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Krumbach

07.12.2017

Gastspiel der Augsburger Domsingknaben in Krumbach

Der Kammerchor der Augsburger Domsingknaben tritt im kommenden Mai 2018 in der Krumbacher Kirche St. Michael auf. Karten gibt es jetzt im Vorverkauf in der Raiffeisenbank in Krumbach.
Bild: Bernhard Gastager.

Für Mai 2018 plant der Lions-Club Mittelschwaben in Krumbach ein herausragendes Konzert. Bei welchen Aktionen für den guten Zweck der Club noch aktiv ist.

Orgelrenovierung in der Kirche St. Michael, Spenden für den Tafelkreis Krumbach oder für das Malawiprojekt von Diakon Alois Held: Der Lions-Club Mittelschwaben unterstützt seit vielen Jahren zahlreiche Projekte. Heuer feiert die Lions-Bewegung, die ihre Ursprünge in den USA hat, ihr 100-jähriges Bestehen. Im kommenden Jahr möchte der 1969 gegründete heimischen Lions-Club Mittelschwaben einen besonderen kulturellen Akzent setzen. Am Sonntag, 6. Mai 2018 findet ab 17 Uhr in der Krumbacher Kirche St. Michael ein großes Benefizkonzert mit dem Kammerchor der Augsburger Domsingknaben zugunsten der Ökumenischen Hospizinitiative statt. Karten gibt es jetzt im Vorverkauf in der Raiffeisenbank Schwaben Mitte in Krumbach.

„Der Terminplan der Domsingknaben ist voll. Es war nicht einfach, sie für einen Auftritt in Krumbach zu gewinnen“, sagt Gerhard Holbach, aktueller Präsident des heimischen Lions-Clubs, im Gespräch mit unserer Zeitung. umso mehr freue er sich, dass das Konzert nun zustande kommt.

Die Augsburger Domsingknaben feierten im Jahr 2016 ihr 40-jähriges Bestehen. Ihr Gründer ist Domkapellmeister Reinhard Kammler. Der heute 62-Jährige hat die Domsingknaben über Jahrzehnte bis heute geprägt. Wie Gerhard Holbach erläutert, ist auch der bekannte heimische Kirchenmusiker Michael Dolp für die Domsingknaben tätig. „Für ihn wird das Konzert quasi ein Heimspiel.“ Bei der Gründung der Domsingknaben nahm Kammler eine Tradition wieder auf, die am „Hohen Dom zu Augsburg“ bis ins 15. Jahrhundert zurückreicht. Im Lauf der Jahre hat sich der Chor zu einem der renommiertesten Chöre Deutschlands entwickelt.

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Inzwischen zählt er rund 350 musikbegeisterte junge Menschen – vom fünfjährigen Knaben bis hin zum Erwachsenen. Bei den Domsingknaben gibt es im Gegensatz zu anderen Chören kein Internat, aber es gibt eine umfassende Begleitung der Mitglieder, zum Beispiel bei der Hausaufgabenbetreuung oder auch bei der Freizeitgestaltung. Und der gebürtige Augsburger Kammler kümmert sich immer wieder persönlich um die Stimmbildung der Knaben. Kammler legt Wert auf einen spezifischen Klang, weicher als bei vergleichbaren Knabenchören.

Das Stichwort „Stimme“ ist für ihn selbst auch mit einer bitteren Lebensepisode verbunden. Mit 42 Jahren erlitt er einen Schlaganfall, er verlor Bewegungsfähigkeit und Stimme. Doch mit beharrlicher Energie arbeitete sich Kammler wieder ins Leben zurück. Und „sein Leben“, das sind auf ihre Weise auch die Domsingknaben. „Krumbach kann sich da auf einen ganz besonderen Auftritt freuen“, sagt Gerhard Holbach. Bei den Augsburger Domsingknaben gibt es mehrere Chöre, etwa 40 Personen gehören nach Auskunft von Holbach dem Kammerchor an.

Holbach (64) ist noch bis Ende Juni Lions-Präsident (die Präsidentschaft wechselt jährlich). Er stammt aus Konz unweit von Trier, war Vorstandsmitglied bei zwei Volksbanken in seiner Heimatregion und lebt nach seinem Ausscheiden aus dem Berufsleben seit 2011 in Krumbach.

Ein wichtiges Lions-Projekt der jüngsten Zeit war auch die Krapfenaktion. In Zusammenarbeit mit dem Lions-Club backen hier inzwischen sechs Bäckereien – Weindl, Zitherbäck, Kaiser (alle Krumbach), Höß, Bosch (beide Thannhausen) und Miller (Edelstetten) – für den guten Zweck. Die Krapfen werden für einen Euro verkauft, 50 Cent davon kommen wohltätigen Zwecken zugute. 2016 wurden nach Mitteilung von Holbach 7800 Krapfen verkauft. „In diesem Jahr waren es 13200 Krapfen“, freut er sich. Dank weiterer Spenden kam bei der Aktion insgesamt 7450 Euro zusammen. Die Krapfen wurden an Großabnehmer, Geschäfte, aber auch Einzelpersonen verkauft. Die Abnahmemenge liegt zwischen 15 und 2000 Krapfen. 2000 Krapfen habe allein die Burgauer Firma Roma abgenommen. Beim jüngst abgehaltenen Büchermarkt kamen laut Holbach 2500 Euro zusammen. Vor Kurzem hat der Lions-Club 2000 Euro für das Malawiprojekt von Diakon Alois Held gespendet (wir berichteten). Den Menschen dienen und helfen: Diesen Weg möchte der Lions-Club weiter fortsetzen.

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