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Hindernisse

25.03.2015

Glastüren, Randsteine, Treppen: Oft Barrieren für behinderte Menschen

Hohe Barriere: Der Randstein bei SB-Mayer bildet ein schwieriges Hindernis.
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Hohe Barriere: Der Randstein bei SB-Mayer bildet ein schwieriges Hindernis.

Es gäbe noch viel zu tun, damit auch Leute mit Handicap sich selbstständig frei von A nach B in unserer Region bewegen können. Wie ein positives Beispiel aussehen kann ...

Treppen ohne Geländer, auch wenn es nur zwei oder drei Stufen sind, werden zum Problem. Ältere Menschen oder Menschen mit Behinderung scheitern oft schon an für andere leicht zu bewältigenden Hindernissen.

Eine Anruferin am MN-Lesertelefon zum Thema Barrierefreiheit klagte über fehlende Geländer an manchen Treppen in Krumbach. Außerdem werden unebene Gehsteige und herausragende Gullydeckel für sie zur Stolperfalle. Da sie zudem nur über die Hälfte ihres Sehvermögens verfügt, seien unter anderem Glastüren für sie ein Problem. „Ich sehe sie nicht“, betont sie. Bekleben der Scheiben mit Streifen oder dergleichen könnte Abhilfe schaffen, meint die Anruferin. Um sich bei Dunkelheit besser zurechtfinden zu können, sollten die Wege mit reflektierenden Bändern versehen werden, beispielsweise an Ampeln oder Straßenlaternen, meinte die Anruferin weiter. Als gutes Beispiel für einen barrierefreien Eingang nannte sie den neu gestalteten Eingangsbereich mit Rampe beim ÜKW in Krumbach.

Zugang zu Toiletten beschwerlich

Die Wege zu den Toiletten in manchen Gaststätten bemängelte eine Anruferin. Sie ist gehbehindert und für sie sei es schwierig, Toiletten, die im Keller untergebracht sind, aufzusuchen.

Bemängelt wird dagegen von Annegret Geweke der Eingang der Krumbacher HypoVereinsbank. Hier wurde beim Umbau keine Rampe vorgesehen. Sie findet das unsozial und nicht mehr zeitgemäß. Bei öffentlichen Gebäuden werde an Menschen mit Behinderung vorbei gedacht. Auch für Kinderwagen würden die Stufen ein Hindernis bedeuten.

Einen sicheren Überweg im Bereich Marktplatz auf Höhe des Ladens SB Mayer wünscht sich eine Anruferin, die in der gegenüberliegenden Wohnanlage lebt. Hier sei es für sie sehr gefährlich, heil über die Straße zu gelangen.

„Restaurants, Lokale, Geschäfte, Imbisse, Säle – da gibt es so einige, die man mit Rollstuhl oder Rollator in Krumbach alleine nicht betreten kann“, schreibt Maria Martinez Ramos auf der Facebook-Seite der Mittelschwäbischen Nachrichten. Des Weiteren gebe es Straßenecken mit so engen Bürgersteigen, dass man mit dem Rollstuhl nicht ums Eck komme, ohne mit einem Reifen auf die Fahrbahn auszuweichen, meint sie. „Alleine hast du fast keine Chance, von A nach B zu kommen.“

„Fast alle Lokale in Krumbach sind nur über Treppen oder Absätze erreichbar. Für Rollstuhlfahrer gar nicht möglich und für Personen, die mit Rollator unterwegs sind, nur bedingt“, schreibt Angelika Clauß. Weiter meint sie: „Das ganze Kopfsteinpflaster in der Innenstadt ist für Menschen mit Behinderung eine Qual.“

Der Randstein als hohe Barriere

Den sehr hohen Randstein zum Geh- und Radweg am Krumbächle bei SB-Mayer in der Babenhauser Straße moniert Dom Inik auf unserer Facebook-Seite. Sein Kommentar: „Egal ob man vom „Valentino“ oder vom „Kupfer-Schmied“ kommt, ist hier diese Barriere.“

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