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Krumbach/Münsterhausen

10.10.2019

Georg Nüßlein: Zwischen Klimapaket und Kommunalwahl

Dr. Georg Nüßlein in seinem Haus in Münsterhausen.
Bild: Peter Bauer

Plus Georg Nüßlein ist in der Klimadebatte in Berlin einer der maßgebenden Politiker. Wie er künftig seine Rolle im kommunalen Bereich sieht.

Spiegel, Handelsblatt, ARD-Mittagsmagazin: Georg Nüßlein ist in der Berliner Medienwelt derzeit ein außerordentlich gefragter Gesprächspartner. Der Unions-Fraktionsvize ist bei den Verhandlungen um das Klimapaket des Bundesregierung einer der maßgebenden Politiker. Es sei eine Arbeitsbelastung in einer Intensität, wie er sie in seinen mittlerweile 17 Jahren im Bundestag kaum erlebt habe, erklärt der 50-jährige CSU-Bundestagsabgeordnete aus Münsterhausen. Am Freitag, 11. Oktober eröffnet Nüßlein um 10 Uhr im Gastronomie-Zelt die Krumbacher Mittelschwabenschau KRU.

Was ist alles bei der KRU geboten? Weitere Details gibt es in unserer Geschichte:

Krumbach: Letzte Handgriffe für die KRU

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Mehr Informationen zu Georg Nüßlein finden Sie hier:

Georg Nüßlein ist der grüne CSU-Politiker

Nüßlein kümmert sich in seiner politischen Arbeit in Berlin schwerpunktmäßig um die Themenbereiche Umwelt, Energie und Gesundheit. Alles Themenfelder, die in den vergangenen Jahren immer mehr an Bedeutung gewonnen haben. Mit Blick auf die Arbeitsbelastung in Berlin hat sich Nüßlein entschlossen, bei der Kommunalwahl 2020 nicht mehr für den Münsterhauser Marktrat zu kandidieren. „Das ist zeitlich schlichtweg nicht mehr möglich“, erklärt er im Gespräch mit unserer Redaktion. Nüßlein ist seit 2014 stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Insgesamt gibt es elf Stellvertreter, die für verschiedene Bereiche zuständig sind.

In der Kommunalpolitik fest verwurzelt

Nüßleins politische Laufbahn ist mit der Kommunalpolitik fest verwurzelt. Seit 1996 gehört er dem Münsterhauser Marktrat an. 1996 bis 2002 und erneut seit 2008 ist er Mitglied des Kreistags. Wird er noch einmal für den Kreistag kandidieren? Der Sitzungsrhythmus der Kreisgremien sei mit der Arbeit im Bundestag zeitlich etwas leichter zu koordinieren als die Tätigkeit im Marktrat. Aber auch hier müsse er natürlich berücksichtigen, dass ihn seine Arbeit in Berlin immer mehr in Anspruch nehme. Entschieden sei in Sachen Kreistagskandidatur aber derzeit noch nichts, es gebe Gespräche mit dem CSU-Kreisvorsitzenden Alfred Sauter.

In Münsterhausen hat bekanntlich der 2. Bürgermeister Erwin Haider (Neutraler Bürgerblock) angekündigt, bei der Bürgermeisterwahl als Nachfolger von Robert Hartinger (CSU-FWG) zu kandidieren. Nüßlein kann sich vorstellen, dass Haider als Bürgermeister seine Arbeit „gut machen wird“. Es sei denkbar, dass er auch von CSU-FWG nominiert werde.

Die Kommunalwahl ist in diesen Wochen das beherrschende politische Thema. Nüßlein begrüßt die Kandidatur von Bau- und Verkehrsminister Hans Reichhart bei der Landratswahl. Kandidaten der Grünen wie Maximilian Deisenhofer würden stärker als in früheren Zeiten auch Wähler der politischen Mitte ansprechen. Auch vor diesem Hintergrund sei es wichtig, dass sich die CSU mit erstklassigen Kandidaten bei der Kommunalwahl präsentiere. Der in der Bevölkerung sehr beliebte und hochkompetente Hans Reichhart sei hier die richtige Wahl. Und Nüßlein ist sich sicher, dass Hans Reichhart bei der Wahl hervorragend abschneiden werde. Schon bei der Landtagswahl habe er ja sehr viele Direktstimmen erhalten.

Mehr Informationen zur Landratswahl gibt es in folgenden Artikeln:

CSU stellt sich geschlossen hinter Hans Reichhart

Max Deisenhofer packt die Landratskandidatur an

AfD: Gerd Mannes will Landrat im Kreis Günzburg werden

Die Rolle der kleineren Kliniken

Sowohl in der Bundes- als auch in der Kommunalpolitik spielt die Gesundheitsthematik eine zentrale Rolle. Die Kliniklandschaft in Deutschland befindet sich in einem massiven Umbruch, welche Rolle können kleinere Kliniken wie Krumbach und Günzburg künftig spielen? Nüßlein sieht beide Häuser gut aufgestellt. Schon vor vielen Jahren seien im Kreis Günzburg die Weichen für eine solide Struktur bei den Krankenhäusern gestellt worden. Ein generelles Problem seien insgesamt steigende Defizite. Ein Lösungsansatz könne eine stärkere Sockelfinanzierung sein. Wichtig sei eine gut funktionierende Verzahnung des ambulanten und stationären Bereichs.

Mit Blick auf den sich immer mehr abzeichnenden Mangel an Hausärzten plädiert Nüßlein dafür, dafür, die Hausarztthematik stärker im Medizinstudium zu verankern. Die Uni-Klinik, die in Augsburg aufgebaut wird, könne auch für die heimische Region wichtige Vorteile bringen. In der Forschung könne die Medizin für behinderte Menschen eine wichtige Rolle spielen, dies würde auch das Krankenhaus St. Camillus in Ursberg weiter stärken.

Umweltschutz durch technische Innovation

In Sachen Klimaschutz spricht sich Nüßlein mit Nachdruck dafür aus, die Möglichkeiten der technischen Innovation nicht zu vernachlässigen. Deutsche Technologie könne hier weltweit eine wichtige Rolle spielen.

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