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Meisterschaft

15.06.2011

Hat Franz Donderer die schönste Bauernwiese?

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Das Wasser-Greiskraut in der Wiese von Donderer ist ein schöner Farbtupfer und wird als gefährdete Pflanze geführt. Es gilt aber auch als Wiesen-Unkraut und sollte ausgerissen werden, da es in größeren Mengen giftig für das Vieh ist.
Bild: Foto: Kleiber

Der Biolandwirt aus Aichen in der Endausscheidung unter den sechs schwäbischen Bewerbern

Aichen Die „Wiesenmeisterschaften 2011“ der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) und des Bund Naturschutz in Bayern (BN) fanden heuer zum dritten Mal statt. In die Endauswertung haben es Franz Donderer aus Aichen und Franz Goßner aus Günzburg geschafft. Diesmal stand das schwäbische Hügelland zwischen Donau, Lech und Iller im Fokus. Begutachtet wurden arten- und blütenreiche Bauernwiesen. Durch den massiven Maisanbau gehen immer mehr Grünflächen verloren. Im Landkreis Günzburg sind dies bereits 9,6 Prozent.

Von den 38 Betrieben, die sich zu dieser Meisterschaft beworben haben, stammen 13 aus dem Unterallgäu, je acht aus den Landkreisen Günzburg und Augsburg, vier aus Donauries, drei aus Dillingen und zwei aus Neu-Ulm.

Die Wiesen wurden in den letzten drei Wochen im Hinblick auf Artenvielfalt, Anzahl der gefährdeten Pflanzen, Aufwuchs, Futterertrag und ihren kulturlandschaftlichen Wert von einer zweiköpfigen Vorjury bewertet. Jetzt konkurrierten die sechs schönsten Wiesen um die vordersten Plätze. In diese Endauswertung haben es auch die heimischen Betriebe Franz Goßner aus Günzburg und der Aichener Diplom-Landwirt (FH) Franz Donderer geschafft.

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Donderer, der seit 1982 auf Bio umgestiegen ist, betreibt einen 56 Hektar großen Milchvieh- und Mutter-Kuhbetrieb, von denen 38 Hektar Grünland sind. Seine zu bewertende, mehrschürige (wird mehrfach gemäht) Futterwiese liegt westlich von Obergessertshausen in einer Bachaue mit angrenzendem Feuchtgebiet und ist rund 4,6 Hektar groß. Auf ihr wachsen 31 verschiedene Klee- und Kräuterarten, ohne die vielfältigen Gräser mitgezählt. Echte Raritäten sind der Sumpf-Storchschnabel und das Wasser-Greiskraut, das in größeren Mengen giftig für das Vieh ist.

Die Begutachtung nahm eine hochkarätige Jury vor. Sie bestand aus den Experten für Landwirtschaft: Rainer Mendle, Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Krumbach, Johannes Enzler, Leiter der staatlichen Kontrollstelle für ökologischen Landbau und Dr. Gisbert Kuhn von der Bayerischen LfL. Die Naturschutzseite vertraten: Dr. Andreas Zehm, Naturschutzbehörde der Regierung von Schwaben, Inge Steidl, BN-Arbeitskreis Landwirtschaft und Dipl.-Agrar-Ing. Marion Ruppaner, Agrarreferentin BN.

Zu Düngung und Erträgen befragt

Nachdem die Jury die Futterwiese ausgiebig in Augenschein genommen und die Artenvielfalt bestätigt hatte, wurde Donderer zu Düngung, Erträgen und Futterbeschaffenheit befragt. Der Biobauer bezeichnete dieses Feld als sehr wertvoll, denn es sei seine „Medizinwiese“ für seine Kühe und Kälber.

Am Freitag, 8. Juli, findet die Bekanntgabe des Siegerbetriebs im Rokoko-Saal der Regierung von Schwaben in Augsburg statt. Dann weiß Franz Donderer, ob er die schönste Wiese im Schwabenland hat.

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