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25.11.2007

Endlich: Erster Sieg auf neuem Grün

Zuerst riss er sich das Trikot vom Leib, dann die Arme in die Höhe. Die gelbe Karte für seinen Entblößungsakt nahm Manuel Kirschenhofer gerne in Kauf. Hauptsache er konnte seinen Treffer in vollen Zügen bejubeln. In der 87. Minute aufs Spielfeld gekommen, in der 91. Minute nach toller Einzelleistung das 3:0 gemacht. Kirschenhofer brachte den Sieg der TSG Thannhausen endgültig unter Dach und Fach.

Von Alois Thoma

Thannhausen - Zuerst riss er sich das Trikot vom Leib, dann die Arme in die Höhe. Die gelbe Karte für seinen Entblößungsakt nahm Manuel Kirschenhofer gerne in Kauf. Hauptsache er konnte seinen Treffer in vollen Zügen bejubeln. In der 87. Minute aufs Spielfeld gekommen, in der 91. Minute nach toller Einzelleistung das 3:0 gemacht. Kirschenhofer brachte den Sieg der TSG Thannhausen (übrigens der erste auf dem neuen Rollrasen) endgültig unter Dach und Fach und sorgte für große Zufriedenheit unter den rund 300 Zuschauern und natürlich auch bei sich selbst.

"Ich spiele schon gern von Anfang an, aber es wurde trotzdem noch recht nett", so der Bankdrücker und überglückliche Torschütze. So wie Kirschenhofer haben sich zuvor schon seine Mannschaftskameraden den Frust von der Seele gespielt. Die Wiedergutmachung nach der katastrophalen zweiten Halbzeit und der damit verbundenen 0:2-Niederlage vor einer Woche in Aindling ist bestens gelungen. Zwar erlebten die Zuschauer keine Galavorstellung der Mindelstädter, aber zumindest eine äußerst engagiert auftretende Mannschaft und einen Start nach Maß: Bayram Sadrijaj setzte sich in der 2. Minute auf der linken Seite durch und seine Vorlage hämmerte Joseph Olumide aus 16 Metern unhaltbar in die Maschen. Mijo Stejepic versäumte es kurz darauf nach Traumpass von Olumide, umgehend nachzulegen.

Trotz des frühen Führungstores kamen die Mindelstädter nur langsam in die Gänge. Neun Minuten vor der Halbzeit lag dann aber das 2:0 in der Luft. Sadrijaj spielte in den Lauf von Marc Hämmerle, der umspielte Torwart Thomas Raffel und hatte das leere Tor vor sich, schoss aber aus spitzem Winkel nur ans Außennetz.

Die verpasste Vorentscheidung weckte bei manchen Zuschauern Erinnerungen an die letzten beiden Heimspiele im Mindelstadion. Ex-Finanzminister und TSG-Fan Dr. Theo Waigel befürchtete zur Pause gar ein "Memmingen-Spiel" (Gegentor zum 1:1-Endstand in der Nachspielzeit) und er schien nicht falsch zu liegen. Die Ansbacher, die vor der Pause den Thannhauser Keeper Sebastian Steidle nur einmal ernsthaft prüften (Freistoß von Sebastian Kamberger in der 17. Minute), hatten nämlich in der 48. Minute die große Ausgleichschance, doch Steidle wehrte einen Schuss von Florian Grau aus kurzer Distanz glänzend ab und Manuel Fischer konnte den Nachschuss nicht verwerten. "Wenn der getroffen hätte, wäre sicher noch was möglich gewesen", so Ansbachs Trainer Reiner Eisenberger. Normalerweise bekommt man so eine Gelegenheit nicht zweimal, doch Fischer bekam sie in der 53. Minute. Nur wenige Meter vor dem TSG-Tor traf er aber nur den Pfosten, ehe sich Steidle das Leder angelte.

Dabei hatte ihm Bayram Sadrijaj drei Minuten zuvor Anschauungsunterricht gegeben, wie man Tore macht. Von Hämmerle bedient, sorgte er mit einem Flachschuss für das vorentscheidende 2:0.

Trotzdem konnten sich die Thannhauser keine Minute ausruhen. Ansbach, stets bemüht um Ergebniskorrektur, hielt die TSG-Hintermannschaft auf Trab, vernachlässigte dabei aber die Abwehrarbeit. Eine willkommene Gelegenheit für die Thannhauser Angreifer, die aber nicht in möglichem Maß genutzt wurde. So hatte Stijepic (58.) nach Pass von Hämmerle Gegenspieler und Torwart bereits hinter sich, aber aus spitzem Winkel landete der Ball nur am Pfosten.

Noch zwei weitere Male taten sich der TSG-Sturmspitze gute Gelegenheiten auf, ehe dann der große Auftritt von Manuel Kirschenhofer kam. Energisch setzte sich "Kirsche" auf der linken Seite durch, drang in den Strafraum ein, bezwang im zweiten Versuch den Ansbacher Keeper und setzte den Schlusspunkt unter einen unterhaltsamen Fußballnachmittag.

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