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23.10.2007

Erste Kneippanlagen sollen bald eingerichtet werden

Kann Krumbach Kneipp-Kurort werden? Seit Sommer 2007 wird dieses Projekt von Lothar Kempfle und Andreas Fuchs für die Stadt betreut. In ihrem Zwischenbericht im Stadtrat zogen beide jetzt eine positive Bilanz. Mit einer kleinen "Kneippfibel" soll das Thema den Menschen nahe gebracht werden, ein Expertenforum habe bereits stattgefunden.

Andreas Fuchs erläuterte, dass man auch mit den heimischen Kindergärten im Gespräch sei. Denkbar sei eine Ausbildung zur Gesundheitserzieherin. In den Bürgerversammlungen sei das Thema Kneipp umfassend vorgestellt worden. Die "Kneippfibel" (darin gibt's unter anderem Kneipp-Tipps für den Alltag, aber auch das Krumbad wird vorgestellt) soll an alle Haushalte verteilt werden. Auf der Gewerbeschau KRU war das Heftchen bereits an einem eigenen Stand erhältlich. In das Kneipp-Projekt sei auch die Leitbild-Arbeitsgruppe "Natur und Umwelt" eingebunden. Fuchs machte deutlich, dass in Kürze einige konkrete Dinge umgesetzt werden sollen. Noch heuer solle im Bereich des Schlachthausparkplatzes ein Armbecken eingerichtet werden. Folgen solle eine Naturtretanlage am Krumbächle unweit des Rotkreuz-Altenheims. Geplant sei überdies eine Wadenbrause in den Arkaden des alten Rathauses.

Unternehmen werden beraten

Lothar Kempfle machte deutlich, dass es auch wichtig sei, Unternehmen vertieft zu beraten. Denkbar sei ein erstes kombiniertes Angebot der Hoteliers und des Krumbades. Vier Hoteliers hätten bereits Interesse signalisiert. Nach außen könne sich Krumbach bereits jetzt mit Blick auf das Krumbad als "Ort mit einer Kureinrichtung" darstellen. Bereits jetzt möglich sei auch der Beitritt zum Heilbäderverband. Und der Stadtpark könne bereits jetzt zum Kurgarten oder gar Kurpark aufgewertet werden. Ein weiterer Schritt sei, so Kempfle, die Einrichtung einer Tourismus- und Kurinformation als Anlaufstelle. Weiter gestärkt werden solle der Kneippverein. Kempfle und Fuchs schlugen vor, auch für 2008 einen konkreten Maßnahmen- und Budgetplan zu beschließen. Die Menschen müssten für die Kneipp-Idee gewonnen werden. Kempfle verwies auf die Gespräche bei der KRU. Viele würden sagen, das sei zwar eine "hervorragende Richtung", aber viele würden auch sagen: "Wir glauben noch nicht wirklich dran." Die Bevölkerung müsse eingebunden werden, in Schulen und Kindergärten müsse das Thema greifbar gemacht werden.

Erste Kneippanlagen sollen bald eingerichtet werden

"Intensiv darum kümmern"

Kempfle und Fuchs arbeiten zunächst bis zum Jahresende für die Stadt Krumbach. Doch in der Sitzung deutete so manches darauf hin, dass diese Zusammenarbeit fortgesetzt wird. Bürgermeister Willy Rothermel betonte, dass so ein Projekt nur dann umgesetzt werden könne, wenn sich jemand intensiv darum kümmere. Gerhard Weiß (CSU) meinte, dass in kurzer Zeit viel bewegt worden sei. Diesen Weg müsse man weitergehen. Er forderte die Projektmanager dazu auf, aber auch "ehrlich zu sagen, was es kostet." Wichtig sei es, die "Leute mitzunehmen", meinte Dr. Josef Langenbach (UFWG). Die Probleme des Verkehrs müssten gelöst werden. Die UFWG habe immer die Bedeutung des Krumbades erkannt. Die Kneipp-Idee insgesamt sei gut, sagte Hubert Fischer (JW). Von Kurpark solle man aber so lange nicht sprechen, so lange Krumbach nicht Kurort sei. Wichtig sei es, Investoren zu finden.

Auch Christoph Helmes (SPD) sah das Projekt Kneipp-Kurort insgesamt auf einem guten Weg. Bei der Verkehrsberuhigung gelte es, Mut zu zeigen. Sinnvoll sei es, die Ortsteile einzubinden. Beim Wort "Kurpark" solle man "eher vorsichtig sein.

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