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Niederraunau

08.07.2020

Handball: Nachwuchs des TSV Niederraunau spielt nicht um die Bundesliga

Die B-Jugend des TSV Niederraunau mit den Trainern Johannes Rosenberger (hinten links) und Stephan Hofmeister.
Bild: Uwe Schmidt/TSV Niederraunau

Corona bringt die A-Jugend des TSV Niederraunau um den Lohn für den größten Erfolg der jüngeren Vereinsgeschichte. Wie es jetzt für die Talente weitergeht.

Der TSV Niederraunau wird in der kommenden Saison nicht um die A-Jugend-Bundesliga spielen. Das steht nach langem Warten auf eine Entscheidung des Deutschen Handballbundes ( DHB) fest. Ursprünglich hatten die Raunauer sich für die Qualifikation zur höchsten Jugendspielklasse durch ihren dritten Platz in der B-Jugend-Bayernliga qualifiziert. Doch die Corona-Krise hatte dann alles durcheinander gewirbelt.

Wegen der unübersichtlichen Corona-Situation hatte sich der DHB zunächst dazu entschlossen, den Klassenerhalt in der Bundesliga erheblich zu erweitern. Schon das hatte die Chancen des TSV Niederraunau gemindert, die Qualifikation erfolgreich zu bestehen, weil eben bundesweit nur mehr sehr wenige Restplätze zu vergeben waren.

Handball: Keine Qualifikation für A-Jugend-Bundesliga

Dann scheiterte der Plan, nach den Sommerferien diese Qualifikation auszuspielen. Zu stark variierten die Sommerferien von Bundesland zu Bundesland und zu unterschiedlich werden die Corona-Beschränkungen durch die jeweiligen Landesregierungen gehandhabt werden. In Baden-Württemberg beispielsweise darf bereits mit normalem Körperkontakt trainiert werden. Auch Testspiele und verkleinerte Turniere mit bis zu 100 Teilnehmern sind erlaubt, während man in Bayern noch mit Abstand trainieren muss und meilenweit von der Handballnormalität entfernt ist.

Eine kleine Hoffnung gab es noch durch die Kooperation mit dem VfL Günzburg, mit dem der TSV im A- und B-Jugendbereich mit einem gemeinsamen Trainer Stephan Hofmeister zusammenarbeitet. Der Gedanke: Wenn gar keine Quali gespielt wird, hätte die Möglichkeit bestanden, dass man auf den Abstieg komplett verzichtet und mit allen Vorjahresteams spielt. Weil der VfL Günzburg keine Mannschaft mehr anmeldet, hätte Niederraunau gerne diesen Platz übernommen.

HC Erlangen bekommt den Vorzug vor dem TSV Niederraunau

Doch die Verbände entschieden sich anders. Für den relevanten Qualifikationsbereich 5 (Bayern, Württemberg, Süd- und Nordbaden) verblieben insgesamt vier Plätze. Jeder Verband sollte einen vergeben. Württemberg entschied sich für den TV Bittenfeld, Südbaden für TuS Helmlingen, Nordbaden für die HG Oftersheim und Bayern für den HC Erlangen.

Stephan Hofmeister trainiert die Junioren des TSV Niederraunau.
Bild: Ernst Mayer (Archiv)

Und so enttäuscht man beim TSV Niederraunau nun ist, man erkenne die Entscheidung des Bayerischen Handballverbands (BHV) absolut an, sagt Coach Hofmeister: „Erlangen ist der allererste Anwärter. In der B-Jugend waren sie klar besser als der TSV und in der A-Jugend haben sie bereits Bundesliga gespielt und sind dort sowohl in der Vorrunde als auch in der Pokalrunde jeweils knapp am direkten Klassenerhalt gescheitert. In diesem Jahrgang stellt Erlangen die deutlich beste bayerische Mannschaft. Das muss man anerkennen.“

TSV Niederraunau will dennoch bald in die JBLH

Zumindest die Qualifikationsspiele hätte man beim TSV Niederraunau gerne absolviert, war doch erstmals in der Vereinsgeschichte eine Jugendmannschaft so weit gekommen. „Es gibt keine Handballjugend-Veranstaltung, bei der man so viel lernen kann“, sagt Stephan Hofmeister. „Die Chancen, sich dabei durchzusetzen, waren in dieser Saison gering. Beim VfL Günzburg hat man aber in der Vergangenheit gesehen, dass man aus praktisch keiner Chance einiges machen kann.“

Man hat nun fast ein Jahr Zeit, sich auf die nächste Qualifikation vorzubereiten. Viele Raunauer Spieler sind im jüngeren Jahrgang. Das Ziel, auf sportlichem Weg die A-Jugend-Bundesliga zu erreichen, besteht also weiter. (zg)

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