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Krumbach

25.11.2019

Fischers Plädoyer für den Neubau des Sportzentrums

Welche Perspektive ist die beste für das Hallenbad? Krumbachs Bürgermeister Hubert Fischer plädiert entschieden für einen Neubau.
Foto: Peter Bauer

Die Bürgerversammlung im Krumbacher Stadtsaal ist diesmal weit besser besucht als sonst. Dabei steht ein Thema eindeutig im Vordergrund.

Obwohl erst am Ende des 75-minütigen Rechenschaftsberichts von Bürgermeister Hubert Fischer platziert, bildete das Thema Sportzentrum erwartungsgemäß den Mittelpunkt der diesjährigen Bürgerversammlung. Dies dürfte auch der ausschlaggebende Grund gewesen sein, dass sich entgegen früherer Veranstaltungen dieses Mal rund 100 Besucher im Krumbacher Stadtsaal einfanden und ihr Interesse auch an weiteren Themen bekundeten. Dazu zählte eingangs ein umfangreiches statistisches Zahlenmaterial, aus dem größtenteils eine positive Entwicklung hervorging. So wird die Einwohnerzahl mit aktuell 13709 einschließlich der Stadtteile laut Prognose des Landesamtes für Statistik bis zum Jahr 2034 weiter zunehmen. Die stellte die Stadt bei der Schaffung von Wohnraum oder auch Kita-Plätzen vor große Herausforderungen, man arbeite intensiv an Lösungen.

Allerdings könne die Stadt das Problem allein nicht bewältigen, sondern man sei auch auf auch private Bauherren angewiesen. In der Vergangenheit sei ja mit dem Bau von Wohnanlagen einiges erreicht worden, lobte der Rathauschef. Weiter sei erfreulich, dass beim Steueraufkommen die Einnahmen eine steigende Tendenz aufweisen, denen aber permanent zu leistende Ausgaben gegenüber stehen. Das mache sich unter anderem in der Kreisumlage deutlich bemerkbar, jedoch müsse man hier berücksichtigen, dass der Landkreis allein im laufenden Jahr mit Neubau der FOS/BOS, Sanierung Gymnasium, Erweiterung OP-Säle und dem Bau eines Ärztehauses (der Spatenstich fand unlängst statt) viel in der Stadt investiert habe. Unterm Strich verbleiben, so Fischer, bei den Finanzen immerhin voraussichtliche Mehreinnahmen in Höhe von einer Million Euro. Fischer berichtete über einige große Projekte. So sei die Neugestaltung der Karl-Mantel-Straße „mehr als nur eine Straßensanierung“ geworden, sie beeinflusse die gesamte Innenstadt positiv. Ein Beitrag zur Wohnraumbeschaffung sei der von der Stadt initiierte Neubau am Hopfenweg und der Wohnungsbau der Baugenossenschaft.

Ein ausführliches Statement gab der Bürgermeister zum Thema Schulsportzentrum Fakt sei, so Fischer, dass die Gebäude des Schulsportzentrums nicht mehr den „allgemein anerkannten Regeln der Technik“ (Brandschutz, Barrierefreiheit, Fluchtwege aufgrund unterschiedlicher Höhen mangelhaft, Wasser- Abwasserleitungen, Lüftung, Elektrik technisch am Ende, Tagesheim ist keine Mensa, Turnhalle entspricht keiner Versammlungsstätte) entsprechen. Das zeige, dass sich bei einer Sanierung erst nach und nach neue Erkenntnisse ergeben, die vorher nicht planbar seien. Bei einem Neubau würden alle Komponenten berücksichtigt und die Kosten stünden vorab fest. Immerhin stehe eine Bausumme von rund 30 Millionen Euro im Raum.

Nur wenige Redebeiträge der Anwesenden

Nach der von vielen Besuchern offensichtlich als aussagefähig empfundenen Darstellung des Bürgermeisters und durch den für den Hochbau in der Stadt zuständigen Architekten, Tobias Handel, ergaben sich nur wenige Redebeiträge der Anwesenden. Sie liefen alle in sachlicher Form ab. Auf die Frage nach einem Zeitplan sagte Fischer, dass ein solches Riesenprojekt eine gewisse Vorlaufzeit benötige, doch mit dem gegenwärtigen Planungsstand und nach vollständiger Klärung der Beteiligung der Gemeinden, deren Schüler die Sportstätten mit benützen, bestünden gute Voraussetzungen für eine zeitnahe Realisierung. Lediglich ein Bürgerbegehren könnte das gesteckte Ziel verzögern. Nach der Klärung der Anfragen kam deutlich der Wunsch zum Ausdruck, dass das Projekt so schnell wie möglich in Angriff genommen werden sollte.

Nach wie vor ist die Verkehrssituation ein beliebtes Diskussionsthema. So beklagte eine Besucherin, dass man als Verkehrsteilnehmer mit den Neuerungen zu Vorfahrts- und Geschwindigkeitsregelungen überfordert sei. Fischer sagte dazu, dass die Regeln mit Polizei und Landratsamt abgestimmt wurden. Massive Kritik gab es zu einem Wegfall öffentlicher Parkplätze im Zuge des Ausbaues der Adolf- Kolpingstraße. Das sei unberechtigt, denn jeder Betrieb müsse selbst für Parkmöglichkeiten sorgen.

Verkehrstechnische Erschwernisse gäbe es auch bei einem Anlieger in der neu ausgebauten Buchstraße. Die Anregung zur Verbesserung der Ampelschaltungen sei berechtigt, bestätigte Fischer und kündigte an, dass das Straßenbauamt einen Fachmann mit der verkehrsgerechten Justierung der Schaltzeiten beauftragt habe. Nicht realisierbar dürften die Vorschläge, den Parkplatz beim Stadtsaal zu überdachen und mit einer PV-Anlage zur Stromerzeugung zu versehen oder das Freibad zur Aufrechterhaltung des Schwimmbetriebes während der Sanierungsmaßnahmen am Hallenbad winterfest zu machen, sein.

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