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Thannhausen

20.01.2020

Eine neue Perspektive für das Thannhauser Museum

In den Museumsgarten hinein könnte das Heimatmuseum im Tuchmacherhaus erweitert werden.
Foto: Dr. Heinrich Lindenmayr

In einer Studie sollen jetzt die verschiedenen Möglichkeiten ausgelotet werden.

Im Heimatmuseum im Tuchmacherhaus herrscht Platzmangel. Die Verhältnisse genügen zeitgemäßen museumspädagogischen Ansprüchen nicht. Bürgermeister Georg Schwarz machte sich in der jüngsten Sitzung des Stadtrates Thannhausen dafür stark, eine Machbarkeitsstudie für die Erweiterung und museumspädagogische Modernisierung des Museums in Auftrag zu geben.

Insbesondere sollten auch die diesbezüglichen Kosten und Folgekosten geklärt werden, damit der Thannhauser Stadtrat eine solide Entscheidungsgrundlage hinsichtlich der Frage habe, wie es mit dem Museum weitergehen solle. Manfred Göttner, Stadtrat und Vorsitzender des Heimatvereins, ergänzte, die Studie solle auch die Frage der Archivierung des Museumsbestandes sowie die Standortfrage klären. Er rechne mit Kosten für die Studie in Höhe von 15 000 bis 20 000 Euro, die jeweils zu einem Drittel von der Stadt Thannhausen, dem Heimatmuseum und der Landesstelle für nichtstaatliche Museen getragen würden.

Gerd Olbrich meinte, die räumlichen Verhältnisse im Museum seien in der Tat nicht angemessen, eine maßvolle Erweiterung würde er begrüßen. Allerdings sollte man, bevor man die Studie in Auftrag gebe, festlegen, welchen Schwerpunkt das Museum haben solle. Seines Erachtens sollte man das Museum auf den Jugendschriftsteller Christoph von Schmid, der 20 Jahre in Thannhausen wirkte, ausrichten, das wäre ein respektables Alleinstellungsmerkmal. Außerdem stehe für ihn außer Frage, dass das Museum auf dem bisherigen Standort an der Edmund-Zimmermann-Straße zu beschränken sei.

Herbert Fischer war unzufrieden mit dem Stand der Dinge. Schon lange sei klar, dass das Museum erweitert werden müsse und dass es nur einen Standort geben sollte. Er sei der Ansicht gewesen, es gebe schon Ergebnisse, dabei stehe man nach wie vor am Anfang der Klärung.

Ein Konzept für das Museum

Monika Wiesmüller-Schwab stellte fest, man brauche endlich ein Konzept für das Museum. Schon weil die Möglichkeiten für die Erweiterung beschränkt seien, sollte man nur einen thematischen Schwerpunkt setzen. Was sie bisher vor allem vermisse, sei eine moderne museumspädagogische Präsentation. Nur mit einer solchen könne man Interessierte ansprechen und auch für Schülerinnen und Schüler attraktiv sein. Ein schulischer Besuch im Museum würde dann zum Vergnügen werden und wäre nicht nur eine lästige Pflichtübung.

Per Beschluss beauftragte der Stadtrat die Verwaltung, drei Angebote für die Machbarkeitsstudie einzuholen.

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