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Georg Gerhardt ist ein Vorbild als Schulleiter und Mensch 

Georg Gerhardt ist ein Vorbild als Schulleiter und Mensch 
Kommentar Von Stefan Reinbold
25.07.2019

Mit seinem kollegialen Führungsstil, Respekt und Vertrauen und einer gehörigen Portion Leistungsbereitschaft hat der Rektor des Ringeisen-Gymnasiums den Ursberger Geist mitgeprägt.

Der Lehrer macht’s. So knapp und doch so korrekt formuliert Georg Gerhardt das Rezept für gute Pädagogik. Natürlich gibt es viele hilfreiche Kniffe und didaktische Hilfen, die einem den Unterricht erleichtern und unterschiedliche Zugänge zu den verschiedenen Lerninhalten schaffen. Wer jedoch kein Menschenfreund ist, wird nie ein guter Lehrer werden.

Georg Gerhardt war ein guter Lehrer, weil er sich auf die Schüler eingelassen hat, an sie geglaubt und sie gemocht hat, wie sie sind. Und Gerhardt war ein guter Schulleiter. Mit seiner menschlichen, geduldig-respektvollen und lösungsorientierten Art, Herausforderungen und Problemen zu begegnen, strahlte er eine natürliche Souveränität und Autorität aus. Natürlich gibt es an der Spitze einer Schule auch Unstimmigkeiten und Ärger. Wichtig war Gerhardt dabei aber immer, sich auch im Streit in die Augen sehen zu können und sich wieder zu versöhnen.

Gerhardts Grundsatz: "Jeder Mensch ist kostbar"

Seinen Kollegen brachte er Wertschätzung und Vertrauen entgegen, indem er ihnen Freiheiten ließ. Freiheit ist die Basis für Kreativität. Dass die Lehrer diese im Sinne der Schüler und der Schule nutzen, zeigt die schier unübersehbare Fülle an Zusatzangeboten. Vom Jonglieren über die Akrobatik, den Chor, die Orchester, das Bläserensemble, Tanz- und Theatergruppen. In der Tat bietet das Ursberger Gymnasium damit ein Angebotsspektrum, das sich – wie Gerhardt stolz bemerkte – mit einem musischen Gymnasium durchaus messen kann.

Georg Gerhardt ist ein Vorbild als Schulleiter und Mensch 

Den Grundsatz: „Jeder Mensch ist kostbar“, hat Gerhardt als Schulleiter gelebt. Er war praktisch immer da. Keine Veranstaltung, kein Projekt seiner Schüler war ihm zu klein, als dass er es nicht durch seine Anwesenheit aufgewertet hätte. Das hat nicht nur mit einem wohlverstandenen Pflichtgefühl zu tun, sondern mit ehrlichem Respekt und Freude an der Leistung der Jugendlichen. Damit hat er als Vorbild maßgeblichen Einfluss auf den am Tag seiner Verabschiedung so viel beschworenen Ursberger Geist genommen.

In Ursberg endet eine Ära

Wie sehr die Schule ihm am Herzen lag, verrät auch die Sprache. Gerhardt spricht von „meinen Schülern“, „meiner Schule“ und am Ende sogar von „meiner Kongregation“. Das zeugt nicht zuletzt von dem innigen Verhältnis zu den Schwestern, denen Gerhardt stets Ehrenplätze bei schulischen Veranstaltungen wie überhaupt im Schulleben reservierte. Mit diesem Schuljahr endet in Ursberg eine Ära, die viel Positives bewirkt und sehr viel Bleibendes geschaffen hat. „Adieu, machen Sie’s gut, wir haben Sie sehr lieb gewonnen.“

Den Bericht von der Verabschiedung gibt es hier: Ursberger Schulleiter Georg Gerhardt verabschiedet sich von seiner Schulfamilie

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