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28.07.2010

Gewerbegebiet Niederraunau: Es kann höher werden

Pizza vor der öffentlichen Stadtratssitzung: Einige Niederraunauer Bürger, die wegen des Themas Gewerbegebiet gekommen waren, mussten lange warten, bis "ihr" Tagesordnungspunkt an der Reihe war. Der Grund: Von 18.30 Uhr bis circa 21 Uhr fand eine nichtöffentliche Sitzung statt. Gewartet wurde in gelöster Stimmung, insbesondere beim gemeinsamen Pizzaessen. Foto: Peter Bauer
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Pizza vor der öffentlichen Stadtratssitzung: Einige Niederraunauer Bürger, die wegen des Themas Gewerbegebiet gekommen waren, mussten lange warten, bis "ihr" Tagesordnungspunkt an der Reihe war. Der Grund: Von 18.30 Uhr bis circa 21 Uhr fand eine nichtöffentliche Sitzung statt. Gewartet wurde in gelöster Stimmung, insbesondere beim gemeinsamen Pizzaessen. Foto: Peter Bauer
Bild: Peter Bauer

Krumbach Bezüglich einer Ansiedlung im Niederraunauer Gewerbegebiet gibt es eine neue Anfrage (die Krumbacher Firma SoCom, die im Bereich der Informationssysteme tätig ist). In diesem Zusammenhang wurde jetzt im Stadtrat über eine Aufstockung der im Bebauungsplan zulässigen Höhe von neun auf elf Meter (drei statt bisher zwei Vollgeschosse) diskutiert. Mit einer Mehrheit von 18:6-Stimmen sprach sich der Stadtrat für die Aufstockung aus. Unter anderem betonten die Befürworter, dass es um gute, qualifizierte Arbeitsplätze gehe. Insbesondere von Christoph Helmes (SPD) wurde die Aufstockung hingegen massiv kritisiert. Vor Jahren habe man einen Kompromiss mit neun Metern gefunden. Nun sei dies nichts mehr wert. Eine solche Vorgehensweise führe zu "Politikverdrossenheit". Zu fragen sei, welche Zugeständnisse künftig noch nachfolgen würden. Beschlossene Bebauungspläne dürften nicht zu "Makulatur" werden. In Krumbach könnten auch andere Gewerbeflächen genutzt werden.

Wiederholt debattiert

Über das Gewerbegebiet in Niederraunau (dort befinden sich beispielsweise die Firmen Faist Anlagenbau und Knöpfle) war in den vergangenen Jahren wiederholt debattiert worden. In Niederraunau hatte sich die Initiative "Schonende Gewerbeansiedlung" gebildet, hinter der gut 200 Bürger standen. In der neuerlichen Diskussion hatten sich Vertreter der Initiative wieder zu Wort gemeldet und die angepeilte Aufstockung massiv als Wortbruch kritisiert. Einige Niederraunauer, die der Initiative nahe stehen, verfolgten im Sitzungssaal die Diskussion des Rates.

Auf MN-Anfrage sagte Bürgermeister Hubert Fischer nach der Stadtratssitzung, dass er die Lage in Niederraunau prinzipiell "nicht für optimal" für ein Gewerbegebiet halte. Besser wäre es vor vielen Jahren sicherlich gewesen, Gewerbe stärker in einem Gebiet zu konzentrieren. Aber diese Entscheidung könne nicht mehr rückgängig gemacht werden. Nun gelte es, nach vorne zu blicken und das Gewerbegebiet in Niederraunau optimal zu nutzen und zu belegen. Wilhelm Kielmann (CSU) sagte in der Ratssitzung, dass elf Meter Höhe im Gewerbebereich inzwischen die Norm seien. Es gehe um gute und qualifizierte Arbeitsplätze. Man solle einem potenziellen Investor den roten Teppich ausrollen. Ähnlich sah dies 3. Bürgermeister Dr. Josef Langenbach (UFWG). Das Gewerbegebiet sei ein Vorteil für Niederraunau. Auch Johann Geiger (JW/OL) betonte, dass elf Meter Höhe heute die Norm in einem solchen Bereich seien. Geiger und Kielmann argumentierten, dass die Hanglage die Höhe relativieren würde. "Wir haben dort noch Gewerbeflächen, die wir verkaufen wollen", hob Ursula Bader (CSU) hervor. Noch heute müssten sich die Kommunalpolitiker anhören, dass sie Gerüstbau Schäfer und Raiss Baustoffe hätten ziehen lassen. Man habe seinerzeit aber keine Alternativen gehabt, betonte Ursula Bader. Daher solle man jetzt stolz sein, wenn sich neues Gewerbe ansiedele. Mit 18:6 stimmte der Stadtrat am Ende der Aufstockung zu.

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