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03.06.2009

Erdgasleitung ins Kammeltal in Sicht

Kammeltal (emi) - Seit Monaten kursieren Gerüchte im Kammeltal, dass Erdgas Schwaben von Deubach her eine Erdgasleitung nach Wettenhausen verlegen will - egal ob sich Teilnehmer finden oder nicht. Martin Weiß, Vertriebsleiter bei Erdgas Schwaben, brachte in jüngster Gemeinderatssitzung Licht ins Dunkel.

Nach Auskunft von Weiß gibt es noch zu viele "weiße Flecken" auf der Landkarte, in denen Erdgas Schwaben ihr Produkt noch nicht vermarktet. Dazu gehöre auch das Kammeltal. Im Zuge der Kohlendioxid-Einsparung setzt auch Erdgas Schwaben auf erneuerbare Energien und bietet künftig auch ein Bio-Erdgasgemisch, sogar Wasserstoff könnte eingespeist werden. Selbst eine eigene Erdgas-Tankstelle in der heimischen Garage (für Erdgasautos) soll bald realisierbar sein. Doch dazu muss die Gegend erst einmal erschlossen werden.

Auf der Karte zeigte Weiß auf, dass die Erdgasleitung schnell von Ichenhausen her ins Kammeltal verlegt werden könnte. "Wie schnell und bei wie vielen Interessenten?", wollte Zweiter Bürgermeister Josef Engelhart wissen.

"Und was ist an dem Gerücht dran, dass auf jeden Fall eine Leitung von Deubach her gebaut wird?", fragte Engelhart den Vertriebsleiter. Weiß bestätigte, dass auch er von den Gerüchten gehört habe. Doch daran sei definitiv nichts dran. Auch Erdgas Schwaben habe nichts zu verschenken und erschließe keine Gemeinde, in der es keine potenziellen Kunden gibt.

Erdgasleitung ins Kammeltal in Sicht

Auch über den möglichen Anschlussweg (von Ichenhausen oder Deubach her kommend) konnte Weiß nichts definitiv sagen. "Der rote Strich auf der Landkarte ist einfach mal von mir eingezeichnet worden, mehr aber auch nicht", so Weiß. Schnell wurde den Gemeinderatsmitgliedern klar, dass ein möglicher Anschluss ans Erdgasnetz freilich von genügend Teilnehmern abhängt.

Bürger werden nach Interesse gefragt

Weiß und sein Team werden in den kommenden Wochen die Bewohner des Kammeltals anschreiben und nach deren Interessen befragen, dies sei unverbindlich und kostenlos, so Weiß. Dritter Bürgermeister Johann Anwander wollte wissen, was auf den Hausbesitzer für Kosten, im Falle eines Anschlusses, zukommen. Martin Weiß sprach von einer pauschalen Anschlussgebühr von 1500 Euro.

Interessenten könnten sich natürlich auch selbst bei Martin Weiß melden. Auf jeden Fall stehen die Chancen sehr gut für einen Ausbau der Erdgasleitung von Ichenhausen her. Wie den Worten Weiß zu entnehmen war, könnte dies auch bei einem geringen Interesse möglich sein, da die Bedingungen zum Bau einer Leitung momentan eher günstig sind. Und ist das Erdgas erst mal im Lande, fänden sich bekanntermaßen auch Interessenten.

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