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18.03.2009

"Handwerker werden Krise überstehen"

Landkreis (AZ) - 100 Handwerksmeister informierten sich bei einem Vortrag der Kreishandwerkerschaften Günzburg/Neu-Ulm mit dem Organisationstrainer Martin Ferlesch, wie man auch in Krisenzeiten Erfolg durch Öffentlichkeitsarbeit und Beziehungsmanagement haben kann.

Geschäftsführer Walter Thalhofer vertrat bei der Veranstaltung die Meinung, dass ein Wandel vom Verkäufer- zum Käufermarkt stattgefunden habe. Ferlesch machte den Anwesenden Mut: Krisen habe es schon immer gegeben, aber danach sei es jedes Mal wieder aufwärts gegangen. Das unterlegte er auch mit Statistiken. "Handwerker werden die Krise überstehen", sagte er. Es gebe Trends, von denen Handwerksbetriebe profitieren würden. Neben dem Konjunkturpaket, bei dem es Haushalten nun möglich ist, Handwerksrechnungen bis zu 1200 Euro direkt von der Steuer absetzen zu können, nannte er auch die neue Energiesparverordnung und den Energieausweis.

Kuchen ist nicht verschwunden, nur kleiner geworden

"Der Kuchen, der verteilt wird, ist bei einer Krise nicht verschwunden, sondern nur kleiner. Unternehmer, welche es schaffen, die Erwartungen ihrer Kunden zu übertreffen, werden auch in schwierigen Zeiten ausreichend von diesem Kuchen abbekommen", versicherte Ferlesch. In anschaulichen Beispielen zeigte er, dass viele kleinere Betriebe sich geradezu verzettelten, da sie möglichst alle Kundengruppen gleich gut ansprechen wollen. "Eier legende Wollmilchsäue" seien jedoch nicht gefragt, denn Schafe geben bessere Wolle, Kühe bessere Milch und Hühner legen größere Eier. So gingen solche Betriebe leer aus, so der Fachmann.

"Dagegen genügt es, bei einer einzigen Kundengruppe die erste Wahl zu sein", so Ferlesch weiter. "Wenn der Kunde ein Problem hat, dann muss Ihr Name ihm als Erstes in den Sinn kommen." Nach vielen Tipps, wie man vom Kunden so gesehen wird, wie man selbst will und wie man seinen Bekanntheitsgrad steigert, gab es von den Anwesenden langen Applaus.

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