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Krumbach

24.05.2020

Erneut heftige Kritik an Corona-Krisenmanagement

Jutta Niedermann aus Augsburg will eine bessere Welt unter anderem mit Einsatz weiblicher Tugenden schaffen.
Bild: Emil Neuhäusler

Plus Bei der fünften Veranstaltung im Krumbacher Stadtpark mahnen die Redner den Erhalt der Grundrechte an und üben zum Teil deutlich Kritik. 

Trotz schlechtem Wetter fanden sich am Samstagnachmittag wiederum rund 150 Menschen zu einer Kundgebung „Für die Einhaltung und Wahrung der Grundrechte nach Artikel 20 Grundgesetz“ im Stadtgarten zusammen.

Die Begrüßung übernahm Hauptorganisator Andreas Mayer, der betonte, dass es wichtig sei, mit-einander zu reden, um Wege zu finden, die Leute so sehr und so lange auf die Problematik der eingeschränkten Grundrechte aufmerksam zu machen, bis sie sich dieses Themas nicht mehr entziehen können und ein Umdenken beginnt. Angedacht sei der Druck und die Verbreitung von Stickern und Aufklebern. Bei Landratsamt, Stadt und Polizei bedankte er sich für die Unterstützung bei der Durchführung der Kundgebung.

Der erste Redner Norbert Mayr, Firmeninhaber in Deisenhausen, erzählte von seiner Wut, weil in unserem Land „sehr viel schieflaufe und eine chinesische Mikrobe schuld sein soll, dass die ganze Wirtschaft an die Wand gefahren wird“. Hochgradig spekulativ nannte er die Corona-Tests und führte ein Beispiel aus Griechenland an, wo 100 Kinder zuerst von staatlicher Seite positiv getestet worden seien, bei von den Eltern finanzierten Tests jedoch negativ. Und genau auf solchen Testpraktiken würden die Repressalien und der Lockdown der Wirtschaft gründen, beklagte er. Ausführlich prangerte er die seiner Ansicht nach vielfältigen weiteren Missstände in unserem Staat an.

Nach einer kurzen Songeinspielung erläuterte Jutta Niedermann aus Augsburg, dass Männer und Frauen weibliche Eigenschaften wie Solidarität, Liebe, Gerechtigkeit und Mitgefühl in sich tragen. Sie wünsche sich, dass diese in den Vordergrund treten würden. „Wenn Weiblichkeit und Männlichkeit miteinander schwingen, sind wir unschlagbar!“, zeigte sie sich gewiss. Als Anregung las sie die Geschichte des Königs von Sunderland vor.

Erneut sprach der Mindelzeller Unternehmer Engelbert Schmid

Wiederum nach einer Songeinspielung trat Engelbert Schmid aus Mindelzell, der sich als Kleinunternehmer mit 15 Angestellten und Familienvater mit 6 Kindern von eineinhalb bis 36 Jahren vorstellte, ans Mikrofon. Seinen Redebeitrag begründete er mit „aus Pflicht gegenüber seiner Familie, den zu sichernden Arbeitsplätzen und für das ehemals so schöne Deutschland“. Er übte Kritik an gegen Demonstrationen Stimmung machende Regierungskampagnen und an der „weisungsgebundenen Presse“, die Demonstranten als Extremisten, Chaoten, Linke, Rechte, Antisemiten, Faschisten hinstelle. Bei den Corona-Maßnahmen habe die Regierung zudem auf nur sehr wenige Berater gehört. Die einzige wirkliche Lösung der Corona-Frage bringe seiner Meinung nach die Immunisierung der Bevölkerung. Die Regierung müsse wegen Fehlentscheidungen im Krisenmanagement zur Verantwortung gezogen werden, forderte er.

„Ohne Regulierungswut und Impfzwang“

Auch Schmid ging ausführlich auf die seiner Meinung nach mannigfaltigen gravierenden Übel in unserem politischen System ein. Als Ziel nannte er ein Deutschland gemäß der Verfassung, ohne willkürliche staatliche Regulierungswut, ohne Impfzwang, ohne Beeinflussung der Regierung durch Geldflüsse und Transparenz bei den Finanzierungen.

Die Kundgebung verlief nach Angabe der Polizei ohne besondere Vorkommnisse und friedlich. Doch es gab verbale Äußerungen von Rednern sowie einiger Kundgebungsteilnehmer, die vermutlich an die Toleranzgrenze so manchen friedlichen Bürgers stoßen könnten.

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