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08.01.2021

Er war ein Krumbacher Vorbild

Josef Leiter

Josef Leiter ist im Alter von 95 Jahren gestorben

Als Anerkennung für fruchtbringendes Wirken im ehrenamtlichen Einsatz als Vorsitzender der Versehrtensportgruppe Krumbach hatte Josef Leiter im Laufe seiner Vereinstätigkeit im Behindertensportbereich seinerzeit vielfach Auszeichnungen, Urkunden und Medaillen erhalten, darunter zuletzt das Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten. Immerhin war Josef Leiter von 1963 an bis zur Auflösung des Vereins im Jahr 2010 das „Gesicht der Versehrtensportgruppe Krumbach“. Im Dezember ist Josef Leiter verstorben, hochbetagt im Alter von 95 Jahren.

In Sternberg im Sudetenland geboren wurde der gelernte Verwaltungsangestellte zum Kriegseinsatz nach Frankreich einberufen, wo er bei einem Fliegereinsatz schwer verwundet wurde und ihm ein Bein amputiert werden musste. Nach der Heimkehr erfolgte die Aussiedlung. Leiter kam nach Bayern und schließlich, nach Familiengründung, im Jahr 1951 nach Krumbach. Seine berufliche Heimat fand Josef Leiter bei der Polizeiinspektion Krumbach, wo er bis zum Renteneintritt als loyaler Mitarbeiter im Verwaltungsdienst geschätzt war.

Mit emotionaler Hingabe widmete sich Josef Leiter über Jahrzehnte der 1961 gegründeten Versehrtensportgruppe, die als selbstständiger Verein aus der schon seit 1957 bestehenden TSV-Männersportgruppe gebildet wurde. Seine impulsgebenden Initiativen und Vereinsaktivitäten als „ehrenamtlich anerkannter Übungsleiter“ qualifizierten ihn für das Amt des ersten Vorsitzenden, das dann ab 1963 und bis zur Vereinsauflösung in seinen bewährten Händen lag. Er organisierte und leitete Übungsstunden, etablierte Schwimmstunden und führte das Sportkegeln ein. Eine Volley-Sitzball-Mannschaft wurde gebildet, die sich fortan regelmäßig an Turnieren in Schwaben, Österreich und der Schweiz beteiligte. Einen Namen machten sich die Teilnehmer der rührigen Versehrtensportgruppe auch bei Ski-Langlaufmeisterschaften, und die Schützen sogar bei internationalen Wettbewerben. Unter Leiters Ägide ist anno 1971 auch eine eigene Jugendabteilung geschaffen worden.

Und bei alledem war „das Vorbild Josef Leiter“ immer die „Klammer im kameradschaftlichen Zusammenhalt und gesellschaftlichen und sportlichen Umgang“. Im Nachruf haben es Weggefährten so formuliert: „Das war sein Leben“.

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