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30.04.2018

Ettalpilger machen sich wieder bereit

Wallfahrt startet Ende der Woche

Am Freitag vor Christi Himmelfahrt, am 4. Mai also, starten die Ziemetshauser Ettalpilger wieder ihre Fußwallfahrt in das oberbayerische Kloster. Sie setzen damit die 384-jährige Tradition des 1634 von Ziemetshauser Bürgern abgegebenen Gelübdes fort, dank der Verschonung vor der Pest zu Fuß nach Ettal zu pilgern und der Mutter Gottes zu huldigen. Gerade in unseren momentan unruhigen Zeiten erfreut sich die Wallfahrt immer wieder großen Zuspruchs bei den Gläubigen, gilt es doch, täglich etwa 24 Kilometer auf Schusters Rappen zurückzulegen. Die sicher wieder weit mehr als 200 Teilnehmer aus der Region und darüber hinaus kommen am Freitag um 6 Uhr früh in der Wallfahrtskirche Maria Vesperbild zusammen und bitten in einem innigen Entsendungsgottesdienst für guten Verlauf ihres Vorhabens. Jeder Einzelne erhält vom Wallfahrtsgeistlichen den persönlichen Segen, ehe Verwandte und Freunde sie in die Mariengrotte zu einem abschließenden gemeinsamen Gebet begleiten. Mit dem Leitspruch der heurigen Wallfahrt „In Gottes Hand lege ich alles“ machen sich die Fußwallfahrer dann unter Führung von Johann Haugg über den Schloßberg und durch den Schloßpark auf den Weg. Für Hin- und Rückweg sind mehr als 160 Kilometer der insgesamt knapp 280 Kilometer langen Strecke zu Fuß zurückzulegen, im Vergleich zu den Vorjahren gibt es bezüglich Streckenführung und Raststationen einige Änderungen. Teilweise mit Bus und Zug, erreichen die in zwei Gruppen aufgeteilten Wallfahrer nach dem Einstieg einer weiteren Gruppe in Türkheim zur ersten Übernachtung Kaufbeuren, wo man in einer Andacht der Hl. Crescentia gedenkt, die dort lebte und wirkte. Der zweite Tag führt durch herrliche Frühsommerlandschaften zur Wieskirche bei Steingaden, von wo aus man am nächsten Morgen dann dem Ziel Ettal entgegenstrebt. In feierlichem Rahmen werden die Pilger aus Mittelschwaben dort traditionell mit einer Messe in der Klosterbasilika empfangen.

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