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Es ist an der Zeit, die Schüler ernst zu nehmen

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Kommentar Von Christian Gall
12.04.2019

Viele Menschen schauen auf die Schüler und ihre Demonstrationen herab. Doch damit wird man den Aktionen der Jugendlichen einfach nicht gerecht.

Die wollen doch nur die Schule schwänzen. Oder: Die protestieren für das Klima, verschmutzen aber selbst die Umwelt. Argumente gegen die Schülerproteste gibt es viele. Den Teilnehmern wird Scheinheiligkeit oder Mitläufertum unterstellt. Doch wird man mit solchen Aussagen den Jugendlichen gerecht?

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Der Klimawandel ist ein vom Menschen gemachtes Problem, an dem jeder Mensch demnach seinen eigenen Anteil trägt. Durch Veränderungen der Gewohnheiten kann man diesen Problemen begegnen – Müll vermeiden oder weniger mit dem Flugzeug zu reisen sind wichtige Faktoren. Doch es gibt Faktoren, auf die hat die Privatperson keinerlei Einfluss. Wie soll ein Bürger verhindern, dass weltweit rund 1400 Kohlekraftwerke in Planung und Bau sind? Wie dagegen steuern, dass neuer Kunststoff meist günstiger ist als recyceltes Material? Natürlich ist es wichtig, durch sein persönliches Verhalten ein Vorbild zu geben. Doch auf Ebene der Weltpolitik hat man damit als Einzelperson keinen Erfolg. Und für ein entschiedenes Vorgehen gegen den Klimawandel sind es die politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, die große Veränderungen auf den Weg bringen.

Schüler-Demo in Krumbach: ein notwendiger Aufschrei

In der Krumbacher Innenstadt konnten Passanten eine große Gruppe von ausgelassenen Jugendlichen sehen. Doch diese Jugendlichen waren nicht dort, um die Schule zu schwänzen – die meisten von ihnen hatten keinen Unterricht mehr. Die Schüler wollten ein Zeichen setzen und auf eines der wichtigsten globalen Themen aufmerksam machen. Die Gruppe der ausgelassenen Jugendlichen ist politisch interessiert und gut gebildet. Und die Schüler haben den Mut und Willen, ihre Stimme zu erheben.

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Diese Schüler, die dort stehen, sind in einigen Jahren Berufstätige. Die Jugendlichen sind dann Erwachsene. Und die politisch Aktiven sind dann Wähler. Ihre Stimmen werden in einigen Jahren in der Politik eine wichtige Rolle spielen. Zeit also, diese Schüler ernst zu nehmen – nicht erst in einigen Jahren, sondern hier und heute.

Lesen Sie dazu:
Krumbachs Schüler demonstrieren für das Klima

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Die Diskussion ist geschlossen.

15.04.2019

Lieber Herr Gall
wiedermal ne Fehlleistung.
Man muss nicht die Schüler, sondern das Thema ernst nehmen !
Ob die nun irgendwann mal wählen, berufstätig werden, oder sonstwas---egal !
Ich finde es nur befremdlich, dass Eltern, Lehrer und auch Journalisten aufeinmal aufbegehren, obwohl sie diese Umweltpolitik(er) gewählt haben !

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