Newsticker

Die Linke sagt ihren Parteitag wegen Corona ab
  1. Startseite
  2. Lokales (Krumbach)
  3. Hasso muss an die Leine

Recht

31.01.2015

Hasso muss an die Leine

Eine Hinweistafel an einem Kinderspielplatz in Krumbach erklärt, dass hier Hunde keinen Zutritt haben.
Bild: Keller

Große und gefährliche Hunde haben auf Spielplätzen und Friedhöfen nichts zu suchen

Das Zusammenleben von Mensch und Tier erfordert auch außerhalb der eigenen vier Wände die Einhaltung eines Regelwerkes, um dem Tierschutz wie auch dem „Menschenschutz“ gerecht zu werden. Das gilt in der Beziehung von Mensch und Hund im Besonderen. Immerhin sind in Krumbach etwa 450 Hunde amtlich bei der Stadt erfasst und steuerlich registriert.

Der gute Umgang mit den Vierbeinern wird rechtlich durch das bundeseinheitliche Tierschutzgesetz, etliche Gesetze auf Landesebene und durch Verordnungen, die für die Stadt Krumbach zugeschnitten sind, geregelt. Nicht zuletzt der Leinenzwang ist dabei ein Hauptanliegen. Nach wie vor gibt es Klagen über freilaufende Hunde im Wald. Dies nimmt die Stadtverwaltung zum Anlass, den Appell „Hunde bitte an die Leine“ zu aktualisieren und auf die vom Stadtrat erlassene Hundehalteverordnung hinzuweisen.

Worauf Hundehalter achten müssen: Da ist zunächst das Jagdrecht, das vorschreibt, dass Hunde in einem Jagdrevier nicht unbeaufsichtigt frei laufen dürfen und sich der Hund im tatsächlichen Einwirkungsbereich des Hundehalters oder der begleitenden Aufsichtsperson befinden muss; andernfalls darf ein Jäger einen Hund, der wildert, töten. Es sind auch grundsätzliche Hinweise bezüglich des Naturschutzes (etwa zu Brut- und Setzzeiten), die es gebieten, Hunde an die Leine zu nehmen. Auch das allgemeine Sicherheitsrecht oder kommunale Verordnungen regeln den Leinenzwang. In Parks, auf öffentlichen Flächen und insbesondere an Kinderspielplätzen sind immer auch Hinweise angebracht, dass Hunde nicht frei laufen dürfen – und dies hat neben Sicherheitsaspekten auch hygienische Gründe.

Alle Hundehalter sollten sich ihrer Verantwortung gegenüber ihren Tieren, aber auch gegenüber den Mitmenschen bewusst sein und versuchen, ihre Hunde entsprechend den Bestimmungen zu halten und so zu einem vernünftigen Miteinander zwischen Hundehaltern und Nichthundehaltern beizutragen. Für „große Hunde“ (Hunde mit einer Schulterhöhe von mindestens 50 Zentimetern), worunter unter anderem entsprechend der Begriffsbestimmung erwachsene Hunde der Rasse Schäferhund, Boxer, Dobermann, Rottweiler und Deutsche Dogge gehören, und „Kampfhunde“ – Hunde, bei denen „aufgrund rassespezifischer Merkmale, Zucht oder Ausbildung von einer gesteigerten Aggressivität und Gefährlichkeit auszugehen ist“ – gilt generelle Anleinpflicht. Auf Kinderspielplätzen, auf dem Gelände der Schulen und der Kindergärten sowie auf Friedhöfen ist jedes Mitführen von großen Hunden oder Kampfhunden verboten. Die angesprochene Hundehalteverordnung gibt darüber hinaus Verhaltenshinweise. So sollten laut Satzung „beim Zusammentreffen mit Passanten oder anderen Tieren die Hunde möglichst eng an der Leine geführt werden“. Und: „Die Person, die einen leinenpflichtigen Hund führt, muss jederzeit in der Lage sein, das Tier körperlich zu beherrschen.“

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren