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08.02.2018

Flasche leer, dann gib’s der Feuerwehr

Onur Topgül, Marktleiter der Thannhauser V-Markt-Filiale, und Feuerwehrkommandant Karl-Heinz Pfitzmayr freuen sich, wenn Kunden ihre Pfandbons in die orange Kiste einwerfen.
Bild: Stefan Reinbold

Wer auf das Geld für sein Leergut im Thannhauser V-Markt verzichtet, hilft den Einsatzkräften in der Mindelstadt.

Thannhausen Achtlos weggeworfen liegen sie da: eine leere Plastikflasche Bitterlemon und eine gläserne Bierflasche mitten im Müll. 33 Cent gibts dafür als Pfand – reich wird man davon nicht. Karl-Heinz Pfitzmayr freut sich trotzdem. „Kleinvieh macht auch Mist“, sagt er lachend. Der Mülleimer, in dem der Kommandant der Thannhauser Feuerwehr die Flaschen entdeckt hat, steht neben den Leergutautomaten im V-Markt in Thannhausen. Zwischen zwei Einwurflöchern für das Pfandgut hängt eine Art Briefkasten in Leuchtorange am Automat. Wer seinen Pfandbon nicht einlösen will, kann ihn in die orange Box werfen und hilft damit der Thannhauser Feuerwehr. Seit dem Start der Aktion im vergangenen Jahr sind schon fast 1500 Euro zusammengekommen – so viel zum Mist vom Kleinvieh. Ähnliche Spendeninitiativen gibt es auch in anderen V-Markt-Filialen in der Region. Wem das Geld zugute kommt, sucht sich jede Filiale selbst aus, erklärt Onur Topgül, Marktleiter in Thannhausen. Er hat die Aktion noch von seinem Vorgänger geerbt, ist aber überzeugt von der Sinnhaftigkeit. Auch im Markt verlorene Pfandbons werden gespendet. Eine Woche werden die Zettel an der Infotheke noch bereitgehalten. Wenn sie niemand vermisst, wandern sie aufs Konto der Feuerwehr. In der Regel handelt es sich um Kleinstbeträge. „Aber es gibt auch Kunden, die bis zu zehn Euro dort einwerfen“, sagt Topgül.

„Das ist ein tolles Projekt“, lobt Pfitzmayr. Natürlich werde die Feuerwehr von der Stadt finanziert. Da gebe es auch keinen Grund, sich zu beschweren, sagt Pfitzmayr. Trotzdem gebe es immer wieder Projekte, die über Spenden finanziert werden. Dabei handelt es sich meist um Ausrüstungsgegenstände. Vor allem solche, für die sich die lange Reise durch den Genehmigungsprozess im Stadtrat nicht lohnen würde. So wird die Feuerwehrjungend gerade mit neuen Helmen ausgerüstet. Ein größeres Ziel der Feuerwehr ist die Anschaffung eines eigenen Bootes. Rund 10000 Euro werden dafür benötigt. Da kommen solche Spenden gerade recht.

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