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Konzert

27.07.2016

Gassenhauer und Gospels begeistern

Gibt es ein schöneres Open-Air-Konzert als das der Common Voices im Museumshof – der begeisternde Chor im Pavillon, Abendsonnenschein im Hintergrund und die Sitzbänke gefüllt mit etwa 250 Besuchern.
Bild: Peter Voh

Die Common Voices sangen im Freien auf dem Museumsgelände in Ziemetshausen

Eine wiederum runde Sache war das Open-Air-Konzert der Common Voices im Hof des Webereimuseums an einem fast lauen Sommerabend. Die Bänke vor dem Pavillon waren sehr schnell besetzt, weit über 200 Besucher wollten sich den Ohrenschmaus nicht entgehen lassen. Und sie wurden nicht enttäuscht.

Anne Spielmann eröffnete das Konzert bei Abendsonnenschein. „It´s alright“, so der gleichnamige Titel der Veranstaltung, ließ sie wissen, es ist in Ordnung, zunächst Männerstimmen fielen dezent ein, Peter Laubheimer am E-Piano und Erwin Steger mit der Gitarre begleiteten zu einem anhaltenden Finale. Laubheimer hat aber auch eine prägnante Stimme, wie man bei „Kokomo“ hören konnte, einem Song der Beach Boys.

Auch Moderator Jochen Schneider kann seine Solostimme hören lassen, bei „I still haven´t found“ zeigte er dies, der Chor im Hintergrund hat nur dezent begleitet. Mit seinem Repertoire und den herrlichen Stimmen unter der Leitung von Elisabeth Haumann hat der Chor auf dem Ziemetshauser Museumsareal begeistert.

Gassenhauer und Gospels begeistern

Man klatschte und bewegte sich im Rhythmus mit, aus den Gesichtern der Sänger strahlte Freude, die sie an ihr dankbares Publikum weitergaben. Dem Solo am E-Piano, vom summenden Chor begleitet, folgte zum Schluss hin ein Gesang aus vollem Herzen: „Goin´ up Yonder“, ein nachdenkliches Stück, von Anne Spielmann und Erwin Steger in ergreifenden Soloparts dargebracht. „Wanting Memories“, ein Lied von afroamerikanischer Kultur durchdrungen und mit lang anhaltendem Finale, ist ein Ohrwurm und wurde vom Publikum mit viel Beifall bedacht.

„Will you love me tomorrow?“ – „I like you tomorrow“ haucht ein Trio ins Mikrofon, E-Piano und Gitarre begleiten, mit Frauenstimmen im Vordergrund singt der gesamte Chor mit. Wieder afrikanische Klänge mit eindringlich dumpfem Gesang zum Auftakt von „Africa“, helle Frauenstimmen folgen den Männern nach, „I wait for you in Africa“. Ein bunter Mix von Gospel, Rock und Soul tönt durchs Museumsareal. Marion Weldert, mit kräftiger, dennoch bezaubernder Stimme, schmettert sie das „Chain, chain, chain“ von Aretha Franklin voller Inbrunst in den abendlichen Himmel. Das Volk klatscht mit, geht mit.

Die Common Voices kommen voll an. Ein Gassenhauer der legendären Münchner Freiheit (auf Deutsch gesungen) eröffnet die Dreingaben für das schier unersättliche Publikum – „Solang’ man Träume noch leben kann“. „You´ve got a friend – du hast einen Freund gewonnen“, der richtige Schlusssong für einen schönen Sommerabend.

Moderator Jochen Schneider und Elisabeth Haumann haben hierzu einige der anwesenden früheren Chormitglieder eingeladen, mitzusingen. Das Publikum zählte mit zu den Freunden, bedankte sich mit lang anhaltendem Beifall und ging mehr als zufrieden nach Hause.

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