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Ursberg

07.10.2019

Große Lebensleistungen werden in Ursberg gewürdigt

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Seit vielen Jahrzehnten steht sie auf eine besondere Weise im Dienst des Glaubens: Schwester Hildemar von der St. Josefskongregation konnte jetzt in Ursberg ihr 75-jähriges Profess-Jubiläum feiern.
Bild: Christian Pagel

In Ursberg kann ein 75-jähriges Profess-Jubiläum gefeiert werden. Welche Bedeutung dies für die St. Josefskongregation hat.

Zwei Mal im Jahr, am Festtag des heiligen Josef im März und am Franziskustag Anfang Oktober dürfen langjährig zum Orden gehörende Schwestern in der St. Josefskongregation in Ursberg ihr Profess-Jubiläum feiern. Es schon 40, 50 oder 60 Jahre, die sie im Dienste ihres Herrn und für die Mitmenschen stehen, eine enorme Lebensleistung. Das 75-jährige Profess-Jubiläum ist ein äußerst seltenes Ereignis. Sr. M. Hildemar Mägerl, war in der Oberpfalz beheimatet und trat 1939 in den Orden ein, besuchte zunächst die Krankenpflegeschule im Krankenhaus St. Camillus und erwarb nach weiteren Schulungen 1968 das Diplom zur Lehrbefähigung an Krankenpflegeschulen.

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Das Krankenhaus St. Camillus blieb aber ihr lebenslängliches Arbeitsfeld, erst seit März 2018 lebt sie im Mutterhaus auf der Pflegestation. Dieses einzigartige Lebenswerk und das Wirken der weiteren fünf Jubilarinnen wusste beim feierlichen Gottesdienstes am Franziskustag Festprediger, Domvikar Andreas Miesen, seit 2017 Bischöflicher Beauftragter für den Ständigen Diakonat und Leiter der Diözesanstelle Berufe und Kirche und darüber hinaus zuständig für das Ordensleben im Bistum Augsburg, zu würdigen. Als Leitfaden diente in seiner Ansprache das Evangelium, in dem der Evangelist Lukas von den 72 Jüngern berichtet, die Jesus ausgesandt hat, das Wort Gottes zu verkünden.

Eine mehrfache Bedeutung

Die Zahl 72 habe rechnerisch eine mehrfache Weise Bedeutung, beziehen sich doch Teile davon auf Zeitrechnung wie Kalender mit Uhrzeit oder Völkerverbände wie Europa mit den zwölf Sternen. Jesus wolle in Anlehnung dieser Zahl alle Völker der Erde erreichen und in den Menschen die Bereitschaft zu guten Taten und zu einem gottgefälligen Leben wecken. Man sollte sich nicht nur auf die irdischen Dinge verlassen, denn oftmals stehe man mit „leeren Taschen da“.

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Ganz anders alle sechs Jubilarinnen, für die das Evangelium der Grundpfeiler in ihrem Leben war und die das Grundmuster Miteinander und Füreinander, im besonderen für Hilfsbedürftige, vorgelebt haben. Domvikar Miesen überbrachte die Glückwünsche und den Dank der Diözese durch den derzeitigen Diözesanadministrator Bertram Meier.

Wie immer zogen die Jubilarinnen, begleitet von mehreren Priestern, Mitschwestern, Verwandten, Freunden und einer großen Besucherschar unter Glockengeläute vom Mutterhaus ausgehend in die Pfarrkirche „Johannes Evangelist“ ein und wurden von Geistlichem Direktor Walter Merkt begrüßt. „Wir freuen uns, mit euch zu feiern und für die vielen Jahre, in denen euch Gott begleitet und beschützt hat, zu danken“.

Im Verlauf der Eucharistiefeier mit sechs Konzelebranten erneuerten die Jubilarinnen ihre Profess und den einstigen Beschluss, ein gottgeweihtes Leben zu führen. Im Kerzenritus überreichte Generaloberin, Sr. Katharina Wildenauer die Kerze als Symbol des Lichts. Die Mitwirkung der Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte des Ringeisen-Gymnasiums, sowie Schwestern der St. Josefs-Kongregation unter Leitung von Marianne Altstetter und Dominik Herkommer an der Orgel, gaben mit der Messe in A von Chr. Tambling und dem Gesangssolo „Domine adiutor meus“ durch Cäcilia Jannetti, dem Gottesdienst ein würdevolles Gepräge. Im Kapitelsaal des Mutterhauses durften die Jubilarinnen danach viele Glück- und Segenswünsche entgegennehmen. (wgl)

Großes Profess-Jubiläumam Franziskustag in Ursberg:

75 Jahre: Sr. M. Hildemar Mägerl. 65 Jahre: Sr. M. Ellensint Krämer, stammt aus Rumänien, Heilpädagogin im Kinderbereich verschiedener Wohn- und Werkstattgruppen, Führungen im Klostermuseum. Sr. M. Wilfrieda Feigl, aus der Oberpfalz, im Gruppendienst tätig, acht Jahre Oberin im Haus St. Florian, Betreuung einer Wohngruppe im Kloster Holzen. 60 Jahre: Sr. M. Ermentraud Kirchenmaier aus Dettingen/Iller, Heilerziehungspflegerin, als Stickerin und Mesnerin im Mutterhaus tätig, Aushilfe bei Museumsführungen. Sr. M. Kreszentia Manner, Oberpfalz, bis 1991 mit landwirtschaftlicher Erfahrung verantwortungsvoll in den Stallungen der Landwirtschaft tätig, danach bis heute hauswirtschaftlich tätig im Mutterhaus. 40 Jahre: Sr. M. Lucia Tremel, Oberpfalz, Heilerziehungspflgerin in Wohngruppen, ab 1995 theologische Aus- und Fortbildung für die Glaubensvertiefung im Haus Emmaus, Seelsorgehelferin.

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