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Stadtrat

17.04.2015

Familienstützpunkt kann im Mai seine Arbeit aufnehmen

Thannhausen wird Vorreiter für neues Sozialprojekt im Kreis. Eine sozialpädagogische Fachkraft soll angestellt werden

Das Ergebnis der Sozialraumanalyse hatte den Stadtrat aufgeschreckt. Die Analyse hatte für die Mindelstadt einen besonders hohen Bedarf festgestellt, Familien und sozial schwache Personen zu unterstützen, um Gewalt, Drogenmissbrauch und Kriminalität vorzubeugen. Thannhausen wird nun die erste Kommune im Landkreis sein, welche einen Familienstützpunkt einrichtet.

Dort soll es passgenaue Angebote zur Erziehungskompetenz für Eltern geben. Es sollen Beratung, Vorträge, Workshops und Gesprächskreise stattfinden, um Familien zu helfen. Außerdem soll es Bildungsmaßnahmen für Kinder geben.

In der ersten Phase, von Mai bis zum Jahresende, übernehme der Landkreis die Personalkosten für eine sozialpädagogische Fachkraft, mit einem Arbeitsumfang von 19,5 Stunden pro Woche, informierte Bürgermeister Georg Schwarz den Stadtrat. Ab dem Jahr 2016 würden die Kosten geteilt, auf die Stadt entfielen 25 Prozent, auf den Kreis 75 Prozent. Es wären dann aber nur noch 15 Arbeitsstunden für die Fachkraft vorgesehen.

In der Diskussion über die Vereinbarung zwischen der Stadt und dem Kreis fand Alois Held die Kompetenzverteilung ungereimt. Der Kreisjugendring mache sachliche und inhaltliche Vorgaben, aber die Verantwortung und Fachaufsicht lägen bei der Stadt. Er habe gewollt, dass die sozialpädagogische Fachkraft vom Kreis angestellt würde und nicht von der Stadt, erklärte dazu der Bürgermeister. Die anderen Kommunen, die ebenfalls in Zusammenarbeit mit dem Landkreis einen Familienstützpunkt einrichten würden, wollten aber die Fachaufsicht nicht abgeben, also habe er sich der Mehrheit gebeugt.

In der Tat gebe es im Rathaus niemanden, der die Arbeit der Fachkraft qualitativ bewerten könne. Mine Waltenberger-Olbrich konnte der Situation Positives abgewinnen: Man behalte auf diesem Weg das Heft in der Hand und es gebe im Rat und zuarbeitenden Gremien genügend fachliche Kompetenz. Der Stadtrat billigte die „Vereinbarung zur Errichtung eines Familienstützpunktes“ einstimmig. (hli)

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