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18.06.2009

Fünf Prozent Dividende trotz der Finanzkrise

Thannhausen Zwei Bonbons waren auf der 26. Vertreterversammlung der Raiffeisenbank Thannhausen zu verteilen. Stefan Bäuerle, Bezirksdirektor von Schwäbisch Hall, überreichte dem Raiba-Vorstandsvorsitzenden Helmut Atzkern eine Urkunde: Im bundesweiten Vergleich belegten die Thannhauser Banker den Platz 9 bei der Bausparvermittlung. Das zweite Bonbon bekamen die Mitglieder der Genossenschaftsbank: Wie in den Vorjahren bekommen sie fünf Prozent Dividende auf ihre Anteile gutgeschrieben. Das war ein ordentlicher Trost, denn auch die erfolgsverwöhnte Raiffeisenbank Thannhausen hat in der Krise Federn lassen müssen, wenngleich relativ wenige.

Vorstandsmitglied Peter Keller präsentierte mit seinem Geschäftsbericht 2008 die Sachlage. Die Bilanzsumme sei erneut angewachsen, wenn auch diesmal nur um ein Prozent auf 164 Millionen Euro. Eine "Kreditklemme" kenne die Bank nicht, meinte Keller: Die Vorschriften zur Kreditvergabe seien an die Eigenkapitalausstattung der jeweiligen Bank geknüpft und hierin sei die heimische Raiffeisenbank spitze. Das Eigenkapital entspreche etwa zwölf Prozent der Bilanzsumme, das sei ungefähr das Doppelte im Vergleich zum Durchschnitt der Genossenschaftsbanken.

Als überaus positiv bewertete Keller den Anstieg der Mitglieder auf nunmehr 5474. In Relation zur Bilanzsumme habe sich der Anteil der Sach- und Personalkosten weiter verringern lassen und das Immobiliengeschäft konnte um 40 Prozent gesteigert werden. Den Bilanzgewinn bezifferte Keller auf 204 000 Euro.

Aufsichtsratsvorsitzender Josef Miller zitierte aus dem Bericht der externen Revisoren, der an das Bankhaus in allen Belangen gute und hinsichtlich der Eigenkapitalausstattung sehr gute Noten vergab. Paul Hartinger, Mitglied des Aufsichtsrates, wurde von der Versammlung einstimmig für drei weitere Jahre in seinem Amt bestätigt. Herbert Klein, stellvertretender Vorstandsvorsitzender, forderte in seinem Referat zur Finanzkrise, dass die Banken, die gut gewirtschaftet hätten, nicht im Wettbewerb benachteiligt würden. Das bedeute insbesondere, dass die subventionierten Banken sich an die marktüblichen Konditionen zu halten hätten.

Helmut Atzkern lobte in seinem Statement das dreigliedrige Banksystem, das sich in der Krise bewährt habe. Insbesondere die genossenschaftlichen Banken hätten sich als stabilisierendes Element erwiesen. Trotz der alles in allem guten Zahlen müsse man zukunftsorientiert denken und nach Möglichkeiten der Kooperation und Synergie Ausschau halten. Dazu habe man Kontakte zu den Raiffeisenbanken in Burgau und Krumbach geknüpft.

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