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Jettingen-Scheppach

03.07.2016

Erdinger-Cup: Bestnoten für eine großartige Eigenwerbung

Sie hatten allen Grund zum Strahlen: Zum Bayernliga-Titel holten die Fußballer des SV Seligenporten nun auch den Erdinger-Cup. Jettingens Bürgermeister Hans Reichhart (rechts) gratulierte und freute sich mit den Gewinnern.
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Sie hatten allen Grund zum Strahlen: Zum Bayernliga-Titel holten die Fußballer des SV Seligenporten nun auch den Erdinger-Cup. Jettingens Bürgermeister Hans Reichhart (rechts) gratulierte und freute sich mit den Gewinnern.
Bild: Ernst Mayer

Dank seiner 50 Helfer kann der VfR Jettingen seine Gastgeberrolle hervorragend ausfüllen. Die Jugend hat aber noch Wünsche.

Für Michael Reichart, Johannes Kraft, Niclas Bell und Nico Di Doi ist der Samstag ein ganz besonderer Tag gewesen. Sie alle spielen in der B-Jugend des VfR Jettingen, der diesmal Gastgeber des Bayernfinales um den Erdinger-Cup der Meister war. Die vier jungen Fußballer haben sichtlich Spaß. „Es spielen sehr gute Mannschaften mit, wie Jahn Regensburg oder bei den Frauen der FC Ingolstadt“, erzählt der 15-jährige Nico.

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Die Jungs gehören zu den mehr als 50 Helfern des VfR Jettingen, die im Einsatz sind und dafür sorgen, dass sich die Gastmannschaften und die Zuschauer auf der Sportanlage am Schindbühel wohlfühlen. Für sie war es klar, dass sie helfen würden, als der Trainer auf sie zukam und sie fragte. „Als wir gehört haben, dass das Bayernfinale hier in Jettingen ausgetragen wird, haben wir uns sehr gefreut“, erklärt der 14-jährige Michael.

Das Gute an ihrem „Job“: Vom Getränkestand aus können sie die Partien verfolgen und sind somit mitten im Geschehen. Neben den Kindern und Jugendlichen, die für den Verein im Einsatz sind, gibt es auch spartenübergreifende Unterstützung für die Fußballabteilung. Circa 30 Kuchen wurden von Privatpersonen gebacken, sagt der VfR-Vorsitzende Günther Brenner. „Die meisten davon sind von der Turnabteilung gekommen.“ Die Zweite Vorsitzende des VfR, Marion König, hat ebenfalls mitgeholfen und Kuchen verkauft. Für sie ist die Bereitschaft der Mitglieder, bei so einer Veranstaltung zu helfen, ein Zeichen, dass man sich im Verein gegenseitig unterstützt und zusammensteht, egal, aus welcher Abteilung man kommt. Johann Kobold, der für die Bewirtung im Sportheim zuständig ist, kann nur zustimmen: „Den ehrenamtlichen Helfern muss ein Lob ausgesprochen werden.“

Erdinger-Cup: Bestnoten für eine großartige Eigenwerbung

Eine gute Organisation ist unerlässlich

Insgesamt sind am Samstag 49 Fußballteams zu Gast in Jettingen. Das erfordert eine gute Organisation der Veranstalter sowie der lokalen Gastgeber. Für den Erdinger-Cup-Projektleiter Florian Weiller ist klar: „Jettingen hat eine tolle Anlage und super Plätze. Man merkt einfach, dass alle Zahnräder bei der Organisation ineinandergreifen.“ Nicht nur deshalb fiel die Wahl auf Jettingen als Ort des Finalturniers: Der Verein hat 2011 die Schwaben-Qualifikation ausgetragen und dabei eine gute Figur gemacht.

