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Krumbach

15.05.2018

Eine weitere bedeutende Firma verlässt Krumbach

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Die Firma Transpack wurde von 27 Jahren gegründet und zählt zu den Stützen des Krumbacher Wirtschaftslebens. Nun verlegt die Firma ihren Standort ins benachbarte Ursberg.
Bild: Monika Leopold-Miller

Die Firma Transpack wechselt nach Ursberg. Die jüngste Entwicklung ruft die Verlagerung von Raiss Baustoffe und Gerüstbau Schäfer wieder in Erinnerung.

Die Diskussion wird wieder aufkommen. Hätten Krumbachs Bürgermeister Hubert Fischer und die Stadträte mehr tun können, um die Firma Transpack in Krumbach zu halten? Transpack-Geschäftsführer Klaus Nuscheler und sein Sohn Leopold, ebenfalls Geschäftsführer, betonen, dass Fischer und die Stadträte alles getan hätten, um für die Firma Transpack in Krumbach eine Zukunft sicherzustellen. Doch der Umzug der vor 27 Jahren gegründeten Krumbacher Firma – Spezialist für Verpackungen – nach Ursberg steht fest.

Dort gibt es offensichtlich die Flächen, die die Firma benötigt. Und in Sachen Flächenpreis kann Krumbach mit Ursberg offenbar nicht mithalten. Der bevorstehende Umzug von Transpak (die Firma beschäftigt in Krumbach rund 60 Mitarbeiter) ruft verschiedene Entwicklungen am Wirtschaftsstandort Krumbach wieder in Erinnerung. So mancher erinnert sich noch an den Abzug der Firmen Raiss Baustoffe und Natursteine nach Thannhausen und die Verlagerung von Gerüstbau Schäfer von Krumbach nach Memmenhausen.

Krumbach verlor dabei bedeutende Betriebe, die Nachbarkommunen konnten von dieser Entwicklung profitieren. Blicken wir zurück: Im April 2006 eröffnete Raiss Baustoffe und Natursteine ihren neu errichteten Betrieb nahe dem Kreisverkehr im Thannhauser Gewerbegebiet. Ein Grund für den Umzug von Krumbach nach Thannhausen war seinerzeit die „gute verkehrstechnische Anbindung“, wie es die Firmenspitze formulierte. Thannhausen hat im Lauf der Jahre im Nordwesten der Stadt ein systematisch durchstrukturiertes Gewerbegebiet entwickelt, angebunden an die Ortsumgehung. In Krumbach gibt es bekanntlich keine Umgehung, zudem sind die Gewerbeflächen auf mehrere Standorte verteilt, nicht wenige sprechen immer wieder von einem Flickenteppich. Seit Juni 2005 war an der neuen Firmenzentrale von Raiss in Thannhausen gebaut worden. Das 1957 gegründete Unternehmen zählt zu den führenden Baustoffhändlern in Süddeutschland.

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Mit dem Umzug von Gerüstbau Schäfer nach Memmenhausen sorgte vor einigen Jahren noch eine andere Firmenverlagerung für Aufsehen. Die Brüder Schäfer hatten im März 2004 auf dem Gelände der ehemaligen Landwirtschaft ihrer Eltern in der Hohenraunauer Straße in Krumbach eine kleine Gerüstbaufirma gegründet. Skeptiker wurden schnell eines Besseren belehrt, als die Firma die Aufgabe, die Krumbacher Kirche St. Michael während der großen Renovierung 2007 einzurüsten, mit Bravour löste. Der Platz auf dem Grundstück in der Hohenraunauer Straße in Krumbach wurde rasch zu klein, der Betrieb suchte nach Erweiterungsmöglichkeiten. Doch immer wieder war damals vonseiten der Firmenspitze zu hören, dass die angebotenen Flächen in Krumbach zu teuer seien. Die Stadt Krumbach lehnte eine Ansiedlung des Betriebs im Südwesten des Stadtgebiets ab. Schließlich wurde die Firma Ende 2007 in Sachen neues Grundstück im Aichener Ortsteil Memmenhausen im Südosten des Landkreises Günzburg fündig. Die Firma hat sich seitdem geradezu formidabel entwickelt.

In Memmenhausen ist eine rund 15000 Quadratmeter große Betriebsniederlassung entstanden. Schäfer beschäftigte zuletzt rund 120 Mitarbeiter. Gerüstbaumeister Martin Schäfer hat seinen Betrieb in den vergangenen Jahren zu einem deutschen Spitzenunternehmen in Sachen Gerüstbau geformt. Mehrfach vom Fernsehen begleitet wurde die Einrüstung des Olympiaturms in München.

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