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Handball-Landesliga

19.01.2020

Für den TSV Niederraunau wird’s jetzt ungemütlich

Harte Momente: Nach der Niederlage grübeln die Niederraunauer Johannes Rosenberger und Valentin Baumgarten über die Ursachen.
Bild: Ernst Mayer

Die dritte Niederlage in Folge wirft die Handballer aus Mittelschwaben in die Nähe der Abstiegszone. Warum die Pleite nach einem seltsamen Spiel in eigener Halle so unnötig war.

Grundlegend verändert hat sich die Situation für die Niederraunauer Landesliga-Handballer. Drei Niederlagen in Folge bedeuten in der Tabelle zwar immer noch Rang sechs, mit lediglich noch vier Punkten Abstand zur Abstiegszone ist die Komfortzone aber endgültig verlassen. Das 24:29 gegen die SpVgg Altenerding haben sich die Raunauer Jungs übrigens komplett selbst zuzuschreiben.

Kein "normales" Handballspiel

Auslöser für ein äußerst seltsames Spiel, das mit dem „normalen“ Geschehen überhaupt nicht vergleichbar ist, war eine katastrophale Leistung der Gastgeber in der ersten Hälfte. Das Resultat von 9:19 sagt beinahe alles. Sämtliche Niederraunauer Mannschaftsteile versagten. Die Torhüter brachten keine Hand an den Ball, die Abwehr ließ sich nach Belieben ausspielen und im Angriff wurde der gegnerische Torhüter Stephan Haase, wie schon im Hinrundenspiel in Altenerding, zum Weltmeister geworfen.

Den allergrößten Ausschlag gaben aber dumme, zum Teil vollkommen unnötige Zwei-Minuten-Strafen in der Anfangsphase. Wenn ein Team in der 18. Spielminute schon die vierte Hinausstellung hinnehmen muss, versteht es einfach nicht, mit der Linie der Schiedsrichter umzugehen. Bei der ersten Aktion erlitt dazu Björn Egger einen Cut über dem Auge und musste verarztet werden.

Für den TSV Niederraunau wird’s jetzt ungemütlich

Zehn-Tore-Rückstand nach 20 Minuten

In Folge kamen die Raunauer Jungs einfach nicht ins Spiel. Auch der „Hallo-Wach-Effekt“, den eine Auszeit von Trainer Mihaly More beim Stand von 3:8 bringen sollte, verpuffte wieder. Das Desaster nahm immer größere Ausmaße an. Die mehr als 400 Zuschauer, darunter eine frenetisch anfeuernde Gruppe aus Altenerding, trauten ihren Augen nicht. Ein Zehn-Tore-Rückstand nach einem Drittel der Spielzeit (4:14 stand es in der 20. Minute) war das ernüchternde Resultat. Das war einfach nicht mehr zu korrigieren.

More reagierte jetzt endgültig und stellte komplett um. Marius Waldmann ging auf die vorgezogene Position in einer offensiven Abwehr. Das hielt wenigstens den Abstand gleich. Anlass zu Hoffnung bestand immer noch keine.

Zur zweiten Hälfte kam das Team dann noch aggressiver eingestellt aus der Kabine. Die Abwehr, irgendetwas zwischen einer 3:3-Formation und einer teilweisen Manndeckung, sollte die Gäste verunsichern. Anfangs klappte das gar nicht. Die Hauptangreifer Christopher Schmalz und Lukas Donaubauer agierten nach wie vor souverän.

Immerhin Kampfgeist gezeigt

Erst ab dem 11:22 sollte sich der nie nachlassende Kampfgeist der Raunauer lohnen. Maxi Jekle hielt jetzt immer besser, Marius Waldmann führte klug Regie und plötzlich klappte einiges. Der Rückstand schrumpfte über sieben (15:22) und sechs (18:24) bis auf vier Treffer Differenz (21:25). Beim 23:26 durch Lasse Sadlo schien sogar eine Sensation möglich. Allerdings hatten erneute Zwei-Minuten-Strafen die Uhr schon zu weit herunterlaufen lassen. Die Raunauer machten jetzt vollends auf, dabei unterliefen ihnen aber auch Fehler. Schnell machten die Altenerdinger den Sack zu.

Selbst wenn das Geschehen in der zweiten Hälfte nicht mehr viel von einem „normalen“ Landesligaspiel hatte: es machte den Fans wenigstens Hoffnung auf baldige Besserung. (walp)

TSV Niederraunau Hessheimer, Jekle; Kiebler, Rothermel (3), Schäfer, Sadlo (4), Mat. Waldmann (1/1), Hegenbart (2), Egger (1), Blösch (3), Kornegger, Rosenberger (3), Baumgarten, Mar. Waldmann (7/3)

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