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Finanzen

04.03.2020

Erstmals beim Schuldenstand eine schwarze Null

Gemeinderat Waltenhausen verabschiedet soliden Haushalt 2020. Es sind noch Rücklagen vorhanden

Bei den jährlich in den Kommunen anstehenden Haushaltsberatungen und Beschlüssen am Jahresbeginn geht es nicht nur um nacktes Zahlenmaterial. In Anlehnung an die bisherigen Werte, und sorgfältiger Schätzung der Einnahmen und Ausgaben, sind die Zahlen doch recht aussagefähig über den Finanzbedarf im Verwaltungs- wie im Vermögenshaushalt im laufenden Jahr. Nicht immer sehen die Ergebnisse so positiv aus, wie in der Gemeinde Waltenhausen, denn nach dem Vortrag durch die Kämmerin der Verwaltungsgemeinschaft, Barbara Fetschele, stand fest, dass der Haushalt 2020 auf einer soliden Grundlage steht.

Nach einer vorgesehenen Entnahme in Höhe von 288500 Euro verbleibt immer noch ein stolzer Betrag von 870000 Euro. Darüber hinaus ist die Gemeinde seit Jahresende schuldenfrei. Für Bürgermeister Karl Weiß ist dies umso erfreulicher, konnten doch die Schulden seit seinem Amtsantritt kontinuierlich abgebaut werden, denn bedingt durch den im Jahr 2001 durchgeführten Hochwasserschutz war eine Kreditaufnahme unumgänglich. Im vorliegenden Haushalt ist keine Kreditaufnahme vorgesehen. Das Gesamtvolumen beläuft sich auf 2,26 Millionen Euro, im Verwaltungshaushalt mit allen geschäftsmäßigen Einnahmen und Ausgaben der Kommune sind es 1,2 Millionen Euro, im Vermögenshaushalt mit den Vermögenswerten der Gemeinde 1,06 Millionen Euro.

Fetschele führte eingangs die wichtigsten Einnahmequellen, darunter einige verminderte, auf. So ist bei den Schlüsselzuweisungen (179700 Euro) eine deutliche Mindereinnahme in Höhe von knapp 70000 Euro zu rechnen. Weiter bezifferte sie die Grundsteuer mit 75350 Euro (-1000), Gewerbesteuer 240000 Euro (-10000), Einkommensteuerbeteiligung 369600 Euro, pauschale Investitionszuweisung des Staates 133550 Euro, Betriebskostenförderung Kindergärten 120000 Euro, Kanal- und Wassergebühren 88750 Euro, Zuschuss DSL-Ausbau 551800 Euro, Verkauf von Bauplätzen 44300 Euro.

Erstmals beim Schuldenstand eine schwarze Null

Wie aus den Ausgaben hervorgeht, muss die Gemeinde für die Kinderbetreuung und Gastschulbeiträge viel Geld in die Hand nehmen, zusammen sind es 309000 Euro. 63400 Euro sind für Unterhalt Gemeindestraßen, Feldwege, Winterdienst und Feuerwehr angesetzt und die Ausgaben für Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung belaufen sich auf 115850 Euro. Ein harter Brocken mit einer Steigerung von 100000 Euro ist heuer die abzuführende Kreisumlage mit 376900 Euro und die Gewerbesteuerumlage mit 65000 Euro (+15000). Fast 100000 Euro sind für die VG-Umlage bereitzustellen.

Hinzu kommen noch nicht abgerechnete oder geplante Investitionen im Vermögenshaushalt. Es sind dies für Straßenausbau Weiler 18000 Euro, Zuschuss an Mittelschule Krumbach 77700 Euro, Investitionszuschuss zum gemeinsamen VG-Bauhof 31800 Euro, Ertüchtigung Wasserversorgung 30000 Euro, Grunderwerb 20000 Euro. Insgesamt 176000 Euro hat die Gemeinde in die neue Straßenbeleuchtung in allen Ortsteilen investiert, der DSL-Ausbau schlägt mit 690000 Euro zu Buche, reduziert sich jedoch nach Abzug der Förderung (551800 Euro) auf 138500 Euro als Gemeindeanteil.

Verminderte Einnahmen und steigende Ausgaben vornehmlich bei öffentlichen Zuführungen und Abgaben sind die Gründe, dass am Ende des Haushaltsjahres aus der Rücklage fast 290000 Euro entnommen werden müssen, wies die Kämmerin am Ende ihres Vortrags hin. Ansonsten gab es dank eingehender Erläuterungen über Veränderungen in den einzelnen Haushaltsstellen seitens der Gemeinderäte keine Rückfragen.

Vorbehaltlich der Würdigung durch die Rechtsaufsichtsbehörde beschloss der Gemeinderat ohne Gegenstimme den Erlass der Haushaltssatzung mit allen dazugehörenden Anlagen. (wgl)

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