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26.10.2009

Essenszuschuss auch für die privaten Schulen

Landkreis (kai) - Bedürftige Eltern können seit Juli einen Zuschuss für das Mittagessen ihrer Kinder an Schulen mit Ganztagsbetreuung beantragen, sofern die Schulen in der Trägerschaft des Landkreises sind - also an den staatlichen Förderschulen, Realschulen und Gymnasien.

Das Land Bayern gibt einen Zuschuss von 200 Euro pro Schuljahr und Kind, der Landkreis ebenfalls, die restlichen 200 Euro müssen die Eltern selbst tragen. Ein Mittagessen kostet im Schnitt drei Euro, auf jeden der drei "Beteiligten" entfällt also ein Euro pro Mittagessen.

Bei einem Antrag wird natürlich die Bedürftigkeit der Eltern geprüft - bislang gibt es fünf Eltern, die den Zuschuss bekommen. Bei seiner Sitzung am Mittwoch musste sich der Schulausschuss des Kreistages nun mit einem Antrag des Sonderpädagogischen Förderzentrums Ursberg befassen. Dieses Förderzentrum fällt bislang nicht unter die Zuschussregelung, da es privat ist.

Von den 55 Schülern stammen etwa 15 aus einem sozial schwachen Elternhaus. Die Frage war: Soll der Landkreis auch für Eltern, deren Kinder an privaten Förderschulen, Realschulen und Gymnasien sind, einen Zuschuss geben? Nach längerer Debatte billigte der Ausschuss einstimmig einen entsprechenden Vorschlag der Kreisverwaltung. Begründung: Bedürftig ist bedürftig, unabhängig davon, für welche Schulart sich die Eltern entschlossen haben oder entschließen mussten.

Essenszuschuss auch für die privaten Schulen

Die Debatte hatte sich vor allem deshalb in die Länge gezogen, weil Grünen-Kreisrat Harald Lenz einen weiteren Antrag stellte. Er schlug vor, Eltern, deren Kinder an einer der drei Förderschulen sind, den Eigenbeitrag zum Mittagessen ganz zu erlassen und seitens des Landkreises also 400 Euro pro Schuljahr zu geben. Begründung: Eltern von Förderschülern hätten eine Vielzahl von Zusatzbelastungen zu tragen.

Nach längerem Hin und Her stimmten die vier Kreisräte von SPD, Freien Wählern und Grünen für eine solche weitergehende Regelung, die CSU und Landrat Hubert Hafner stimmten dagegen. Ihr Argument: Alle bedürftigen Eltern sollten gleich behandelt werden. Und nicht nur an Förderschulen, auch an Realschulen und Gymnasien hätten bedürftige Eltern vielfältige finanzielle Aufwendungen für ihre Kinder zu verkraften.

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