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Neuburg an der Kammel

18.06.2020

Entlaufene Damhirsche toben sich auf dem Neuburger Friedhof aus

Aus dem Schlossgehege entlaufenes Damwild sorgt derzeit für Ärger auf dem Neuburger Friedhof.
Bild: Dieter Jehle

Plus Ausgebüxte Damhirsche sorgen für Ärger auf dem Neuburger Friedhof. Sie wieder einzufangen, ist gar nicht so einfach. Welche Lösung jetzt helfen soll.

Damhirsche sorgen derzeit für mächtig Ärger in Neuburg. Sie büxten aus dem Gehege beim Schloss aus. Dort hat ein umgestürzter Baum den Zaun beschädigt und umgedrückt. Die Tiere nutzten die Gunst der Stunde und schwelgen jetzt in Freiheit. Drei davon sind in letzter Zeit des Öfteren auf dem Neuburger Friedhof „zu Gast“. Zum Ärgernis vieler Grabbesitzer: Sie beschädigen die Gräber, reißen die Bepflanzungen heraus und hinterlassen auf den Wegen ihren Kot.

Im Marktrat berichtete Bürgermeister Markus Dopfer von einigen massiven Beschwerden von Bürgern. „Wir sind nicht untätig und schauen auch nicht zu“, versicherte der Rathauschef. Doch seien ihm die Hände gebunden, auch wegen des Jagdgesetzes. Er stehe in Kontakt mit dem Landratsamt. „Der Abschuss ist nicht erlaubt, da von den Tieren keine Gefahr ausgehe“, so Dopfer. Zudem befinde man sich im innerörtlichen Bereich. Ein weiterer Grund ist, dass derzeit Schonzeit für die Tiere ist und einige auch trächtig sind. Dopfer spricht von einem „unglücklichen Zustand“. Auch er selbst sei von den Beschädigungen betroffen.

Grabbesitzer schützen auf dem Friedhof in Neuburg die Gräber mit Netzen vor Rehen.
Bild: Dieter Jehle

Kann ein Tierarzt die Damhirsche in Neuburg betäuben?

Derzeit werde geprüft, ob die Tiere über einen Tierarzt betäubt werden können. Im Austausch stehe er auch mit der Schlossherrin Gabriela Baumann. Auch sie bedauere die Angelegenheit. Die Tiere ließen sich aber nicht so einfach einfangen. „Von Seiten der Schlossherrin ist geplant, den Zaun weiter zu öffnen und sozusagen ein Gehege im Gehege zu errichten und dorthin die Tiere zu treiben“, so Dopfer. Doch das sei nur ein Versuch. Ob es gelingt, bleibe abzuwarten.

Einige Grabbesitzer haben bereits gehandelt und über die Gräber Netze gespannt. Die meisten der ausgebrochenen Tiere „lagern“ derzeit auf den Feldern und Wiesen rechts und links der Ortsverbindungsstraße zwischen Neuburg und Wattenweiler auf Höhe der Linde. Es dürften cirka 20 Tiere sein.

Damhirsche spazierten schon durch Neuburg

Scheu kennen sie kaum, einige von ihnen spazierten bereits durch den Ort. Allerdings wagten nicht alle Tiere den Schritt in die Freiheit. Sie sind weiterhin im Schlossgehege eine willkommene Attraktion für Spaziergänger und Schlossbesucher. Dopfer stellte klar, dass für eventuelle Schäden nicht der Markt Neuburg aufkomme.

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