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22.07.2010

Energie durch Räuchern

Eine wahre Fundgrube ist der überaus reichhaltige Kräutergarten von Pauline Meyr (Bildmitte) in Schönebach. Foto: Peter Voh
Bild: Peter Voh

Schönebach Einen spannenden Abend mit Kräutern und abschließenden Kräutermärchen am Lagerfeuer verbrachte eine überraschend hohe Anzahl an Besuchern im Garten der Kräuter- und Räucherexpertin Pauline Meyr in Schönebach. Meyr legt großen Wert auf selbst gesammelte Kräuter, weil diese mehr Energie beinhalten. Sie bezeichnet Pflanzen allgemein als Lebewesen mit Kräften, man sollte sie mit hoher Achtung betrachten. Man solle sie erhalten und weiterpflegen und nicht zerstören oder ausrotten.

Von der Erntezeit her kann man die Kräuter in drei Kategorien einteilen: Frühjahrskräuter, die den Körper reinigen und entschlacken, Sommerkräuter mit eingefangenem Sonnenschein, die, zumeist gesammelt und in getrockneter Form, unser Gemüt aufbereiten und die stärkenden Herbstkräuter, die in unserem Körper Fett für den Winter aufbauen. Räuchern wecke Heilkräfte, schenke Energie und wirke entspannend auf den Menschen, betonte Meyr. Wobei der ausstrahlende Duft eine wesentliche Rolle spiele. Diese Erkenntnis sei jedoch nicht neu, das hätten die Menschen schon vor Tausenden von Jahren gewusst. Die Palette der zum Räuchern geeigneten und unterschiedliche Wirkungen auslösenden Pflanzen ist schier endlos. Pauline Meyr hat davon eine Vielzahl in ihrem Garten. Ob Marien- oder Ruchgras, Johanniskraut, Farne, Beifuß oder Waldmeister - alles lasse sich verwenden, führe zu Entspannung, tröste und bringe Frieden.

Der Rauch helfe zum Beispiel, die Luft bei "internen Gewittern" zu reinigen. Der stark riechende Zitronenthymian richte auf, verschaffe Konzentration. Außerdem gebe es aphrodisierende Räucherkräuter wie Rosmarin, Tagetes oder Muskatellersalbei, euphorische wie die Katzenminze, belebende wie Lavendel oder auch beruhigende wie Mohn und Baldrian.

Aber auch als Heilmittel aus Omas Hausapotheke sind heute Ringelblumen, Wacholder oder Beinwell wieder gefragt. Die Referentin hat ihre Zuhörer eingehend informiert. Geschmacks- und Geruchsproben im Kräutergarten haben das Gehörte verstärkt. (vop)

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