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Neuburg

25.05.2019

Feuerwehr Neuburg: Erst der Vater, dann der Sohn

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Andreas Schwarz ist seit zwei Jahren Kommandant bei der Freiwilligen Feuerwehr Neuburg. Er beerbte seinen Vater Rudolf, der zuvor 30 Jahr Kommandant war.
Bild: Dieter Jehle

Die Freiwillige Feuerwehr Neuburg wird 150 Jahre alt. Rudolf Schwarz war 30 Jahre Kommandant. Jetzt hat sein Sohn dieses Amt.

„Ja, in der Tat, von einer Sekunde auf die andere ändern sich die Prioritäten und der Adrenalinpegel geht noch oben“. Andreas Schwarz gibt es unumwunden zu. Die Anspannung steigt bei einer Alarmierung. Er ist seit zwei Jahren Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr in Neuburg. Damit trägt er eine enorme Verantwortung. Wie viele andere Feuerwehrführungskräfte vor ihm in den vergangenen 150 Jahren. Im September 1869 wurde die Freiwillige Feuerwehr Neuburg gegründet.

Für den 36-Jährigen ist es eine Selbstverständlichkeit, im Ernstfall für die anderen da zu sein. 1997 trat er in die Jugendfeuerwehr ein und ist seit 2001 aktiver Feuerwehrmann. Er war bereits Gerätewart, Atemschutzträger und Maschinist. Er trägt vermutlich das „Feuerwehr-Gen“ in sich und ist damit auf die Welt gekommen. Ungern erinnert er sich an seinen ersten Einsatz: Ein Fahrzeugbrand mit Todesfolge. „Wir absolvierten damals eine Übung und wurden zu dem Einsatz gerufen“, erinnert er sich.

Sein Vater Rudolf Schwarz ist seit 45 Jahren Feuerwehrmann und war davon 30 Jahre Kommandant. Bereits der Urgroßvater von Andreas war Kommandant in Ried. Doch allein reicht das „Gen“ nicht aus. „Die Ehefrau muss schon mitspielen“, so der zweifache Familienvater. Seine Frau Marianne trägt das Hobby mit und war selbst schon aktive Feuerwehrfrau. „Für mich ein Glücksfall“, so Andreas Schwarz. Anfang 2017 war er bereit, das Spitzenamt bei den Neuburger Floriansjüngern zu übernehmen. Er beerbte seinen Vater. „Nein, ich wurde nicht gedrängt. Es war meine freie Entscheidung“, sagt er. Schon als Kleinkind war er an der Hand seines Vaters fasziniert, was es bei der Feuerwehr zu entdecken gibt. Der Ehrgeiz habe ihn letztendlich zu dieser Aufgabe geführt. Der Zufall wollte es noch, das er quasi in unmittelbarer Nachbarschaft zum Feuerwehrgerätehaus ein Haus erwerben konnte.

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Mit einem Rockabend am 1. Juni und einem „Tag der offenen Tür“ am 22. September wird an die Gründung erinnert. Neben Andreas und Rudolf Schwarz waren es vor allem auch Männer wie Gerhard Berger, Franz Kosler, Franz Jekle, Franz Chlebnitschek oder Franz Dopfer, die das Feuerwehrwesen in den vergangenen Jahrzehnten an vorderster Front im Kammelmarkt maßgeblich prägten.

Bei schweren Bränden ausgerückt

Immer wieder mussten Neuburgs Feuerwehrleute in den vergangenen Jahren bei schweren Bränden ausrücken. Unvergessen bleibt Ehrenkommandant Rudolf Schwarz das Hochwassereignis mit Flutwelle im Jahr 2002. „Wir wurden damals frühzeitig alarmiert und mussten die Hauseigentümer verständigen. Teilweise wurden wir von diesen für verrückt erklärt“, erinnert er sich zurück. Er hat zudem in Neuburg noch die Zeit ohne Feuerwehrfahrzeug erlebt. „Wir hatten damals lediglich einen Tragkraftspritzenanhänger“. Ein örtlicher Landwirt musste diesen mit seinem Traktor ziehen.

Insgesamt sieht Andreas Schwarz im Jubiläumsjahr die Feuerwehr relativ gut ausgestattet, wenngleich das Feuerwehrgerätehaus und die Löschgruppenfahrzeuge in die Jahre gekommen sind. „Der Bedarf einer Feuerwehr hängt immer mit der Entwicklung im Ort ab“, so der Kommandant.

Mit Wolfgang Härtl als Kreisbrandinspektor und Markus Dopfer als Leiter der „Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung“ stammen zudem zwei überregionale tätige Feuerwehrführungskräfte aus den Reihen der Neuburger Floriansjünger.

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