingekehrt.
Bild: Georg Drexel/DRW

Plus Seit zehn Jahren gibt es in der ehemaligen „Zur Sonne“ eine Wohngemeinschaft des Dominikus-Ringeisen-Werks. Was die Bewohner so besonders ist.

Zehn Jahre ist es her, seit in einem ehemaligen Gasthaus in der Ortsmitte von Neuburg an der Kammel wieder Leben eingekehrt ist. Im Februar 2010 eröffnete dort nach einer umfassenden Renovierung des Gebäudes allerdings kein gastronomischer Betrieb. Vielmehr war es eine Wohngemeinschaft von Menschen mit Handicap des Dominikus-Ringeisen-Werks, die dort einzog und das ehemalige Haus „Zur Sonne“ wieder mit Lebensfreude erfüllte.

Heute ist das „Haus Elija“ aus dem Ort nicht mehr wegzudenken. Und das nicht nur, weil ein prägendes Gebäude im Ortskern erhalten werden konnte. Vielmehr deshalb, weil seine Bewohner längst Teil der Ortsgemeinschaft geworden sind. In einem kleinen Festakt wurde dieses Jubiläum kürzlich gefeiert.

Fast von Beginn an lebt auch Markus Obst in Neuburg. Der 36-Jährige hat seine Entscheidung, nach Neuburg zu ziehen, nie bereut: „Wir haben ein tolles Team hier und auch die Bewohner von Neuburg sind super nett.“ Sein Highlight ist jedes Jahr die Wurst- und Kranzverlosung des örtlichen Franziskanerclubs, bei der man tolle Preise gewinnen kann.

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Ebenfalls seit Beginn begleitet Edeltraud Böck als Gruppenleiterin die Wohngemeinschaft. „Wir sind damals mit offenen Armen empfangen worden und haben das Gefühl, richtig zu Neuburg dazuzugehören“, sagte sie in der Feierstunde. Neben den Bewohnern waren auch Angehörige, gesetzliche Betreuer, ehrenamtliche Mitarbeiter und Bürgermeister Rainer Schlögel der Einladung gefolgt. Zuvor hatten Pfarrer Michael Kinzl und Diakon Frank Schnarrenberger mit den Gästen einen Dankgottesdienst gefeiert.

Seit dem Jahr 1984

In einem Rückblick erinnerte Edeltraud Böck auch an die Fortschreibung des Neuburger „Erfolgsmodells“. Auf dem ehemaligen Hehl-Anwesen in direkter Nachbarschaft entstand mit „Haus Benno“ im Jahr 2017 eine weitere Wohngemeinschaft für Menschen mit Assistenzbedarf. Eine Beziehung zwischen dem Dominikus-Ringeisen-Werk und dem kleinen Ort Neuburg besteht übrigens bereits seit 1884.

Denn Josef Rudolfi, der zweite Bewohner überhaupt, der in der damals neu gegründeten Einrichtung von Dominikus Ringeisen in Ursberg aufgenommen wurde, stammte von dort. Mit den beiden Wohnangeboten schließt sich damit ein Kreis. (zg)

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