Ein Mann hat sich besonders auf die Veranstaltung gefreut: Alois Haas. Der Platzwart des VfR hatte im Vorfeld des Turniers zwar mit der Pflege der Plätze mehr zu tun als sonst, dies stört ihn aber nicht: „Die Leute freuen sich auf so ein Event, und am Ende will man ja auch, dass es so wird, wie man es sich im Vorfeld erhofft“, sagt er.

Besucher und Gäste sind von der guten Atmosphäre und der Organisation in Jettingen begeistert. Jürgen Heine, 51, und seine Frau kommen aus Kempten, um die Mannschaft ihrer Tochter anzufeuern. Sie sind das erste Mal in Jettingen. Auch ein Spieler aus einer Gastmannschaft ist begeistert vom Sportplatz: „Die Anlage hier ist einfach super“, sagt der 21-jährige Fabian Muff vom TSV 1862 Sonnefeld aus Oberfranken.

Die Jugend hat noch Wünsche

Günther Brenner vom VfR ist zufrieden mit dem Ablauf. Trotz einiger Regenschauer gebe es keine Probleme oder Beanstandungen, berichtet er. Was das Wetter angeht, so sei es „kein Vorteil und auch kein Nachteil“. Zwar kämen bei schlechtem Wetter weniger Leute zum Zuschauen, aber der Kuchen verkaufe sich bei nicht so heißen Temperaturen besser. „Auf jeden Fall ist so eine Veranstaltung eine gute Werbung für die Marktgemeinde und für den VfR selbst.“

Die vier Jungs aus der Jettinger B-Jugend, Michael, Johannes, Niclas und Nico, sind am Ende des Tages ebenfalls sehr zufrieden. Für die Zukunft würden sie sich wünschen, dass ihr Verein wieder Gastgeber eines solchen Events ist. Johannes und Niclas haben auch schon eine konkrete Idee, welches Format ein möglicher Cup haben könnte: „Es wäre toll, wenn mal ein Turnier für die A- oder B-Jugendmannschaften stattfindet, damit wir jungen Spieler auch mal zeigen können, was wir draufhaben.“ Vielleicht wird ihnen dieser Wunsch ja im kommenden Jahr erfüllt.

So lief es sportlich

Sportlich bietet das Bayernfinale um den Erdinger-Cup der Meister einiges. Die Siegerpreise – jeweils ein professionelles Trainingslager in Südeuropa – schnappen sich in Jettingen zwei Mannschaften, die nicht ganz oben auf der Liste der Favoriten standen. 32 Männer- sowie 17 Frauenmannschaften treten in Jettingen an. Auf Kleinfeldern versuchen Sechser-Teams (fünf Feldspieler, ein Torhüter) in 13 Minuten langen Partien, den Sieg zu erringen. Bei den Damen gewinnt der Landesliga-Meister FFC Wacker München II den Titel nach einem 4:2-Finalsieg im Münchner Derby gegen den Kreisklasse-Titelträger SpVgg Thalkirchen.

Für den Favoriten, Bayernliga-Champion SC Regensburg, ist bereits im Halbfinale gegen Wacker München Schluss. Weitere Favoriten wie die Mannschaften des FC Pegnitz oder des FC Ingolstadt II scheiden bereits im Viertelfinale aus. Eine Überraschung gibt’s bei den Männern. Dabei ist der 18-jährige Felix Zillner vom SSV Jahn Regensburg vor dem Finale noch ganz sicher: „Wir gewinnen.“ Für seine Mannschaft kommt es dann doch anders. Der Drittliga-Aufsteiger geht zwar früh mit 1:0 in Führung, doch kurze Zeit später gelingt dem SV Seligenporten (in der vergangenen Runde Meister der Bayernliga Nord) der Ausgleich. Letztlich entscheidet sich die Begegnung im Achtmeterschießen. Dabei zeigen die Schützen des Neu-Regionalligisten SV Seligenporten die stärkeren Nerven, gewinnen 6:4 und dürfen den Pokal mitnehmen.

Eine Bildergalerie zur Veranstaltung finden Sie hier.

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